Onkologie

Wer die neue Psychoonkologin am Bethanien in Moers ist

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Birgit Schiermeyer arbeitet als neue Psychoonkologin im Krankenhaus Bethanien Moers.

Birgit Schiermeyer arbeitet als neue Psychoonkologin im Krankenhaus Bethanien Moers.

Foto: BEthanien / Moers

Moers.  Birgit Schiermeyer leitet seit Anfang Oktober den psychoonkologischen Dienst im Krankenhaus Bethanien Moers. Was für sie besonders wichtig ist.

Wenn Patientinnen und Patienten die Diagnose über eine schwere Erkrankung erhalten, drängen sich sofort viele Fragen auf. Was bedeutet die Erkrankung für mein Leben? Mit welchen Beeinträchtigungen muss ich in Zukunft leben? Wie sage ich es meinem meinem Partner? Im Umgang mit all diesen Fragen und weiteren Herausforderungen, die mit einer Krebserkrankung einhergehen, hilft die Psychoonkologin Birgit Schiermeyer, wie das Krankenhaus Bethanien mitteilt.

Seit Anfang Oktober ist die 56-jährige Dortmunderin im Krankenhaus Bethanien tätig. Zuvor arbeitete sie im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke und im St. Marien Hospital Lünen. Schiermeyer, die auch Psychologische Psychotherapeutin und Schmerzpsychotherapeutin ist, arbeitet seit 22 Jahren im Beruf der Psychoonkologin.

Etliche Patienten sind überfordert

Ihr erster Eindruck von der neuen Wirkungsstätte in Moers ist positiv: „Ich habe in meinen ersten Wochen einen freundlichen Umgang erlebt“, berichtet die neue Bethanierin, die insbesondere wichtige Ansprechpartnerin für die zertifizierten Krebszentren (Brust, Gynäkologie, Darm und Lunge) ist.

Als Psychoonkologin hilft Birgit Schiermeyer chronisch kranken Menschen und Palliativpatientinnen und -patienten, mit ihrer Erkrankung umzugehen. In den Gesprächen gehe es zunächst darum, Ruhe in den Klinikalltag zu bringen und akute Ängste abzubauen, heißt es in der Mitteilung.

„Patientinnen und Patienten erhalten eine schwere Diagnose, sind meist überfordert, müssen aber gleichzeitig viele Entscheidungen treffen. Es ist eine unwirkliche Situation“, beschreibt Schiermeyer die Lage vieler Erkrankter. Dazu käme die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod – viele Dinge also, die plötzlich auf Patientinnen und Patienten einprasseln und die es aufzufangen gilt.

Die Psychoonkologin spricht über Ängste

Als Psychoonkologin hilft Birgit Schiermeyer dabei. Sie spricht über Ängste, unterstützt Betroffene aber auch, die neue Lebenssituation zu ordnen. Zwei Dinge liegen ihr besonders am Herzen: „Es ist mir wichtig, dass Patientinnen und Patienten eine Entlastung spüren, wenn sie unser Gespräch verlassen.“ Ein weiteres Anliegen: „Dass sie ihre Situation akzeptieren und trotz der Erkrankung ihr Leben gestalten.“

Daher bindet sie auch An- und Zugehörige mit in die Therapie ein. Ab dem kommenden Jahr möchte sie die Einzeltherapien um Gruppenangebote ergänzen und denkt dabei an Gesprächskreise, in denen sich Betroffene untereinander austauschen können.

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