Wo Pflaster kleben, Bänder klingen und Steine schweben

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Moers.  Das Seewerk ruft zu seiner Jahresausstellung 2016. Vom 27. August bis 30. September zeigen 17 namhafte Künstlerinnen und Künstler Bilder, Plastiken, Miniaturen und Skulpturen in der ehemaligen Dujardin-Fabrik in Kapellen. Für den „Brückenschlag“ vom Silbersee in die Stadt sorgt Günter Stangelmayer.

Die Skulptur des Metallbildhauers ist bereits auf der Kulturinsel Nepix Kull im Schlosspark zu besichtigen. 27 Edelstahlmodule hat er dort zu einer 15 Meter langen und 5 Meter hohen Skulptur verschachtelt. Die Teile sind nicht verschweißt, sie halten und stützen sich gegenseitig. Um 14 Uhr wird hier am 27. August die Ausstellung eröffnet, bevor dann eine Stunde später mit der Werkschau im Seewerk weitergeht.

Dort empfängt Tim Eiag die Besucher. Am hellen Lofthaus hat er vom Dach bis zum Boden schwarze breite Plastikbänder verspannt, mit denen Sonne und Wind spielen und unter denen man hindurchgehen kann. „Es ist eine gedankliche Erweiterung des Raumes“, erklärt Eiag. Und da die Bänder im Wind vibrieren, ist es gelegentlich auch eine Klangplastik.

Im ehemaligen Lagerhaus fällt die Fotoarbeit „Achillesferse“ von Mavi Garcia auf. Es ist das Ergebnis einer Performance, bei der ihr Körper mit Pflastern beklebt wurde: „Das ist unsere Art, Probleme zu lösen“, erläutert die temperamentvolle Spanierin. „Wir kleben einfach Pflaster.“

Dass Steine nicht unbedingt am Boden liegen müssen, zeigt der Bildhauer Jürgen Zaun am Silberseeufer: „Es muss ja nicht immer alles so sein, wie gewohnt“, sagt Zaun mit Blick auf seinen Steinkreis aus zwölf Granitblöcken, der in drei Metern Höhe am Baum hängt. Direkt am Wasser liegt ein Stein auf der Spitze eines langen gebogenen Furniereisens – und schwingt trotz seines Gewichts beim geringsten Windhauch.

Zu sehen sind außerdem Werke von Gisela Machalz, Irmin Kamp, André Schweers, Gabriella Fekete, Kai Savelsberg, Karin Habermann, Jörg Parsick-Mathieu, Leonie Heinrich, Zurab Gikashvili, Wiola Gaska, Anatol Herzfeld, Frank Merks und Viktor Nono.

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