Stadtentwicklung

Stadtteile in Moers: Startschuss für das neue Meerbeck

Die neue Grünanlage soll zwischen Römerstraße (Hochstraß/Meerbeck) entstehen.

Die neue Grünanlage soll zwischen Römerstraße (Hochstraß/Meerbeck) entstehen.

Foto: Stadt Moers

Moers.   Zwischen Kirschenallee und Römerstraße entsteht eine der größten Spiel- und Freizeitanlagen der Stadt Moers. Ein weiterer Meilenstein folgt.

Wer die Zukunft der Stadtteile Meerbeck und Hochstraß sehen möchte, sollte in diesen Tagen einen Blick in das Stadtteilbüro an der Bismarckstraße 43b riskieren. Dort hängen die Pläne für die große Grünanlage (Meerbeck/Hochstraß) zwischen Kirschenallee und Römerstraße aus. Baustart: 2019, Kosten: 1 Million Euro.

Eine der „größten Spiel- und Freizeitanlagen“ nennt die Stadt die Maßnahme, und das ist nicht übertrieben. Dort können Kleinkinder und Kinder altersgerecht spielen und Jugendliche zum Beispiel ein Mini-Basketballfeld nutzen. Ältere Generationen dürften den Ruhetreff mit Bouleplatz bevorzugen. Auf einer Anhöhe ist ein Veranstaltungsplatz geplant, Wege verbinden die Aktionsflächen miteinander.

Fonds Soziale Stadt

Wenn man so will, ist die Grünanlage als ein Startschuss für eine Umstrukturierung des Stadtteils zu sehen. Ende 2015 hat der Rat das Projekt Neu-Meerbeck beschlossen, Geld fließt über den Fonds „Soziale Stadt“ vom Bund und vom Land NRW. Teile von Hochstraß gehören zum Projektgebiet. Grundlage für den Beschluss waren Feststellungen und Empfehlungen, die Fachleute in einem so genannten integrierten Handlungskonzept zusammengefasst haben.

Dort heißt es: „Auch das Image der ehemaligen Bergarbeitersiedlung wird durch Gestaltungsmängel im öffentlichen Raum und Nutzungskonflikte sowie dem Bild von einer gesellschaftlich abgehängten Bewohnerstruktur definiert.“ Das soziale Engagement in Meerbeck und auch im angrenzenden Stadtteil Hochstraß ist gleichwohl seit Jahren groß. Bekannt sind vor allem das Netzwerk 55plus oder Meerbecks muntere Männer.

Wünsche der Bürger werden einbezogen

Mit der Grünanlage wird im Projekt Neu-Meerbeck jetzt einer von zwei Meilensteinen umgesetzt. Bei einer Informationsveranstaltung im Januar dieses Jahres wurden die Pläne interessierten Bürgern vorgestellt. Deren Wünsche und Vorstellungen seien, so teilt die Stadt jetzt mit, in die weiteren Planungen einbezogen worden.

Nach der öffentliche Auslegung der Pläne zurzeit soll der Rat im Juni über die Grünanlage entscheiden, Baustart wäre dann im kommenden Frühjahr. Der andere Meilenstein im Projekt Neu-Meerbeck heißt „Grüner Kern – soziale Mitte“ und sieht den Umbau des Rheinpreußenstadions vor.

Bürger- und Sportpark

Dabei werden nach Angaben der Stadt für 3, 8 Millionen Euro das Stadion, die Barbarastraße und das Invalidenwäldchen mit den angrenzenden Institutionen zu einem Bürger- und Sportpark umgestaltet.

Ein weiterer Projekt-Punkt: Bis 2021 stehen jährlich bis zu 50 000 Euro für private Initiativen wie kleine Feste, Aktionen und Treffen bereit. Ansprechpartner ist Stadtteilmanager Jens Franken, 02841 / 20 15 30.

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