Breitbandausbau

Vier Kommunen am Niederrhein: Schnelles Internet für alle

Auf dem Weg ins digitale Zeitalter (v.l.): Harald Lenßen (Bürgermeister Neukirchen-Vluyn), Christoph Fleischhauer (Bürgermeister Moers), Prof. Dr. Christoph Landscheidt (Bürgermeister Kamp-Lintfort), Frank Tatzel (Bürgermeister Rheinberg und Lutz Hormes (Vorstand Enni Stadt & Service).

Foto: Heike Cervellera

Auf dem Weg ins digitale Zeitalter (v.l.): Harald Lenßen (Bürgermeister Neukirchen-Vluyn), Christoph Fleischhauer (Bürgermeister Moers), Prof. Dr. Christoph Landscheidt (Bürgermeister Kamp-Lintfort), Frank Tatzel (Bürgermeister Rheinberg und Lutz Hormes (Vorstand Enni Stadt & Service).

Moers.   Mit 28 Millionen Euro Förderung sollen in vier Kommunen 4000 Haushalte, 350 Firmen und knapp 70 Schulen ins digitale Zeitalter versetzt werden.

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Beim Breitbandausbau in den Städten Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg teilen sich Bund und Land die Kosten. Nachdem es bereits Mitte Dezember grünes Licht für 14 Millionen Euro Bundesförderung gegeben hatte (NRZ berichtete), liegt seit Donnerstag auch der NRW-Förderbescheid über ebenfalls 14 Millionen Euro vor.

Im Auftrag der vier Kommunen hatte die gemeinsame Wirtschaftsförderungsgesellschaft wir4 zunächst die Situation in den Industrie- und Gewerbegebieten erfasst und Hinweise zum weiteren Vorgehen gegeben. Anschließend hatte Enni Stadt & Service den Bedarf in privaten Haushalten, Schulen und ebenfalls in Gewerbegebieten ermittelt.

Arbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen

Auf Basis dieser Daten hatte Enni im vergangenen Jahr zusammen mit dem Forschungs- und Beratungsunternehmen Innowise für die vier Kommunen einen Förderantrag gestellt, dem jetzt in voller Höhe entsprochen wurde. Den NRW-Förderbescheid überbrachte am Donnerstag Christoph Dammermann, Staatssekretär im NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie.

Nachdem die Förderung gesichert ist, sucht Enni Stadt & Service bis zum Herbst eine geeignetes Telekommunikationsunternehmen, das die Pläne für den Breitbandausbau umsetzt. Die Arbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen, bis 2020 sollen rund 760 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden, um gut 4000 Haushalte, 350 Unternehmen und knapp 70 Schulen an das schnelle Netz anzubinden.

Schnelles Internet sollte zur Grundversorgung gehören

Enni-Vorstand Lutz Hormes geht davon aus, dass in den ermittelten Bereichen mit Übertragungsraten von unter 30 Mbit pro Sekunde bald Internetverbindungen mit 100 Mbit pro Sekunde genutzt werden können. Die Bürgermeister der beteiligten Kommunen freuen sich naturgemäß über die Zusage für die Fördermittel, zumal die Haushalte überall auf Kante genäht sind.

Christoph Fleischhauer, Moerser Bürgermeister: „Schnelles Internet wird nicht nur von jungen Familien, Schulen und mittelständischen Unternehmen heute erwartet. Es sollte zur Grundversorgung aller Menschen gehören.“ Christoph Landscheidt (Bürgermeister Kamp-Lintfort) sieht mit dem schnellen Internet auch die „Ansprüche an einen Hochschulstandort erfüllt“.

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