Corona-Newsblog

Corona in Mülheim: Wieder Besuchsverbot im Ev. Krankenhaus

Coronavirus: Fachbegriffe kurz erklärt

In der Berichterstattung über Corona verwenden Experten und Politiker viele Fremdwörter und Abkürzungen. Im Video werden die häufigsten Corona-Begriffe erklärt.

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Mülheim.  Der Inzidenzwert in Mülheim liegt am Dienstag laut RKI bei 104,9. Das Evangelische Krankenhaus verbietet Besuche. Unser Newsblog.

In unserem Newsblog berichten wir fortlaufend über aktuelle Ereignisse, Infizierten-Zahlen und Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie in Mülheim. Den Covid-19-Newsblog für NRW lesen Sie hier. den für Deutschland finden Sie hier.

Im Folgenden lesen Sie das neueste Update aus Mülheim

27.10., 15.50 Uhr: Besuchsverbot im Evangelischen Krankenhaus

Das Evangelische Krankenhaus verhängt ein generelles Besuchsverbot. Es gilt ab Mittwoch, 28. Oktober. Grund sind die steigenden Infektionszahlen und die hohen Inzidenzwerte in Mülheim. Ausnahmen gelten nur für Schwerstkranke, Palliativpatienten und Kinder: Dort sind nach Absprache mit den verantwortlichen Ärzten Sonderbesuchsrechte möglich. Auch für den Kreißsaal gilt eine Ausnahmeregelung: Unter der Geburt darf eine Person die werdende Mutter begleiten, Familienzimmer sind weiterhin möglich. Alle Besucher müssen sich zur Registrierung an der Information im Eingangsbereich anmelden.

„Die Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeitenden steht für uns im Mittelpunkt“, erklärt Nils B. Krog, Vorstandsvorsitzender der Ategris, Trägerin des Evangelischen Krankenhauses. „Uns ist bewusst, dass das für Patienten und Angehörige eine schwierige Situation ist, daher hatten wir gehofft, ein erneutes Besuchsverbot zu vermeiden.“ Das sei aufgrund der aktuellen Zahlen aber leider nicht mehr möglich. Angehörige und Freunde können für Patienten Taschen oder Geschenke an der Information abgeben. Sie werden auf die Zimmer gebracht.

27.10., 7.25 Uhr: Inzidenzwert nun bei 104,9

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Mülheim ist am Dienstag leicht gesunken, liegt aber nach wie vor über 100. Laut Robert-Koch-Institut sind innerhalb der vergangenen Woche 104,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in Mülheim gemeldet worden. Laut RKI hat sich die Zahl der Coronatoten in der Stadt nicht verändert und lag auch am Dienstag bei 16 Menschen.

Im Dashboard der Stadt, in das täglich die aktuellen Zahlen einlaufen, sind derzeit 229 aktuell Infizierte aufgeführt. Das sind zwölf mehr als am Montag. Bislang haben sich seit Beginn der Pandemie 1053 Mülheimer mit dem Coronavirus infiziert; 808 gelten als geheilt.

26.10., 7.45 Uhr: Inzidenzwert nun über 100

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet, dass die Sieben-Tage-Inzidenz nun auch Mülheim über 100 liegt: 107,8 ist der Wert, den das RKI am Montag in seine aktuellen Übersicht nennt. Damit ist die Zahl im Vergleich zu Sonntag um mehr als 20 Punkte gestiegen. Die RKI-Zahlen weichen allerdings von denen der Stadt ab. So sind laut RKI in Mülheim seit Beginn der Pandemie 1009 Corona-Fälle erfasst worden. Die Stadt nannte am Sonntag 17 Fälle mehr. Laut RKI sind in Mülheim bis dato 16 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

25.10., 16 Uhr: Zahl der Fälle liegt bei 1036

Der Inzidenzwert ist am Sonntag weiter gestiegen und liegt nun laut Robert-Koch-Institut bei 86,2. Die Stadt vermeldet am Sonntag insgesamt 1036 Corona-Fälle, davon sind 217 Menschen aktuell positiv mit dem Coronavirus infiziert, 803 gelten als geheilt. Insgesamt befinden sich 846 Menschen in Quarantäne.

