Freizeit

Viele Besucher beim Street-Food- & Music-Festival in Moers

Michael Brown Essen nach jamaicanischem Rezept. Foto:

Michael Brown Essen nach jamaicanischem Rezept. Foto:

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Moers.  Beim fünftägigen Street-Food- & Music-Festival in Moers gibt’s sogar Fladen aus Venezuela. Und selbst Klassiker wie Curry-Wurst sind anders.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Sam Gelle füllt die Tortillas mit Gemüse oder Rindfleisch, Käse und einer Tomatensoße, klappt sie zu und ab damit auf den Grill. Nach kurzer Zeit viertelt er die Tortillas und serviert sie mit Nachos und Guacamole. Neugierig schauen die wartenden Besucher dem Koch über die Schulter, als er die Quesadillas, so heißt das gefüllte mexikanische Fladenbrot, zubereitet. „Die Besucher sind sehr entspannt und man kann auch einfach mal ins Gespräch kommen“, sagt er zufrieden. Sam Gelle war einer von 20 Köchen, die ihre Spezialitäten beim Street-Food & Music-Festival auf Kastellplatz angeboten haben.

Zum zweiten Mal veranstalte die Agentur „Just Festivals GmbH“ das Festival auf dem Kastellplatz. Und weil es im vergangenen Jahr schon ein großer Erfolg für die Organisatoren war, haben sie das Fest dieses Mal verlängert. Von Mittwoch bis Sonntag konnte gekostet, geschlemmt und gelauscht werden. Denn auch ein umfangreiches Musikprogramm gehört zum Konzept des Moerser Street-Food-Festivals. So standen unter anderem Babylon, eine Funk- und Soul-Reggae Band, die Covergruppe Reboot oder Dan O‘ Clock auf der Bühne. Der junge Singer-Songwriter begeisterte das Publikum am Samstag mit seinen deutschsprachigen, lyrischen, aber durchaus rockigen Liedern. Dazu begleitete er sich auf der Gitarre.

„Moers ist eines unserer stärksten Feste“, betont Veranstaltungsleiterin Anja Thomaschek. Bei der Auswahl der 20 Trucks, die im Carré aufgestellt waren, habe man wieder auf eine Mischung aus bekanntem Essen mit Flammkuchen und Burgern und Köstlichkeiten geachtet, die man nicht jeden Tag auf der Speisekarte findet. Neu in diesem Jahr war zum Beispiel die venezolanische Küche. Irene Mendoza und Sebastian Peretzke boten Arepa an, Maisfladen, die mit Hähnchen- oder Rindfleisch und Avocado gefüllt und mit Knoblauch und Koriander gewürzt sind. „Bisher ist es eher ruhig, aber die Leute, die unser Essen probieren, finden es sehr lecker“, erklärt Mendoza.

Wer nicht ganz so experimentierfreudig war, steuerte vielleicht den Currywurst-Wagen von Andrea und Marco Peters an. Doch auch der Klassiker wurde hier ganz neu interpretiert. Die Tomate in der Soße ersetzen Andrea und Marco Peters und durch Erdbeeren, Banane oder ein Kürbis-Mango-Chutney. Sieben Variationen haben die Duisburger kreiert. Dass das Festival in diesem Jahr von drei auf fünf Veranstaltungstage ausgeweitet wurde, kam ihnen sogar entgegen. „Es wird ja gut angenommen. Moers ist für uns eine der besten Veranstaltungen mit einem sehr netten Publikum“, sagt Marco Peters.

Nach jeder Menge heißen Hauptgerichten durfte eine süße Nachspeise natürlich nicht fehlen. Zur Wahl standen holländische Poffertjes, gefüllte Waffeln oder Ice Rolls – flüssige Eiscreme-Masse, die auf einer Kühlplatte mit anderen Zutaten, wie Früchten oder Schokolade, vermischt und dann leicht angefroren wurde, bis sie mit einem Spachtel aufgerollt werden konnte.

Bis zur nächsten Veranstaltung, bei der auch Street Food serviert wird, müssen Liebhaber der außergewöhnlichen Küche gar nicht mehr warten: Vom 11. bis zum 14. Juli organisiert die Eventagentur wieder „Moers Karibisch“ auf dem Kastellplatz.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben