Soziales in Moers

Toller Auftakt für neues Café Scherpenberg in Moers

Marliese Niessen und Rita Schweitzer laden ins Begegnungszentrum der evangelischen Gemeinde Scherpenberg.

Marliese Niessen und Rita Schweitzer laden ins Begegnungszentrum der evangelischen Gemeinde Scherpenberg.

Foto: Norbert Prümen (nop)

Moers.   Das Café Scherpenberg der evangelischen Gemeinde ruft jeden zweiten Mittwoch zum Quatschen und Kuchenessen. Schon am ersten Tag ein echter Renner.

Um 15 Uhr hat das neue Café Scherpenberg an der Homberger Straße 350 am Mittwoch seine Pforten erstmals geöffnet – rekordverdächtige sieben Minuten später ist alles bis auf den letzten Platz besetzt. Rita Schweitzer, Leiterin der Begegnungsstätte der evangelischen Gemeinde Scherpenberg, freut sich total über den Andrang, wie sie sagt. Mehr Tische und Stühle werden ‘rangeschleppt. Nachdem schon das Mittagessen in der Begegnungsstätte zum Erfolg wurde, scheint nun auch das Café ein echter Renner zu werden.

Marliese Niessen vom Presbyterium und weitere acht Ehrenamtliche werden das Café alle 14 Tage mittwochs öffnen. „Unser Wunsch wäre, sogar jeden Mittwoch zu öffnen, aber das ist viel Organisation und noch mehr Arbeit“, berichtet Schweitzer. Immerhin seien die Kuchen und Torten alle von Hand gemacht, auch die Bestuhlung müsse an ihren Platz, und hinter der Theke gebe es ebenfalls viel zu tun. „Mal sehen...“

Ein gewisser Touch ist das Ziel

Auf jedem Tisch prangt eine handgearbeitete Decke. „Wir wollten dem Ganzen einen nostalgischen Touch geben“, meint Schweitzer und blickt sich in dem Raum voller redender, kaffeetrinkender Menschen erfreut um. In den Regalen an der Wand prangen Arbeiten der Handarbeitsgruppe, an einem anderen Tisch können Kinder spielen. „Wir wollen schließlich Jung und Alt und jedermann hierher holen“, lädt Niessen ein.

Der Wunsch nach einem Café in Scherpenberg sei bei der Zukunftskonferenz der Gemeinde im letzten Jahr laut geworden. Ähnlich wie die Frage nach einem Raum der Stille zur Erholung oder für Trauergespräche, der übrigens gerade fertig geworden sei.

Rudy Fritschens Urteil ist ziemlich kurz – und gut

Längst nicht nur weibliche Gäste sind gekommen. Unter den Freunden der klassischen Sahnetorte sind auch viele Männer. Wie Hermann Nimmerjahn: „Nicht umsonst ist unser Begegnungszentrum hier so anerkannt“, meint er lobend. Rudy Fritschen sitzt gleich neben ihm und freut sich auf die Apfeltorte. Er macht nicht viele Worte und kommentiert kurz und knapp: „Superidee!“ Maria Heise sitzt auch am Tisch: „Wir kennen uns vom Mittagessen der Gemeinde und unternehmen auch sonst viel zusammen“, erzählt sie.

Seit Jahren sei sie nicht mehr hier gewesen, gesteht Ingrid Kretschmer, die sich von Freundin Christiana Schmitz herlocken ließ. „Bei gutem Kuchen gemütlich Quatschen, das ist super“, sagt sie. Ein Stück feine Eierlikör-Torte vor ihr wird wohl nicht mehr lange da sein.

>>INFO Das Café Scherpenberg ist ein Ergebnis der Zukunftswerkstatt, die im vergangenen Jahr in der evangelischen Kirchengemeinde stattgefunden hat. Die Zukunftskonferenz ist eine Methode der Bürgerbeteiligung, in der Visionen, Ziele und Handlungspläne gemeinsam entwickelt werden. Neun Frauen waren von der Idee des Cafés so begeistert, dass sie sich bereit erklärten, das Café ehrenamtlich zu organisieren.

Das Café richtet sich an alte und junge Menschen, Familien, Paare und Singles. Für Kinder wird es einen Spiel-und Maltisch geben, Erwachsene können im Bücherregal stöbern.

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