Am morgigen Montag wird der Krisenstab der Stadt erneut tagen, dann soll das weitere Vorgehen besprochen werden, sollten die Zahlen weiter ansteigen. Denn die Entwicklungen in den Nachbarstädten deutet darauf hin: Duisburg hat aktuell eine Inzidenz von 174,1, Essen von 114,1 und Oberhausen 93,5.

Die Maskenpflicht in der Innenstadt und den Stadtteilen wird weiter heftig diskutiert. Nicht alle Mülheimer halten sich an die Vorgaben, wie unsere Reportage von Samstag zeigt.

24.10., 8.55 Uhr: Inzidenzwert steigt wieder

Der Inzidenzwert in Mülheim ist nach einem kurzen Rückwärtstrend wieder gestiegen. Laut RKI liegt er am Samstag bei 72,7. NRW-weit ist die Inzidenz auf 87,5 gestiegen. 4370 neue Infektionen meldet das RKI – so viele, wie in keinem anderen Bundesland. Allerdings hatte es eine Datenpanne gegeben, wegen der zahlreiche Fälle nachgemeldet wurden.

Für Mülheim geht das RKI von 925 Covid-19-Erkrankungen seit Beginn der Pandemie aus. Das sind 36 mehr als am Freitag. Im städtischen Dashboard sind bereits 967 Fälle aufgeführt. Die Stadt meldet am Wochenende keine Zahlen an das Robert-Koch-Institut, im eigenen Dashboard laufen aber Infektionszahlen ein.

23.10., 13.45 Uhr: Diese Restaurants haben wegen Corona geschlossen

Seit der Wiedereröffnung der Gastronomie hatte sich die Situation für die Mülheimer Restaurantszene ein wenig entspannt. Der ein oder andere hatte neue Hoffnung geschöpft. Doch die zweite Welle trifft die Gastronomen mit voller Breitseite. Einige von ihnen mussten bereits schließen. Doch es gibt auch Neueröffnungen.

23.10., 8.20 Uhr: Inzidenzwert steigt wieder leicht auf 60,4

Der Inzidenzwert für Mülheim ist am Freitag laut Robert-Koch-Institut (RKI) wieder leicht angestiegen: von 59,2 am Vortag auf nun 60,4. NRW-weit liegt dieser Wert bei 74,46. Das RKI geht von 889 Fällen insgesamt seit dem Beginn der Pandemie in Mülheim aus. Die steigenden Infektionszahlen haben offenbar dazu beigetragen, dass in Mülheim wieder gehamstert wird. In Supermärkten und Discountern nimmt die Nachfrage nach Toilettenpapier zu.

22.10., 8.45 Uhr: Fallzahlen sinken in Mülheim und steigen in den Nachbarstädten

Die Sieben-Tage Inzidenz ist in Mülheim am Donnerstag etwas gesunken. Laut Robert-Koch-Institut liegt der Wert nun bei 59,2. Mittlerweile ist klar: Nur rund ein Viertel der Corona-Infektionen in Mülheim lässt sich noch nachverfolgen. Auch über die Maskenpflicht auf den Straßen herrscht Unverständnis in der Bürgerschaft. Lesen Sie hier einen Kommentar, warum die Stadt den Unmut der Bürger ernst nehmen sollte.

In den Mülheimer Nachbarstädten steigen hingegen die Infektionszahlen weiter an: Essen meldet eine Inzidenz von 79,6 Oberhausen von 60,7 und Duisburg sogar von 105,7.

21.10., 8.45 Uhr: Inzidenzwert steigt am Mittwoch weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist am Mittwoch erneut gestiegen. Sie liegt in Mülheim nun bei 75,6, wie das RKI meldet. 154 Mülheim gelten derzeit als mit dem Coronavirus infiziert. 644 Bürger befinden sich in Quarantäne.

In NRW liegen am Mittwoch sieben Städte über einem Inzidenzwert von 100. Das gesamte Ruhrgebiet gilt als Risikogebiet. So ist die Lage in den Mülheimer Nachbarstädten: Essen meldet eine Inzidenz von 72,2, Oberhausen von 52,2 und Duisburg von 100,1.

20.10., 14 Uhr: Die Maskenpflicht gilt auch auf der Eppinghofer Straße

Die Maskenpflicht in Mülheim besteht ab sofort auch für die Eppinghofer Straße, teilte die Stadt am Dienstag mit: und zwar vom Kurt-Schumacher-Platz bis hin zur Aktienstraße. Dieser Bereich wurde am Montag von der Stadt vergessen, mit in die Liste aufzunehmen. Viele Mülheimer Bürger hatten sich schon gewundert, dass die Innenstadt unter die Maskenpflicht fallen sollte, aber die Eppinghofer Straße mit ihren vielen Läden nicht.

