Arbeitswelt

Viel Freude an der Arbeit in der Moerser Caritas-Werkstatt

Mit viel Sorgfalt werden die Halterungen für die Solarmodule montiert.

Mit viel Sorgfalt werden die Halterungen für die Solarmodule montiert.

Foto: Ulla Michels

Moers.   Die Caritas-Werkstätten produzieren für einen großen Photovoltaik-Hersteller die Halterungen für Dächer. Die Zahlen sind beeindruckend.

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Wie leistungsfähig Caritas-Werkstätten angesichts großer Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt sein können, stellen die Mitarbeiter der Einrichtungen in Moers, Rheinhausen und Rheinberg unter Beweis. Zurzeit arbeiten dort die Mitarbeiter an Großaufträgen der Photovoltaik-Firma K2 in Renningen. Seit kurzem sind die Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein sogar der Hauptlieferant für das Zubehör, das beim Anlagenbau von K2 weltweit benötigt wird.

Auch in den Ferien müssen die Aufträge erledigt werden. So arbeiten derzeit auch Mitarbeiter in der Werkstatt, montieren Halterungen und Befestigungen, mit denen die verschiedenen Anlagentypen auf den verschiedensten Dachformen montiert werden. Abteilungsleiter Frank Schulz: „Wir stellen aber auch fertig verpackte Sets mit Schrauben und Schienen für Halterungen zusammen.“ Und: „Unsere Produkte gehen vom Unternehmen K2 aus bis in die USA, nach China, Australien oder Südamerika.“

2016 wurden 1,2 Millionen Klemmen montiert

Alle zwei Wochen fährt an der Gutenbergstraße ein Sattelschlepper aus Renningen vor, um 40 Paletten Rohmaterial abzuladen und die aktuelle Produktion der Caritas-Werkstätten mitzunehmen. „Wir haben 2016 noch 1,2 Millionen Klemmen montiert sowie 100 000 Packsets hergestellt. Allein in der ersten Hälfte 2017 waren es schon 1,4 Millionen Klemmen und 400 000 Sets.“

Trotz der Ferienzeit sind momentan fleißige Menschen mit Behinderungen in der Werkstatt bei der Arbeit. Das Team ist gut eingespielt, sogar Hilfen beispielsweise für jemand mit nur einem Arm gibt es. Pressesprecherin Andrea Emde betont: „Wir können über Arbeitsmangel nicht klagen; alle Werkstätten sind inzwischen gut ausgelastet.“ Hier zeige sich, dass die Werkstätten und ihre Mitarbeiter Qualität in hoher Stückzahl für einen weltweiten Markt liefern könnten.

„Da wird’s nie langweilig“

Den Mitarbeitern gefällt ihre Aufgabe, Halterungen zu montieren. Timo Löffelsender erklärt: „Besonderen Spaß macht das Schrauben.“ Und Holger Baer bekundet: „Bei dieser Arbeit kann jeder sein Tempo selbst bestimmen, da wird’s nicht langweilig.“ Gruppenleiter Dietmar Bruske: „Dafür sorgen schon die 20 verschiedenen Klemmsysteme, die wir anfertigen müssen.“ Und: „Fehler beispielsweise beim Durchmesser von gelieferten Schrauben oder Bohrungen werden von den Mitarbeitern sofort erkannt. Sie sind sehr genau.“

Die Caritas-Werkstätten Niederrhein arbeiten daneben auch für eine Reihe von namhaften Großkunden in der Region. Allein an der Gutenbergstraße 36 sind 300 Mitarbeiter beschäftigt.

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