Natur

Streuobst für den Kindergarten

Hartmut Hohmann hatte wieder Schmörkes auf dem Blech ...

Hartmut Hohmann hatte wieder Schmörkes auf dem Blech ...

Foto: Christoph Karl Banski

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Moers.  Zum nunmehr 14. Mal feierte der SPD-Ortsverband Rheinkamp am Sonntag sein bei Jung und Alt beliebtes Streuobstwiesenfest. Bei bestem spätsommerlichen Wetter tummelten sich erneut wieder jede Menge Besucher zwischen den Verkaufs- und Ess-Ständen. Ganze 34 Stände wurden dieses Jahr gezählt – mehr als jemals zuvor.

Von Honig und Marmeladen, über Weine, Schmuck, selbst gestrickte Socken, Nistkästen, Obst, Kuchen, Geflügel bis hin zu Schafprodukten war für jeden etwas zu günstigen Preisen dabei. Premiere hatte eine große Saftobstpresse, mit der die Äpfel der Streuobstwiese vor Ort zu leckerem Saft verarbeitet wurden.

Alle Produkte, die auf dem kleinen Bauernmarkt feil geboten wurden, stammen vom Niederrhein. Und die Anbieter kommen jedes Jahr gerne wieder zu dem Fest. „Weil es hier so schön entspannt ist“, sagt Hartmut Hohmann, Mitverantwortlicher und Organisator, der auch in diesem Jahr wieder seine dampfenden Schmörkes mit Kräuterquark anbot. Voller Stolz berichtete er, dass der SPD-Ortsverein Rheinkamp als Landwirt von der Landwirtschaftskammer anerkannt wird und Fördergelder für den Landschaftsschutz erhält.

Streuobstwiesen sindein Kulturgut

Mark Rosendahl, Vorsitzender der Rheinkamper SPD bestätigt: „Unsere niederrheinischen Streuobstwiesen sind ein Kulturgut, das unbedingt erhalten werden muss.“ Dass das Obst dieser Wiese tatsächlich köstlich schmeckte, davon konnten sich die Besucher selbst überzeugen. Doch die Wiese bot zudem noch weitere Attraktionen: Intensiv wurde das Angebot genutzt, sich auf Pferden über die Wiese führen zu lassen. An einem der Stände konnte Schmuck aus Speckstein selbst hergestellt werden.

Obst geht in denRepelener Kindergarten

Und wer sich tiefer in die einen Hektar große Wiese wagte, konnte die dort lebende Schafherde entdecken. Außerdem durften die Kinder einen Feuerwehrwagen einmal ganz genau von innen und außen anschauen und anfassen. Mark Rosendahl zeigte sich äußerst zufrieden mit der fröhlichen Veranstaltung und berichtete gleich von einer weiteren Premiere: „Zum ersten Mal wird dieses Jahr sehr viel von dem Obst unserer Wiese an den katholischen Kindergarten Repelen gehen. Und weil sicher noch genug übrig bleibt, sollen danach auch noch weitere Kindergärten an dem gesunden Naschwerk von Mutter Natur teilhaben.“

Dass die über 100 Jahre alte Wiese, die sich seit 1999 im Besitz der SPD Rheinkamp befindet, einmal im Jahr ein regelrechter Publikumsmagnet wird, hätten sich die Organisatoren des Festes wohl auch nicht erträumt.

„Es hat Jahre gedauert, bis wir die Wiese wieder auf Vordermann gebracht hatten. Am Anfang glich sie eher einem Dschungel. Jetzt wird sie regelmäßig gepflegt, und das Geld, das wir unter anderem durch dieses Fest einnehmen, dient der Anschaffung neuer Obstbäume“, so Mark Rosendahl.

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