In der nächsten Zeit dürfte das Ordnungsamt nicht nur auf der Eppinghofer Straße in Stichproben die Einhaltung der Maskenpflicht kontrollieren, die vorerst bis Ende des Monats gilt.

20.10., 11 Uhr: Gaststätten müssen von 23 bis 6 Uhr schließen

Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt in Mülheim laut Robert-Koch-Institut am Dienstag bei 70,9. Mülheim ist schon seit der vergangenen Woche in der Gefährdungsstufe 2. Die Stadtverwaltung verweist heute auf die ergänzte Allgemeinverfügung zur Coronaschutzverordnung mit folgenden Regeln , die ab sofort gelten.

Gaststätten sind von 23 bis 6 Uhr zu schließen; der Ausschank und Verkauf von alkoholischen Getränken ist in dieser Zeit verboten. Bei Veranstaltungen im Innen- und Außenbereich sind maximal 100 Personen zulässig. Ausnahmen gelten laut Stadtverwaltung unter anderem für Beerdigungen und Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz.

Inhaber, Beschäftigte sowie Besucher müssen in geschlossenen Räumlichkeiten bei Konzerten, Aufführungen und sonstigen Veranstaltungen und Versammlungen sowie als Zuschauer von Sportveranstaltungen eine Mund-Nase-Bedeckung auch am Sitz- oder Stehplatz tragen.

An privaten Festen aus herausragendem Anlass außerhalb einer Wohnung dürfen höchstens zehn Personen teilnehmen. In der Öffentlichkeit dürfen sich außerhalb von Familien und Personen zweier Hausstände nur noch Gruppen von höchstens fünf Personen treffen.

Im fußläufigen Bereich diverser Mülheimer Einkaufs-Straßen muss montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 16 Uhr eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden.

20.10., 8.30 Uhr: Inzidenzwert in Mülheim bei 70,9

Der Inzidenzwert ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Dienstag auf 70,9 gestiegen. Ein Wert von über 70 wurde von der Stadtverwaltung erwartet, wenn die Infiziertenzahlen vom Wochenende in die Statistik eingepflegt wurden. Das geschieht nach den Wochenenden mit Verzögerung. Das RKI geht von 845 Infiziertenfällen insgesamt aus, 148 Personen waren gestern aktuell positiv getestet. Ab heute gilt in einigen Mülheimer Straßen Maskenpflicht.

In den Nachbarstädten sieht es teils besser, teils schlechter aus: Laut RKI liegt der Inzidenzwert in Essen derzeit bei 65,7. 2924 Menschen haben sich dort insgesamt infiziert. In Oberhausen liegt die Inzidenz mit 52,7 nun auch über dem kritischen Wert, der eine Stadt zum Hotspot macht. 804 Personen sind dort insgesamt sei Beginn der Pandemie infiziert worden.

In Duisburg liegt der Inzidenzwert bei 93,8 bei 3765 Infizierten insgesamt. Sehr hohe Werte verzeichnen laut RKI Gelsenkirchen mit 104,8 und Herne mit 115,7 bei 1683 (Gelsenkirchen) und 914 insgesamt infizierten Bürgerinnen und Bürgern.

19.10., 19 Uhr: Diese Mülheimer Straßen sind von der Maskenpflicht betroffen

Die betroffenen Straßen in den Stadtteilen: Düsseldorfer Straße von Straßburger Allee bis Kölner Straße; Duisburger Straße von Nr. 187 bis Karlsruher Straße; Prinzeß-Luise-Straße von Bülow- bis Pestalozzistraße; Oberhausener Straße von Roonstraße bis Augustastraße; die Parkplätze im Bereich des Einkaufszentrums Heifeskamp/Mannesmannallee; Hingbergstraße von Heinrich-Lemberg-Straße bis Bushaltestelle Heißen-Kirche; Honigsberger Straße von Nr. 64 bis Kreisverkehr; Hardenbergstraße von Heinrich-Lemberg-Straße bis Kreisverkehr; Paul-Kosmalla-Straße von Kreisverkehr bis Hausnummer 13; Zeppelinstraße von B1 bis Dinnendahlshöhe.

