Stadtentwicklung

Stadt Moers: Umbaupläne kosten bis zu sechs Millionen Euro

Das Weiße Haus in Moers.

Foto: Christoph Karl Banski

Das Weiße Haus in Moers. Foto: Christoph Karl Banski

Moers.   Das Bündnis für Moers hat einen Vorschlag für das Weiße Haus und das Terheydenhaus gemacht. Jetzt sagt die Stadt, wieviel das kosten könnte.

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Die Pläne des Bündnisses für Moers (SPD, Grüne, Grafschafter) für das Weiße Haus am Kastellplatz kosten zwischen 5,5 und 6 Millionen Euro. Hinzu kämen, wie berichtet, Kosten für die Sanierung des Terheydenhauses in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Diese Kosten hat die Stadtverwaltung ermittelt.

Sie beruft sich dabei auf eine Aufstellung des Moerser Architektenbüros Tervoort von Mitte 2017, die im vergangenen April noch einmal ergänzt wurde. In der Stellungnahme vom 14. Mai geht die Stadtverwaltung unter anderem auf folgende Punkte ein:

Umnutzung des Ratssaals ist möglich

1. Für den Umbau und die Sanierung von ehemaligem parlamentarischem Trakt und Ratssaal fallen 3,7 Millionen Euro an. Generell sei, so die Verwaltung, eine Umnutzung möglich. Würden Trakt und Saal nicht abgerissen, wie es ein anderer Vorschlag vorsieht, würde aber das Ziel verfehlt, das Weiße Haus in dem historischen Gebäudeensemble am Kastellplatz aufzuwerten.

2. Der Umbau und die Sanierung des Weißen Hauses kosten, so hat es das Architektenbüro ermittelt, 2,3 Millionen Euro. Hierbei werde auf Anbauten oder eine Erweiterung verzichtet. Diesen Kostenrahmen bezeichnet das Büro als „vorläufig“, weil keine „zweifelsfreien Bestandsunterlagen“ vorlägen.

Als ein Resümee mit Blick auf die Pläne des Bündnisses für Moers kommt das Büro zu dem Ergebnis: „Die zu erwartenden Gesamtkosten von überschlägig 5,5 bis 6 Millionen Euro sind für einen gestalterischen Kompromiss an dieser städtebaulich besonderen Stelle nach Auffassung des Verfassers bedenklich.“

3. Ein Anbau an das Terheydenhaus auf der Fläche des Kastell-Parkplatzes ist in den Planungen des Bündnisses gar nicht mehr vorgesehen. Gleichwohl hat diese Variante bisher eine Rolle gespielt, sie hätte aber gravierende Folgen für Parkplatzsuchende und vor allem für die Moerser Kirmes und den Weihnachtsmarkt. Das Moers Marketing gehe, so die Stadt, von Einbußen in Höhe von 30 000 Euro pro Jahr aus, die mit der Zeit weiter ansteigen könnten.

Zahlen sollen jetzt bewertet werden

Unklar ist zurzeit noch, wie hoch die Betriebskosten wären, wenn die Pläne des Bündnisses umgesetzt würden, und ob es eine finanzielle Förderung für die Umbaumaßnahmen geben könnte.

SPD-Fraktionschefin Carmen Weist: „Wir werden in der Arbeitsgruppe des Bündnisses über die Vorlage der Stadtverwaltung sprechen. Wir wussten, dass es mit den Plänen Mehrkosten gibt. Jetzt gilt es, die Zahlen zu bewerten.“

>>INFO:

Das Bündnis für Moers (SPD, Grüne, Grafschafter) hat einen Vorschlag gemacht, wie Weißes Haus und Terheydenhaus genutzt werden könnten. Das sind die wichtigsten Punkte:

Im Erdgeschoss des Weißen Hauses sollen Trauungen stattfinden können.

Im Obergeschoss des Weißen Hauses, im ehemaligen parlamentarischen Trakt und im ehemaligen Ratssaal soll das Schlosstheater eine Spielstätte erhalten.

Dafür gibt das Schlosstheater das Terheydenhaus ab. Mieter soll hier das Stadtmarketing sein.

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