Gesundheit

SPD-Abgeordnete aus dem Kreis Wesel fürchten Kahlschlag

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Symbolbild.

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Foto: Daniel Bockwoldt / picture alliance/dpa

Moers/Kreis Wesel.  Die SPD-Landtagsabgeordneten aus dem Kreis Wesel sorgen sich um die Krankenhauslandschaft in NRW. Sie unterstützen eine regionale Aktion.

Die Menschen in der Region befürworten ein flächendeckendes Angebot an Krankenhäusern. Das zeige eine in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage der SPD-Fraktion im Landtag, teilen die Sozialdemokraten mit. Die SPD-Landtagsabgeordneten im Kreis Wesel, René Schneider, Ibrahim Yetim und Stefan Zimkeit, unterstützen das. Der drohende Kahlschlag in der Kliniklandschaft müsse verhindert werden.

Ein Großteil der Menschen im Kreis Wesel wünscht sich demnach eine ortsnahe Krankenhausversorgung. 84 Prozent lehnen es ab, dass einzelne Krankenhäuser in NRW geschlossen werden. „Doch die gute und sichere Versorgung, die sich die Menschen zurecht wünschen, ist gefährdet“, befürchtet Ibrahim Yetim: „Denn mit dem Krankenhausplan der schwarz-gelben Landesregierung drohen Klinik-Schließungen.“

Dem gegenüber stehe ein wachsender Versorgungsbedarf. Die Landtagsabgeordneten führen auf: Die Zahl der stationär behandelten Patienten in NRW stieg vom Jahr 2010 bis zum Jahr 2019 um mehr als zehn Prozent. 2010 waren es noch knapp 4,2 Millionen Menschen. 2019 schon mehr als 4,6 Millionen Menschen. So zeigten es Daten des Statistischen Landesamtes.

„Wir lehnen einen Kahlschlag in der Krankenhauslandschaft ab“, verdeutlicht René Schneider. „Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, dass ein leeres Krankenhaus-Bett kein Skandal, sondern eine wichtige Sicherheit ist.“ Die Landtagsabgeordneten unterstützen daher einen Aktionsplan ihrer Fraktion, der auch im Kreis Wesel die Gesundheitsversorgung stärken soll. „Wir wollen, dass eine wohnortnahe und gut erreichbare Grundversorgung sichergestellt ist“, sagt Stefan Zimkeit. Dafür müssten ambulante und stationäre Versorgung miteinander verzahnt sein .

Zudem will die SPD-Fraktion für Entlastung beim Krankenhaus-Personal sorgen. So seien viele Pflegerinnen und Pfleger schon ohne die Folgen der Pandemie überlastet und unterbezahlt. Die Arbeitsbedingungen müssten attraktiver werden – mit besseren Löhnen und einer Personalbemessung, die dem tatsächlichen Arbeitsaufwand entspricht. „Davon profitieren auch die Patientinnen und Patienten“, sind sich die Abgeordneten einig.

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