Betroffene Straßen im Stadtzentrum: Schloßstraße; Kurt-Schumacher-Platz; Leineweber Straße von Ruhrstraße bis Kaiserplatz; Wallstraße von der Friedrich-Ebert-Straße bis Viktoriastraße; Viktoriastraße; Kohlenkamp von Leineweberstraße bis Wallstraße; Löhberg; Rathausmarkt; Schollenstraße; Straße am Rathaus; Friedrich-Ebert-Straße von Leineweberstraße bis Bahnstraße; Ruhrpromenade von Schlossbrücke bis Bahnstraße; Bachstraße; Stichstraße SQS Stadtquartier.

19.10., 16 Uhr: Maskenpflicht in der Innenstadt ab Dienstag

In der Mülheimer Innenstadt gilt ab Dienstag, 20. Oktober, eine Maskenpflicht. Auch in den Einkaufsbereichen in den Stadtteilen, wie zum Beispiel an der Düsseldorfer Straße, müssen die Passanten und Kunden ab Dienstag Mund- und Nasenschutz tragen. Das hat der große Krisenstab am Montagnachmittag beschlossen.

In Mülheim darf es zudem bis zum 31. Oktober keine Veranstaltungen mehr mit über 100 Personen geben. Diese Maßnahmen werden mit den steigenden Infektionszahlen begründet: Mit den Zahlen vom Wochenende wird der Inzidenzwert in den kommenden Tage weit über 70 liegen, schätzt die Stadtverwaltung.

19.10., 9.40 Uhr: Inzidenzwert bleibt auf Niveau des Wochenendes

Der Inzidenzwert hat sich seit gestern nicht wesentlich verändert. Er liegt laut RKI heute bei 60,9.

19.10., 9.20 Uhr: Krisenstab tagt heute wieder

Der Krisenstab der Stadt tagt heute um 12.30 Uhr, die „allgemeine Corona-Lage“ soll besprochen werden. Es wird um die neue Coronaschutzverordnung gehen und unter anderem auch um die Frage, wie Kontrollen durchgeführt werden können. Um 12 Uhr gibt es auch die neusten Zahlen zur Pandemie in Mülheim.

18.10., 12.10 Uhr: Inzidenz sinkt laut RKI in Mülheim am Sonntag auf 62,1

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts liegt die Sieben-Tages-Inzidenz am Sonntag in Mülheim bei 62,1. Dementsprechend gilt die Stadt weiter als Corona-Risikogebiet, es gelten weiter strengere Regeln. Am Samstag lag die Inzidenz laut RKI bei 66,2. Auch am Sonntag zählt das RKI 799 Coronafälle seit Ausbruch der Pandemie in Mülheim.

Da das RKI (Robert Koch-Institut ) bei seinem Inzidenz-Wert vom Sonntag, 18.10.2020, 0 Uhr, die ihm zuletzt von der Stadt gemeldeten Infiziertenzahlen zugrunde legt, könnte die Inzidenz dennoch etwas höher als der Wert von 62,1 sein.

Die Stadt Mülheim hat am Sonntag um 12 Uhr ihre Infiziertenzahlen zuletzt auf ihrer Homepage aktualisiert, da lagen die Zahlen insgesamt bei 853 (am Samstag: 824). Aktuell positiv getestet waren demnach am Sonntag 161 Mülheimer, am Samstag noch 145 Mülheimer.

Aus personellen Gründen gibt die Stadt am Wochenende aber keine Meldungen an das RKI weiter. Dieses hat also auch am Sonntag noch mit 799 Infizierten gerechnet. Die Stadt Mülheim hat am Sonntag noch den RKI-Inzidenz-Wert vom Freitag in ihrer Tabelle, der bei 68 lag.

17.10., 10.30 Uhr: Sieben-Tage-Inzident sinkt leicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Mülheim ist am Samstag laut Zahlen des Robert-Koch-Institut leicht gesunken, von 68 auf 66,2. Demnach haben sich von Freitag auf Samstag 16 Menschen in Mülheim neu infiziert. Insgesamt zählt Mülheim seit Ausbruch der Pandemie 799 Coronafälle.

