Moers Festival

Überraschung: Festival-Musiker spielen Kinder-Kompositionen

"Composer-Kids!"- komponiere für Profis beim mÅ“rs festival 2018! am Sonntag 20.05.2018 im Martinsstift in Moers. Moers Festival, Pfingsten 18. - 21. Mai 2018. Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services

"Composer-Kids!"- komponiere für Profis beim mÅ“rs festival 2018! am Sonntag 20.05.2018 im Martinsstift in Moers. Moers Festival, Pfingsten 18. - 21. Mai 2018. Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services

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Moers.   Das Projekt „Composer Kids“ soll junge Leute ans Moers Festival anbinden. Die Premiere hat gezeigt, dass das funktioneren kann.

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Der jüngste Nachwuchs-Komponist, der sich am Projekt Composer Kids im Rahmen des Moers Festivals beteiligte, war gerade mal zehn Jahre alt. Das ist es noch naheliegend, das zunächst titellose Stück auf den Namen „Lego“ zu taufen. Friedrich Tepper ließ es sich auch nicht nehmen, die Herrschaften Profi-Musiker selbst zu dirigieren. Klar, war ja auch sein eigenes Stück, das da im Kammermusiksaal erklang.

15 Bewerbungen hat Lilli Stachelhaus gezählt. Sie betreute das neue Festival-Projekt. Sieben haben die Musiker mit den jeweiligen Urhebern erarbeitet. Dabei gab es durchaus einige Herausforderungen zu bestehen. Zum Beispiel die: Wie kriegt man ein Stück für Streichquintett hin, wenn Saxophon, Blockflöte, Bassklarinette, Posaune, Vibraphon, Klavier und Schlagzeug zur Verfügung stehen?Auch wenn Mathis Weuthen sein „Steam of London“ so nie wieder zu Ohren kommen wird – hat prima geklappt mit der Übersetzung in den Moers Style.

Auch Jana Poos zeigte sich durchaus offen, als die Festival-Musiker ihr romantisches Harfenstück ein bisschen ummodeln mussten.

Jan Christopher Heßling, der 15-jährige Barock-Fan und Gitarrist aus Kamp-Lintfort, hatte drei Sätze aus „Capriccio JCHWV 354“ beigetragen (benannt in Anlehnung an die Werksverzeichnisse der großen Komponisten). Gitarre gab’s nicht, dafür Midi-Flöte und Klarinette. Leider konnte er die Uraufführung seines Barock-Stücks nicht mit erleben. Er war beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“.

Die Teilnehmer mussten keine Noten abgeben, sie konnten auch andere Wege wählen. Das nutzte Frank Wiegelmann, der sein „Adventureland“ auf dem Klavier einspielte. Auch das funktionierte.

Dass die Anbindung junger Menschen ans Festival hier 1a funktioniert, wird spätestens dadurch klar. dass Eric van den Bosch sein namenloses Wettbewerbsstück ebenfalls nachbenannte: Moersify 3 plus 4.

Weitere Berichte zum Moers Festival finden Sie hier:

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