Notfälle

Ärztlicher Notdienst bezieht neue Praxis im Marien-Hospital

Die Notfallpraxis am Marien-Hospital ist umgezogen: Dr. Dorothea Stimpel, Dr. Thomas Nordmann und Uwe Brock vor dem Eingang, Kaiserstraße 50.

Die Notfallpraxis am Marien-Hospital ist umgezogen: Dr. Dorothea Stimpel, Dr. Thomas Nordmann und Uwe Brock vor dem Eingang, Kaiserstraße 50.

Foto: Michael Dahlke

Mülheim.   Die Notfall-Praxis der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ist jetzt im Neubau des Marien-Hospitals an der Kaiserstraße 50 zu erreichen.

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Der Ärztliche Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) hat im Marien-Hospital eine neue Notfall-Praxis bezogen. Immer dann, wenn es einem schlecht geht und der eigene Hausarzt seine Praxis geschlossen hat, können Patienten dort Hilfe bekommen. Der Ärztliche Notdienst befindet sich jetzt im Erdgeschoss des Neubaus an der Kaiserstraße 50.

Die Notfall-Praxis, die es seit 14 Jahren am Marien-Hospital gibt, hilft auch dabei, dass Patienten mit weniger schwerwiegenden Erkrankungen die Notfall-Ambulanz des Krankenhauses nicht belasten. Dort brauchen die Mediziner vor allem Zeit, um sich um Infarkte, Schlaganfälle oder Unfälle zu kümmern. Die Bronchitis oder die Blasenentzündung wird dagegen in der Notfall-Praxis der KV ärztlich versorgt.

„Wir arbeiten aber mit dem Krankenhaus Hand in Hand“, erklärt die Vorsitzende der KV, Dr. Dorothea Stimpel. Das bedeutet auch: Falls erforderlich, kann der Notarzt der KV die Einrichtungen der Klinik mit nutzen. Stellt sich ein Leiden als schwerwiegend heraus, helfen Mediziner der Klinik weiter. Der Geschäftsführer des Marien-Hospitals, Hubert Brams, spricht von einer Win-Win-Situation. „Wir sind keine Konkurrenz, können uns gut ergänzen.“

Patient entscheidet zwischen Praxis und Ambulanz

Nach wie vor gilt auch, dass der Patient entscheidet, ob er die Notfall-Praxis der KV aufsucht oder direkt die Notfallambulanz des Krankenhauses ein paar Meter weiter. In der Ambulanz des Krankenhauses wird nach einem speziellen Priorisierungsverfahren vorgegangen. Dabei wird zunächst anhand eines standardisierten Verfahrens festgestellt, wie schnell jemand einen Arzt benötigt, erklärt der Ärztliche Direktor des Marien-Hospitals, Dr. Thomas Nordmann.

Die Notfall-Praxis der KV versorgt im Schnitt zwischen 50 und 80 Patienten an einem Tag, in Spitzenzeiten – etwa bei einer Grippewelle – können es deutlich mehr sein. Die niedergelassenen Mediziner teilen sich die Dienste, einer ist immer vor Ort, ebenso eine weitere medizinische Mitarbeiterin. Die Notfall-Praxis ist über 11 61 17 zu erreichen.

Die Öffnungszeiten des Ärztlichen Notdienstes sind: Montag, Dienstag, Donnerstag von 19 bis 22 Uhr, Mittwoch und Freitag von 14 bis 22 Uhr und Samstag, Sonntag sowie an Feiertagen von 9 bis 22 Uhr. In der Nacht helfen die Notfall-Ambulanzen.

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