16.10., 16.30 Uhr: Lehrer fordern Maskenpflicht und Luftfilteranlagen an Schulen

Die Pädagogen-Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Mülheim mahnt einheitliche Regelungen im Schul- und OGS-Betrieb nach den Ferien an. Zudem fordert der GEW-Stadtverband Maskenpflicht und Luftfilteranlagen. Die Fortsetzung der Testmöglichkeiten für Lehrer und Erzieher wird ausdrücklich begrüßt.

Seit dem Lockdown seien Schulen mit einem Hin und Her konfrontiert worden, so Andrea Schindler, Mitglied des GEW-Leitungsteams. Zuletzt wurde die Maskenpflicht für Unterricht an Grundschulen zurückgenommen. „Aus pädagogischer Sicht ist dies nicht nachvollziehbar. Die Kinder haben die Regeln schnell verinnerlicht. Kinder brauchen Verlässlichkeit“, so Schindler.

Warum in Klassenräumen und OGS-Gruppen keine Maskenpflicht gelten soll, ansonsten überall, wo fremde Menschen zusammen sind, ist für die GEW nicht nachvollziehbar. „Einheitliche Maskenpflicht wäre ein dienliches Instrument des Arbeitsschutzes, schließlich kann man in Klassenräumen keinen Mindestabstand einhalten.“ Und trotz der Hinweise, erkältete Kinder zu Hause zu lassen, müssten immer wieder kränkelnde Schüler aus dem Unterricht geschickt werden.

Aus Sorge vor vermehrten Corona-Infektionen regt die GEW eine kontaktlose Fiebermessung am Schul- und Kitaeingang an. „Das ständige Lüften, der Durchzug und die kalten Räume bereiten uns Sorgen“, so Schindler. „Es gab schon vor den Herbstferien viele Krankmeldungen.“ Wie solle das weitergehen, wenn es erst richtig kalt werde? Geld für CO2-Ampeln sollte man sparen und für Luftfiltergeräte einsetzen. Damit könnte man die Virenlast in Klassenräumen reduzieren, ohne Kälte und Zugluft in Kauf zu nehmen. Der Kostenfrage für die Anschaffung von Luftfilteranlagen setzt Schindler den zu erwartenden Anstieg der Heizkosten durch ständiges Lüften entgegen.

Eine Verlängerung der Weihnachtsferien sieht das GEW-Leitungsteam kritisch: „Damit ist keinem geholfen, schon gar nicht den Eltern, die den Urlaub nicht nehmen können.“ Es müssten zudem andere Ferienzeiten verkürzt werden, was neben Betreuungsschwierigkeiten auch schulorganisatorische Probleme gebe.

Da Mülheim jetzt Corona-Risikogebiet sei, sollte es laut GEW klare Vorgaben für die Teilung großer Klassen geben. Ebenso wünscht sich der GEW-Stadtverband, dass die Schulministerin nun zügig Szenarien für Präsenzunterricht und Homeschooling entwickelt und damit nicht bis zum letzten Tag der Ferien.

16.10., 14.30 Uhr: Ministerpräsident hat die Stadtspitze unterrichtet

In einer Videokonferenz hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Kommunen über die verschärften Corona-Regeln unterrichtet. Die Schalte begann um 13 Uhr. Als Vertreter der Stadt Mülheim haben Oberbürgermeister Marc Buchholz und Stadtdirektor Frank Steinfort daran teilgenommen. Wie die neue Corona-Schutzverordnung vor Ort konkret umgesetzt wird, werde am Montag im Krisenstab erörtert, teilte Stadtsprecher Volker Wiebels mit.

16.10., 12 Uhr: Diagnosezentrum erweitert seine Öffnungszeiten

Wegen der hohen Infektionszahlen und des damit verbundenen Testbedarfs weitet die Stadt die Öffnungszeiten im Corona-Diagnosezentrum an der Mintarder Straße in Abstimmung mit der kassenärztlichen Vereinigung aus. Ab kommenden Montag werden symptomatische Patienten nach Überweisung vom Hausarzt von 9 bis 13 Uhr und asymptomatische Personen (Rückreisende und Verreisende) in der Zeit von 13 bis 14 Uhr getestet. Das Buchungssystem im Internet wurde entsprechend angepasst: https://www1.muelheim-ruhr.de/corona/terminbuchung/vormittags.

