Gesundheit

Tolle Bilanz bei der Kampagne gegen den Darmkrebs in Moers

Zogen eine positive Bilanz der Kampagne „Darmgesund in Moers“ (v. l.): Fritz Elmer von der Selbsthilfegruppe ILCO, Dr. Ralf Engels, Vorstand der Stiftung Krankenhaus Bethanien, Prof. Ralf Kubitz, Chefarzt Gastroenterologie Bethanien, Bürgermeister Christoph Fleischhauer als Kampagnen-Schirmherr, Chefarzt Dr. Christoph Vogt aus dem St. Josef, St. Josef-Geschäftsführer Ralf H. Nennhaus, Patient Dirk Driesen und Kampagnenleiter André Filipiak.

Zogen eine positive Bilanz der Kampagne „Darmgesund in Moers“ (v. l.): Fritz Elmer von der Selbsthilfegruppe ILCO, Dr. Ralf Engels, Vorstand der Stiftung Krankenhaus Bethanien, Prof. Ralf Kubitz, Chefarzt Gastroenterologie Bethanien, Bürgermeister Christoph Fleischhauer als Kampagnen-Schirmherr, Chefarzt Dr. Christoph Vogt aus dem St. Josef, St. Josef-Geschäftsführer Ralf H. Nennhaus, Patient Dirk Driesen und Kampagnenleiter André Filipiak.

Foto: KBM/Stierand / Krankenhaus Bethanien

Moers.  1100 Darmspiegelungen in den acht Monaten von „Darmgesund in Moers“. Ein Experte sagt, warum die Vorsorge bei Darmkrebs so wichtig ist.

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Auf der Zielgeraden zur Abschlussveranstaltung der Kampagne „Darmgesund in Moers“ zogen die Initiatoren und Beteiligten am Donnerstag Bilanz: 1100 Bürgerinnen und Bürger konnte die Aufklärungskampagne überzeugen, eine Vorsorge-Koloskopie gegen Darmkrebs in Anspruch zu nehmen, wie das Bethanien-Krankenhaus in Moers berichtet.

Statistisch gesehen sei dadurch bei rund 40 Menschen Darmkrebs im gut behandelbaren Frühstadium entdeckt worden, heißt es in einer Pressemitteilung. Dass durch die achtmonatige Kampagne tatsächlich mehr als tausend Bürgerinnen und Bürger erreicht werden, sei ein ambitioniertes Ziel gewesen – an das gleichwohl alle Kampagnenpartner von Anfang an fest geglaubt hätten. „Wir waren mit unseren Aktionen ziemlich beharrlich. Aber das wollten wir und das war beabsichtigt“, resümierte Ralf H. Nennhaus, Geschäftsführer des Krankenhauses St. Josef.

„Durch die Kampagne wird die Darmkrebsvorsorge auch in nächster Zeit noch in den Köpfen der Menschen verankert sein“, ergänzte Dr. Ralf Engels, Vorstand der Stiftung Krankenhaus Bethanien. „Wenn die Kampagne dazu beigetragen hat, den Menschen zu sagen, dass ein früh entdeckter Darmkrebs heilbar ist, dann hat die Kampagne ihr Ziel erreicht.“ Der Moerser Bürgermeister Christoph Fleischhauer hat die Darmgesund-Kampagne als Schirmherr unterstützt und hat sein Versprechen, sich ebenfalls einer Darmspiegelung zur Vorsorge zu unterziehen, eingehalten.

„Ich habe mich bis zur Kampagne vor der Darmspiegelung gedrückt“, bekannte er. Jetzt sei er glücklich, dass er es gemacht habe. „Für Männer ist es schwieriger, die Hemmschwelle zu überwinden.“ Als Schirmherr sei er aber selbstverständlich in der Verpflichtung gewesen, mit gutem Beispiel voranzugehen. Er habe die Darmspieglung sogar ohne Narkose durchführen lassen, weil er neugierig gewesen sei, wie die Untersuchung genau abläuft. Beim Befund hätten die Ärzte dann Entwarnung gegeben.

Wie Kampagnenleiter André Filipiak laut Mitteilung berichtet, war „Darmgesund in Moers“ seit dem Frühjahr auf insgesamt 42 Veranstaltungen präsent. Auf kulturellen Veranstaltungen wie dem Moers Festival wurden gleichermaßen Menschen angesprochen wie auf Wochen- und Trödelmärkten. Rund 18.000 Infoflyer zur Darmkrebs-Vorsorge wurden dabei verteilt und etliche tausend Rollen Klopapier mit dem Kampagnen-Logo. Fritz Elmer von der Selbsthilfegruppe ILCO weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig eine Vorsorgeuntersuchung ist. Deswegen war es ihm ein Anliegen, die Kampagne der beiden Krankenhäuser zu unterstützen.

„Wer in Moers zur Vorsorgeuntersuchung geht, ist gut aufgehoben. Die sanfte Darmspiegelung ist vor Ort Standard. Mit ihren zertifizierten Darmzentren spielen beide Moerser Krankenhäuser in Sachen Qualität in der Champions League“, unterstrich Chefarzt Dr. Christoph Vogt aus dem Krankenhaus St. Josef. Sein Chefarztkollege Prof. Ralf Kubitz aus dem Krankenhaus Bethanien erinnerte daran, dass die Vorsorge deshalb so wichtig sei, weil Darmkrebs keine Symptome und keine Schmerzen verursache. Nur die Vorsorge-Koloskopie bringe Gewissheit, dass sich im Darm auch wirklich kein Darmkrebs verstecke.

Kubitz erinnerte daran, dass die Krankenkassen eine Darmspiegelung zur Vorsorge bei Frauen ab 55 Jahren und bei Männern ab 50 Jahren übernehmen – bei familiärer Vorbelastung oder bestimmten Symptomen übernehmen die Kassen die Kosten für die Vorsorge-Koloskopie sogar jederzeit, ohne Altersbegrenzung. Beide Chefärzte betonten, dass es in Zukunft darauf ankomme, die Zahl der etwa 60 jährlichen Darmkrebs-Neuerkrankungen in Moers weiter zu verringern.

„Alarm im Darm“: Abschlussveranstaltung der Kampagne „Darmgesund in Moers“ mit dem VorsorgTheater Ludwigshafen am Mi, 20.11. um 19 Uhr im Martinstift. Anschließend Jazz Piano und Fingerfood. Eintritt frei.

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