Wenn der rote Großvater von früher erzählt

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PARTEIEN. Zeitzeugen werden bei der Jubiläumsfeier des SPD-Ortsvereins Rheinkamp über Nazi- und Nachkriegszeit im Stadtteil berichten.

MOERS. Manchmal sind sich auch Altgenossen nicht einig. War das Falkenheim in Moers nun bis Kriegsende ein Nazibau oder nicht? Doch Gerhard Leese und Artur Rothert streiten nicht allzu lange über solche Spitzfindigkeiten. Denn wichtiger ist, dass die SPD-Jugendorganisation Anfang der 50er selbst Hand anlegte und ein eigenes Falkenheim in Meerbeck baute - heute ist hier das sardische Kulturzentrum.

Wie Rothert und seine Falken das Gebäude aufbauten, das dürfte eine der Geschichten sein, die am kommenden Samstag, 13. September, ab 19 Uhr beim Jubiläumsfest des SPD-Ortsvereins im Kulturzentrum Rheinkamp erzählt werden. Gerhard Leese kann von anderen, schwierigeren Zeiten berichten. Die Nazis kerkerten seinen Vater 1935 ein, die Familie, die in der heutigen Peter-Zimmer-Straße lebte, hielt dank der Solidarität der Genossen durch.

Bei der Talkrunde, die der Journalist Jörg Zimmer moderiert, wird auch Heinz Wilhelm Rosendahl dabei sein. Der Mann aus dem Bergbau hat lange die Geschicke des Ortsvereins Rheinkamp geleitet. Erst 1965 trat der überzeugte Gewerkschafter in die Partei ein. "Ich habe mich über einige Dinge in der SPD geärgert." Bereut hat er es nie. Rothert und Leese auch nicht. Alle haben einen Hort von Erinnerungsschätzen, die nur darauf warten gehoben zu werden. Auch wenn über manches Detail gestritten wird. Aber das kennen Sozialdemokraten ja. (mvl)

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