16.10., 8.20 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Mülheim auf 68,0 gestiegen

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Mülheim von Donnerstag auf Freitag erneut deutlich angestiegen und liegt jetzt bei 68,0. Dies meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) gegen 0 Uhr. Nach RKI-Zahlen haben sich seit Beginn der Pandemie insgesamt 783 Menschen in Mülheim mit dem Coronavirus angesteckt. In ganz NRW liegt laut RKI der Inzidenz-Wert der Ansteckungen der letzten 7 Tage auf 100.000 Einwohner bei 49,81. Die Nachbarstadt Essen steht derzeit bei 54,6.

15.10., 18.50 Uhr: Maskenpflicht auch auf dem Sportplatz

Auch in Mülheim wird an diesem Spieltag auf dem Fußballplatz Maske getragen – so die Vorgabe zum Corona-Schutz. Die Vereine müssen das umsetzen. Hier unser Bericht dazu.

15.10., 17.50 Uhr: Polizei unterstützt Ordnungsamt bei Kontrollen

Die Stadtverwaltung kündigt an, sich mit ihren vorhandenen, knappen Personalressourcen im Ordnungsamt ab sofort noch mehr auf die Kontrollen der Sperrstunde und der privaten Feiern im öffentlichen Raum konzentrieren zu wollen. „Wir werden schauen, wie wir unser Personal da priorisierend einsetzen, zusätzliches Personal wird es nicht geben“, so Stadtsprecher Volker Wiebels. Stadtdirektor Frank Steinfort, gleichsam Ordnungsdezernent, sagte derweil, dass sich die Polizei bereit erklärt habe, das Ordnungsamt bei Kontrollen von Festen zu unterstützen.

15.10., 17.25 Uhr: Seniorenheim-Betreiber wollen ihre Besuchsregeln nicht verschärfen

Auch wenn Mülheim jetzt offiziell als Corona-Hot-Spot gilt: In den Pflegeheimen der Evangelischen Altenhilfe und von Contilia (katholisch) sollen die Vorschriften für Bewohner, Beschäftigte und Besucher zunächst nicht geändert werden.

In den vergangenen Monaten habe man viele Erfahrungen im Umgang mit der Corona-Pandemie sammeln können, heißt es von Seiten der Contilia-Geschäftsführung. „Dabei geht es in erster Linie um das verantwortungsbewusste Zusammenspiel zwischen notwendigem Infektionsschutz und notwendiger sozialer Teilhabe.“

Diese erprobten Regeln und Abläufe hätten sich bewährt und könnten unverändert auch in der momentanen Lage gelten. „Die Einstufung als Risikogebiet hat daher keinen direkten Einfluss auf unsere Einrichtungen“, erklärt das katholische Unternehmen, das in Mülheim die drei Pflegeheime Franziskushaus, Hildegardishaus und Seniorenstift St. Engelbertus betreibt.

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15.10., 17.20 Uhr: Seniorenheim-Betreiber fordert Schnelltests

Die rapide steigenden Infektionszahlen sorgen vor allem dort für Beunruhigung, wo es um die Betreuung von Risikopersonen geht, so in den Seniorenheimen.

„Die steigenden Zahlen sind für uns besorgniserregend. Wir warten schon sehr lange darauf, dass flächendeckend Schnelltests für unsere Bewohner und Mitarbeiter möglich werden“, so Christoph Happe, Leiter der Sozialdienste der Evangelischen Altenhilfe. Die Evangelische Altenhilfe betreibt in Mülheim Haus Ruhrblick und Haus Ruhrgarten mit insgesamt 113 Bewohnern. Weil das Besuchsrecht nicht einzuschränken sei, seien regelmäßige Schnelltests die einzige Möglichkeit, die Risiken in den Häusern zu minimieren, sagte er am Donnerstag.

Bislang scheitere der Vollzug bei den Schnelltests, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schon länger in Aussicht stellt, an den Kapazitäten, so Happe. Mit Sorge blickt die Evangelische Altenhilfe auf die Erkältungszeit. „Jeder mit Symptomen wird hier mit äußerster Vorsicht behandelt“, so Happe, der auch einen Appell an Angehörige richtet: „Je weniger Menschen von außen ins Haus kommen, desto besser können wir unsere Bewohner schützen.“

Das Problem mit den Schnelltests in Seniorenheimen bereitet auch der Stadt zurzeit Kopfzerbrechen. „Wir sind jetzt verpflichtet, Bewohner und Mitarbeiter alle 14 Tage zu testen. Wie wir das machen sollen, wissen wir noch nicht“, verweist Stadtsprecher Volker Wiebels einerseits darauf, dass die Kapazität beim Gesundheitsamt und bei den niedergelassenen Ärzten beschränkt sei.

