Theater

Bei den Kinderstücken wächst die Experimentierfreude

Die Uraufführung von Markolf Naujoks durchsetzt die Szenen mit live aufgeführten Songs und lässt so den Rissen in dieser Geschichte Raum.

Foto: Werner Meyer

Die Uraufführung von Markolf Naujoks durchsetzt die Szenen mit live aufgeführten Songs und lässt so den Rissen in dieser Geschichte Raum. Foto: Werner Meyer

Mülheim.   Das Kölner Comedia Theater zeigt „Weiß ist keine Farbe“ von Christina Kettering. Kinderstücke spielen am 17. Mai im Ringlokschuppen.

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Das Stück „Weiß ist keine Farbe“ der Autorin Christina Kettering wird am Donnerstag im Rahmen der Kinderstücke gezeigt. Das Comedia Theater aus Köln ist zu Gast im Ringlokschuppen. Es handelt von falschen Vermutungen und fragt nach dem richtigen Verhalten dazu. Zum Inhalt: Anna und Berkay glauben, dass mit ihren neuen Nachbarn etwas nicht stimmt. Lynn ist dunkelhäutig, ihre Tochter Sophie aber weiß. Außerdem verhält sich Sophie seltsam abweisend. Wurde sie entführt? Die beiden Freunde wollen wie Detektive das Geheimnis von Sophie herausfinden. Im Gespräch erzählt die Autorin von der Handlung und dem Schaffensprozess.

Sie sind zum ersten Mal für den Mülheimer Kinderstücke-Preis nominiert. Worauf freuen Sie sich am meisten?

Ich freue mich vor allem darauf, die anderen Stücke sehen zu können und auf den Austausch mit den Kollegen und Kolleginnen.

Worum geht es in „Weiß ist keine Farbe“?

Im Grunde geht es um Ungerechtigkeit, die Wut darüber und den Umgang mit dieser Wut. Und eben auch um die Überforderung der Beteiligten und das Ende der Unschuld.

Wo und wann schreiben Sie am besten?

Am besten Zuhause. Und am besten dann, wenn ich alleine bin – da ist die Tageszeit relativ egal. Generell brauche ich vor allem Ruhe. Und zu früh am Morgen funktioniere ich nicht so gut.

Mit wem sprechen Sie am liebsten über Ihre Texte?

Ich hatte bei den letzten beiden Stücken, die ich gemeinsam mit Theatern entwickelt habe („Weiß ist keine Farbe“ und „Running“ am Theater Heilbronn) das Glück einer sehr guten Zusammenarbeit mit dem künstlerischen Team. Das war auch ein guter Austausch über die jeweiligen Texte. Markolf Naujoks (dem Regisseur von „Weiß ist keine Farbe“) schicke ich auch andere Texte, und er wiederum mir. Da besteht ein großes Vertrauen. Ebenso zu meinem Verlag.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Kindertheaters?

Ich glaube, dass im Kindertheater viel passiert im Moment, das macht es so spannend. Es gibt viele lebendige Debatten, eine echte Auseinandersetzung mit dem Publikum und vor allem in den vergangenen Jahren auch eine ästhetische Entwicklung und Experimentierfreude, die auch zunehmend gefördert wird.

Ich wünsche dem Kindertheater generell, dass es diese Auseinandersetzung intensivieren kann, dass es als Kunstform noch ernster genommen wird und dies auch finanziell honoriert wird.

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