Maker Faire

Viel Interessantes auf der Mini Maker Faire in Kamp-Lintfort

Bei der ersten Rhein-Waal Mini Maker Faire zählt der Sonnenwagen mit zu den Ausstellungsobjekten.

Bei der ersten Rhein-Waal Mini Maker Faire zählt der Sonnenwagen mit zu den Ausstellungsobjekten.

Foto: Arnulf Stoffel

Kamp-Lintfort.   Am Samstag hat es in Kamp-Lintfort die erste Mini Maker Faire gegeben. Wissenschaft zum Anfassen. Moment: War da auch ein Raumschiff?

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Auf den ersten Blick sieht er aus wie ein kleines Raumschiff – der Sonnenwagen aus Aachen. Gelandet im sogenannten FabLab der Hochschule Rhein Waal in Kamp-Lintfort. Zur ersten Rhein-Waaler „Mini Maker Faire“ – einem Ideen- und Erfinderfestival – haben die Aachener Studenten ihr Solar Mobil mitgebracht.

„Wir haben viel gelernt bei dem Fahrzeug und wollen unbedingt das Podest besteigen und Erster werden“, sagt Simon Quinker. Der Student für Wirtschaftsingenieurwesen ist seit zwei Jahren im Verein „Team Sonnenwagen Aachen“ und wird dieses Jahr im Oktober an der „World Solar Challenge“ in Australien teilnehmen.

Er und rund 45 weitere Studenten der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH Aachen) und der Fachhochschule Aachen haben den Sonnenwagen selbst entwickelt. „Hier haben wir die einmalige Möglichkeit, das theoretische Wissen in einem fantastischen Team anzuwenden und zusammen an einem Ziel zu arbeiten.“

Insgesamt gab es 18 Stationen

Insgesamt gab es bei der „Mini Maker Faire“ 18 Stationen, darunter einen Batik-Workshop der Rhein-Waaler Fairtrade-Gruppe, ein Pflanzen-Experiment vom Klimahaus, eine Musikstation aus riesigen Rohren, Brettern und Eisendeckeln und vieles mehr.

Neben dem Sonnenwagen gab es im FabLab auch einen 3D-Drucker in Aktion zu sehen. Daneben standen fertige Ergebnisse, zum Beispiel ein Mini-Eiffelturm, eine kunstvolle Vase, aber auch technische Geräte.

Wie das genau funktioniert und was so ein High-Tech-Drucker noch alles kann, erklärte Christian Spieß den Besuchern bei Führungen durch das FabLab. Nicht nur zuhören, sondern selbst Hand anlegen, hieß es bei den Workshops von Pieter van Boheemen. Der Hacker, Künstler und Ingenieur bastelte mit den Teilnehmern aus gewöhnlichen Webcams kleine optische Mikroskope.

Im FabLab arbeiten alle zusammen

Conrad Hitzel hatte sein DIY-Mikroskop schon vor sich stehen. „Das war gar nicht so schwer, wir hatten ja eine Anleitung und da war alles bildlich erklärt“, sagte der Zwölfjährige.

„Wenn ich mal nicht weiterkam, habe ich einfach ihn gefragt“, meinte Conrad und zeigte auf van Boheemen. Dr. Annette Klinkert, die das Festival mit organisiert hat, war von der positiven Resonanz begeistert: „Es sind so viele Besucher gekommen, von Kindern bis Senioren. Und genau das war unser Ziel.“

Klinkert und ihre Kollegen wollten die Studenten der Hochschule mit den Bürgern zusammenbringen, um das Thema der grünen Technologie näherzubringen. „Wir wollen zeigen, dass jeder ein Maker ist, egal wie alt und egal mit welchem Hintergrund. Das Bild des einsamen Wissenschaftlers ist veraltet. Hier arbeiten alle zusammen.“

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