Feuerwehr

Beutel mit Buttersäure auf Balkon in Mülheim geplatzt

Im Mülheim war ein Beutel mit Buttersäure auf einem Balkon gelandet. Die Feuerwehr wie auch die Polizei waren im Einsatz.

Foto: Rene Anhuth / ANC-NEWS

Im Mülheim war ein Beutel mit Buttersäure auf einem Balkon gelandet. Die Feuerwehr wie auch die Polizei waren im Einsatz.

Mülheim.   In Mülheim sind Feuerwehr und Polizei Donnerstagmorgen ausgerückt, weil ein Anwohner einen Beutel mit Buttersäure auf dem Balkon entdeckt hat.

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Ein Anwohner eines dreigeschossigen Mehrfamilienhauses im Flockenweg in Mülheim-Speldorf hat am Donnerstagmorgen gegen 7.15 Uhr Alarm geschlagen: Ein Beutel mit einer stark riechenden Flüssigkeit lag auf seinem Balkon im ersten Stockwerk. Bei der Flüssigkeit handelt es sich laut Polizei und Feuerwehr um die extrem übelriechende Buttersäure.

Der Plastikbeutel, der ungefähr so groß wie ein Butterbrotbeutel war, war geplatzt. Die Säure benetzte Pflanzen in Blumenkübeln und griff nach Angaben der Feuerwehr auch den Balkonboden an - zum Glück jedoch nur auf einer sehr kleinen Fläche. Da Buttersäure wasserlöslich ist, spritzte die Feuerwehr Mülheim, die mit elf Einsatzkräften in leichten Chemiekalienschutzanzügen vor Ort war, alles ab. In zwei der insgesamt sechs Wohnungen roch es nach Buttersäure. Die Bewohner dieser beiden Wohnungen verließen während des gut einstündigen Feuerwehreinsatzes das Haus, ihre Wohnungen wurden mit einem Drucklüfter belüftet.

Ursache oder Motiv noch unklar

Den geplatzten Beutel entsorgte die Feuerwehr bei der Schadstoffannahme der Stadt. Es habe laut Feuerwehr keine "akute Gefahr" bestanden. Verletzt wurde nach derzeitigem Erkenntnisstand niemand.

Wie der Beutel auf den Balkon kam, ob er eventuell geworfen wurde oder jemand zum Balkon hinaufgeklettert war, ist derzeit noch unklar. Ein mögliches Motiv könnte vielleicht ein Nachbarschaftsstreit sein. "Doch dazu gibt es keinen konkreten Tatverdacht", sagt eine Polizeisprecherin.

Weiterer Einsatz an der Aktienstraße

Zeitgleich zum Buttersäure-Einsatz musste die Feuerwehr an der Aktienstraße einen Brand löschen. Kurz vor acht Uhr war am Donnerstag der Alarm eingegangen, dass es in einem Verwaltungsgebäude nach Brandrauch rieche und Teile des Hauses leicht verraucht seien. Die Löschzüge aus Broich und Heißen, der Führungsdienst, zwei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie weitere Sondereinsatzfahrzeuge rückten aus.

Im Keller des Gebäudes brannten aus noch ungeklärter Ursache Aktenordner, welche sofort gelöscht wurden. Personen kamen nicht zu Schaden. Intensive und aufwendige Lüftungsmaßnahmen machten das Gebäude wieder rauchfrei. Für etwa zwei Stunden war die Aktienstraße in Fahrtrichtung Essen durch die Polizei gesperrt. (JaK)

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