Aufreger

Ärger über abgebaute Bänke im Mülheimer Forum

Center-Manager Daniel Wahle, im Hintergrund: Die mittlerweile abgebauten Bänke vor dem Drogeriemarkt.

Foto: Kerstin Bögeholz

Center-Manager Daniel Wahle, im Hintergrund: Die mittlerweile abgebauten Bänke vor dem Drogeriemarkt. Foto: Kerstin Bögeholz

Mülheim.   Weiterhinviele Beschwerden nach Abbau der Bänke vor dem Drogeriemarkt im Mülheimer Forum. Management will weitere Sitzmöglichkeiten schaffen.

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Seit einigen Wochen ärgern sich Besucher des Forums darüber, dass die einzig noch verbliebenen beiden Bänke vor dem Drogeriemarkt „dm“ im Erdgeschoss abgebaut wurden. Vor allem ältere Menschen beschwerten sich darüber, dass sie nun gar keine Möglichkeit mehr zum Sitzen und Verschnaufen finden.

Dass die Entfernung der Bänke eine solche „Welle der Empörung auslöst – damit hatten wir nicht gerechnet“, sagt Forum-Centermanager Daniel Wahle. In Briefen, Mails und persönlich hätten sich zahlreiche Menschen beim Management beschwert – teilweise mit wüsten Bedrohungen, „jenseits jeder Sachlichkeit“.

Brandschutz war gefährdet

Daniel Wahle erklärt: „Zum einen mussten wir die Bank aus sicherheitstechnischen Gründen abbauen.“ Stellenweise sei es in diesem Bereich so voll und eng gewesen, dass es schwierig wurde, freie Fluchtwege zu gewährleisten, der Brandschutz gefährdet gewesen sei. „Generell gab es zudem eine Belagerung durch immer gleiche Personenkreise“, sagt Wahle. Beschwerden von Kunden und Mietern habe es darüber gegeben. „Die Mitarbeiter der Drogerie hatten das Gefühl, dass der Kassenbereich von bestimmten Personen regelrecht inspiziert wurde.“

Eine kleinere Bank hat das Centermanagent im Erdgeschoss vorm Obsthändler mittlerweile wieder aufstellen lassen. „In den nächsten Tagen und Wochen werden weitere Sitzgelegenheiten hinzu kommen, die wir ohnehin aufstellen wollten“, versichert Wahle. Etwa im Obergeschoss gegenüber der Rolltreppen. „Als öffentlicher Raum möchten wir schließlich Sitzmöglichkeiten für die Kunden schaffen.“

Die neuen Bänke werden jedoch alle kleiner als bisher ausfallen. „Damit wir diese nach Bedarf verschieben können.“ So wolle das Center flexibel bleiben, um die Flächen für verschiedene Aktionen nutzen zu können. Zudem wirke man damit „Gruppenbildungen und einer Stammtischatmosphäre“ entgegen.

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