Ausstellung

So sehen Künstler den Stadtteil Hülsdonk in Moers

Hansfried Münchberg zeigt hier einige der Bilder, die zum Thema Hülsdonk entstanden sind.

Foto: Arnulf Stoffel

Hansfried Münchberg zeigt hier einige der Bilder, die zum Thema Hülsdonk entstanden sind. Foto: Arnulf Stoffel

Moers.   20 Künstler der Moerser Malergruppe Spektrum haben sich mit Hülsdonk befasst. Es könnte die erste Stadtteil-Bilder-Ausstellung in Moers sein.

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Seit 2015 leitet Hinrich Kley-Olsen die Begegnungsstätte Haus am Schwanenring in Moers. Vergangenes Jahr hatte er die Menschen aus dem Stadtteil bereits zum Nachbarschaftstag eingeladen, jetzt ist ihm ein weiterer Coup gelungen. 20 Künstler der Moerser Malergruppe Spektrum haben sich mit Hülsdonk befasst, ihre 40 Bilder werden der Öffentlichkeit am Sonntag, 15. Oktober, um 11.30 Uhr im Haus am Schwanenring gezeigt. Kley-Olsens Botschaft ist so einfach wie zeitgemäß: „Wir sind hier nicht das Altenheim, und es geht hier auch nicht nur um Kartenspiele am Nachmittag.“

Er möchte das Haus von der Begegnungsstätte zum Stadtteilzentrum entwickeln. Seine Vorstellung vom Älterwerden: „Es geht um Selbstorganisation, um Teilnahme. So möchten wir auch die einsamen Menschen im Stadtteil ansprechen.“

Die noch immer 25 Personen starke und überaus aktive ZWAR-Gruppe des Netzwerkes ist da zum Beispiel eine gute Grundlage. Die Abkürzung steht für „Zwischen Arbeit und Ruhestand“.

Das mit der Ausstellung war zuerst „nur so eine Idee“, wie Kley-Olsen berichtet. Eine Idee, auf die man allerdings durchaus leicht kommen kann. Denn das Moerser Spektrum trifft sich unter der fachkundigen Begleitung des Moerser Künstlers Hansfried Münchberg im Haus am Schwanenring – und das seit dessen Eröffnung 1994.

Künstler haben nach Sehenswürdigkeiten gesucht

Kley-Olsen spricht also mit Münchberg, Münchberg stellt die Idee, zum Stadtteil Hülsdonk zu arbeiten, der Gruppe vor, und es wird ein Schuh daraus. Oder besser: Die Idee nimmt Farbe und Form an. Eine „Foto-Safari“, wie Münchberg die Stadtteil-Begehung nennt, bringt den Spektrum-Malern das Gespür für die passenden Motive, in manchen Fällen helfen auch historische Postkarten.

Hansfried Münchberg: „Wir haben natürlich nach Sehenswürdigkeiten gesucht, aber Hülsdonk ist da überschaubar. Wir haben trotzdem Blickwinkel gefunden, die für den Betrachter und die Künstler reizvoll sind.“ Nach seiner Erinnerung hat es in der Stadt noch nie eine Bilder-Ausstellung über einen Stadtteil gegeben.

So gesehen ist die Ausstellungseröffnung in Hülsdonk also auch eine Premiere für Moers. Eine Premiere, an der auch Norbert Hohmann teilnimmt. Der Autor der Chronik „Hülsdonk – Geschichten von Hülsdonk – nicht nur für Hülsdonker“ wird dann Texte aus seinem Werk vortragen. Zusammen mit den Bildern, die bei vielen Besuchern Erinnerungen an längst vergangene Zeiten wachrufen dürften, könnte das ein gelungener Tag werden.

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