Zufriedene Besucher bei „Film-Schau-Plätzen“ in Kamp-Lintfort

Picknicken und Film ansehen - so geht es bei der Veranstaltungsreihe „Film-Schau-Plätze NRW“.

Picknicken und Film ansehen - so geht es bei der Veranstaltungsreihe „Film-Schau-Plätze NRW“.

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Am Kloster Kamp in Kamp-Lintfort gastierte die Reihe Film-Schau-Plätze NRW. Viele Besucher waren gerüstet gegen Hunger, Durst und Kälte.

Der Regen am Nachmittag lässt nichts Gutes erahnen. Aber es kommt anders. Gegen 19 Uhr blitzt die Sonne hinter den Wolken hervor, und prompt rücken die ersten Besucher zum Filmevent auf der Wiese vor dem Kloster Kamp an. Mit Decken, Klappstühlen, großen Campingliegen, Tischen und reichlich Proviant bepackt, suchen sich die Freunde der „Film-Schau-Plätze NRW“ ein schönes Plätzchen vor den großen Leinwand. „Die Päpstin“, ein guter und auch passender Film zur Location, wird bei Einbruch der Dunkelheit gezeigt.

Viele Besucher kommen aus anderen Städten. Wie Bettina Lichtwitz mit ihrem Hund Raika aus Wuppertal. Sie ist echter Fan des NRW-Projektes und reist den „Schauplätzen“ schon seit Jahren hinterher. 19 verschiedene Orte des Geschehens in ganz NRW – bereits bekannte und auch neue – können die Filmfreunde alljährlich in den Sommerferien besuchen – seit 22 Jahren. Noch letzte Nacht hat Bettina Lichtwitz nach der Vorführung auf dem Marktplatz in Rees in einem Kuhstall übernachtet: „Rees ist wunderschön“, hat sie festgestellt. Heute schläft sie in einem „kleinen netten Dorf“ gleich in der Nähe.

Dass die angereisten Zuschauer durch die Filmvorführungen auch viele schöne Ortschaften in NRW kennenlernen, ist ganz im Sinne der Veranstalter: „Unser Projekt soll nicht nur die Freude am guten Film, sondern auch den Tourismus im Land fördern“, sagt Sabine Niewalda, zuständig für die Pressearbeit der „Film-Schau-Plätze“. „Viele Kommunen bewerben sich bei uns.“ Finanziert würden die Open-Air-Vorführungen zur Hälfte von den Kommunen und zur Hälfte von der NRW-Film- und Medienstiftung.

Komplett ausgerüstet gegen Hunger, Durst und die abendliche Kühle sind Boris, Christina, Mary, Andrea und Charles, die aus Moers und Duisburg stammen. „Wir haben den Film ,Der Name der Rose’ schon vor ein paar Jahren hier gesehen, das war wirklich schön“, meint Charles. Mary lobt das wunderschöne Ambiente am Kloster. Das wisse man nicht nur am heutigen Filmabend zu schätzen, sondern auch bei den vielen Ausflügen mit dem Rad. „Wir freuen uns schon sehr auf die Landesgartenschau“, erzählt Mary.

Familie Kamps aus Kamp hatte ihren Wohnwagen geplündert

Gleich nebenan am Tisch trifft man ebenfalls Vorbereitungen. Berni, Dodo, Jörg und Marianne Kamps sind da. „Wir sind Kampsche! Und wir haben den Wohnwagen geplündert“, meint Dodo und stellt Käsespieße, Frikos und Popcorn auf den Campingtisch.

Dann ist es doch noch fast voll geworden im Zuschauerraum vor der großen Leinwand. Und auch das Wetter spielt mit. Es wird eine sternenklare Nacht über dem Klosterberg.

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