Vorabi-Party

Chaos in Mülheimer Diskothek: Staatsanwaltschaft prüft nun

Im Ballermann 6 an der Sandstraße ist viel los - besonders die Vorabi-Partys sind gut besucht.

Im Ballermann 6 an der Sandstraße ist viel los - besonders die Vorabi-Partys sind gut besucht.

Foto: Ballermann 6

Mülheim.  Gut einen Monat nach dem Vorfall in der Diskothek „Ballermann 6“ an der Mülheimer Sandstraße hat die Polizei die Ermittlungen nun abgeschlossen.

Großes Chaos hatte es Mitte Dezember in der Mülheimer Diskothek „Ballermann 6“ auf einer Vorabi-Party gegeben. Grund waren offenbar Probleme an der Garderobe. Viele Jugendliche und ihre Eltern warfen den Mitarbeitern des Clubs Freiheitsberaubung und Körperverletzung vor.

Mittlerweile hat die Polizei ihre Ermittlungen abgeschlossen, zahlreiche Zeugen gehört und Tatverdächtige vernommen. Nun liegt die Akte bei der Staatsanwaltschaft. „Diese bewertet den Fall und prüft, ob der Straftatbestand tatsächlich erfüllt ist“, erklärt Polizeisprecherin Judith Herold.

Alarmierte Eltern kamen mitten in der Nacht zum Club an der Sandstraße

Zum Hintergrund: In der Disco fand in der Nacht von Freitag auf Samstag, 14./15. Dezember, eine Vorabi-Party mit Hunderten feiernden Jugendlichen statt, als es gegen 3.30 Uhr zu Tumulten kam. Laut Polizei war die Ausgabe an der Garderobe wohl unorganisiert und am Ende völlig zusammengebrochen. Das Personal habe die Gäste daraufhin festgesetzt, nach Aussagen von Jugendlichen sei ihnen sogar verboten worden, zur Toilette zu gehen. Viele riefen daraufhin die Polizei zur Hilfe.

Zahlreiche Streifenwagen der Mülheimer Wache rückten aus, zusätzlich kam Verstärkung aus Essen. Vor dem Eingang des „Ballermann 6“ standen schon zahlreiche durchgefrorene Jugendliche, die es geschafft hatten, den Club zu verlassen, aber nicht mehr hinein konnten, um ihre Sachen zu holen. Auch alarmierte Eltern waren mitten in der Nacht vor Ort, um ihre Kinder abzuholen. Die Jugendlichen berichteten, im Partyclub habe es Tumulte und Nötigungen gegeben. Zahlreiche Jugendliche und ihre Eltern erstatteten daraufhin Anzeige.

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