Konzerte

Viel Applaus beim Quasilectric-Festival im Moerser Bollwerk

Die Band Fools Errant aus Duisburg rockte am Samstag beim Quasilectric-Festival.

Die Band Fools Errant aus Duisburg rockte am Samstag beim Quasilectric-Festival.

Foto: Ulla Michels

Moers.   Sieben Bands spielen beim zweiten Quasilectric-Festival im Bollwerk Moers. Jetzt steht ein weiteres Platten-Label kurz vor seiner Gründung.

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Musikalische Nachwuchstalente? Gibt es am Niederrhein. Dass die Musikszene vielfältig und lebendig ist, beweist das Plattenlabel Quasilectric. Das in Moers gegründete Label steht für die Liebe zur Musik. „Ein Traum war schon immer, beruflich etwas mit Musik zu machen“, sagt Quasilectric-Chefin Bianca Eysenbrandt, die gerne selbst am Schlagzeug sitzt. Mit Kiki und Bobo Schülling fand Eysenbrandt 2012 Weggefährten, die ihre Vision teilten: Unkomplizierte Wege für Künstler bieten, Musiker fördern und sie auf dem Weg zum CD-Release begleiten – diesen Traum machte das Trio wahr.

Was in Hülsdonk im Wohnzimmer begann, ist heute ein Plattenlabel und Merchandise-Verkauf mit Sitz in Rheinberg. 15 Bands gehören dem Label an, „die Quasifamilie“, wie Eysenbrandt sie liebevoll nennt. Musiker aus Moers, Goslar, Krefeld und Köln sind unter Vertrag. Wie vielfältig die „Quasifamilie“ ist, zeigte sich am Samstag, als die Quasilectric-Crew zum Festival ins Bollwerk 107 einlud. „Im letzten Jahr haben wir das erste Quasilectric-Festival hier gefeiert. Und auch unsere Bands treten oft im Bollwerk auf“, so Eysenbrandt. Bereits im Vorverkauf waren mehr als 150 Karten zügig weg. Sieben Bands, alle unter Vertrag bei Quasilectric, zeigten ihr Talent.

Fools Errant lässt Ruhrgebiets-Rock aufleben

Den Auftakt machten The Fous aus Dinslaken. Mit catchigem Gitarrensound und lockerem Gesang hatte die junge Indie-Rock-Band das Publikum auf ihrer Seite. Rock’n’Roll gab’s auch auf die Ohren: Die fünf Jungs von Fools Errant ließen den Ruhrgebiets-Rock aufleben. Drei Alben veröffentlichten sie bereits bei Quasilectric.

Weiteres Highlight: Die Auftritte in der Bollwerk-Kneipe. Die Bands „Und Wieder Oktober“, „Was Wenns Regnet“ sowie die Sängerin Lina Farah zeigten in gemütlicher Atmosphäre, dass das quasilectrische Spektrum von progressivem Piano bis zur Ukulele reicht. Das Goslarer Rock-Quintett Banquo läutete auf der Bühne mit den Metal-Ruhrpottlern El Postre das mitternächtliche Finale ein.

Am Ende gab’s großen Applaus, glückliche Gesichter und einen Plan: Eysenbrandts Label Dackelton-Records steht in den Startlöchern, um den Niederrhein weiter auf die Musiklandkarte zu bringen. Musiker sind willkommen.

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