Andererseits habe die Stadt aktuell eine Anfrage an das Land gerichtet, „wo wir die Schnelltests herkriegen sollen“. Nach Kenntnis der Stadt gebe es nur zwei Hersteller, „die haben ihre Lieferampel auf Rot“. Die Stadt hofft, dass die Beschaffung von Schnelltests zentral vom Land gesteuert wird.

15.10., 17.10 Uhr: Die neue Allgemeinverfügung für Mülheim ist raus

Nachdem Mülheim in der Nacht zum Donnerstag wie viele andere Städte im Ruhrgebiet zum Corona-Hotspot geworden ist, wird das öffentliche Leben nun wieder schärfer reguliert. Eine neue Allgemeinverfügung soll am Freitag in Kraft treten. Eine Übersicht, was geht und was nicht mehr, finden Sie hier.

15.10., 14.50 Uhr: Stadt will ihre Bürgerdienste nicht wieder einschränken

Die Stadtverwaltung wird ihre Dienstleistungen für Bürger nicht wieder – wie im Frühjahr geschehen – runterfahren. Das sei nicht notwendig, so Stadtsprecher Volker Wiebels. Man habe seinerzeit alle Maßnahmen für einen sicheren Publikumsverkehr getroffen, so dass man damit auch als Hotspot-Stadt gerüstet sei.

Eine Einschränkung verkündete die Stadtverwaltung aber doch schon am Donnerstagmorgen: Die Ausländerbehörde bat da, nur in dringenden Fällen persönlich ins Amt zu kommen. Fragen oder die Übermittlung von Unterlagen könnten über die Mail-Adresse Auslaenderbehoerde@muelheim-ruhr.de abgewickelt werden.

15.10., 14.30 Uhr: Neue Allgemeinverfügung geht heute raus

Die Krisenstabssitzung ist beendet. In der kommenden Stunde wird die Stadt eine neue Allgemeinverfügung veröffentlichen. Allerdings wird sie erst morgen mit einer Veröffentlichung im Amtsblatt rechtsverbindend.

Wie Stadtsprecher Volker Wiebels ankündigt, wird die Allgemeinverfügung noch nicht aufgreifen, was am Mittwoch Kanzlerin Merkel und die Länderchefs ausgehandelt haben. Hintergrund sei, dass hierzu noch keine neue Coronaschutzverordnung des Landes herausgegeben sei, auf die die Kommunen rekurrieren könnten.

So wird die Allgemeinverfügung, an der die Stadt gerade arbeitet, wohl nicht lange Bestand haben, setzt sie etwa die Sperrstunde für Gastronomiebetriebe noch auf 1 Uhr fest, obwohl sich Bund und Ländern mit 23 Uhr auf eine schärfere Regelung verständigt hatten.

Eine weitere Regelung wird laut Wiebels sein, dass mit Inkrafttreten der Verfügung private Feiern außerhalb der eigenen Wohnung schon ab einer Teilnehmerzahl von elf Personen anzeigepflichtig werden. Bis vor Kurzem mussten nur Feiern ab 50 Personen beim Ordnungsamt angemeldet werden.

15.10., 14 Uhr: Stadt: Am Start des Schulbetriebs nach den Ferien ändert sich nichts

Die neue Risikolage bringe keine neue Herausforderung für den Schulstart nach den Herbstferien mit sich, berichtet Stadtsprecher Volker Wiebels auf Anfrage. Den Rahmen für den Schulstart habe das Land mit einer Schulmail vom 8. Oktober gesetzt. „Auf dieser Grundlage sind zurzeit keine wesentlichen Maßnahmen zu treffen, die von den bisherigen Regelungen abweichen“, so Wiebels.

Insofern gebe es im Moment keine besondere Vorbereitung auf den Schulanfang nach den Herbstferien. Mit den Schulformsprechern sei bereits vor den Herbstferien vereinbart worden, sich erst in der zweiten Novemberhälfte wieder zu einem Austausch mit der Stadt als Schulträgerin zusammenzufinden.

15.10., 13.30 Uhr: Einzelhandelsverband sieht noch keinen Grund zur Panik

Marc Heistermann, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, reagierte am Donnerstag auf die neue Risikolage in Mülheim gelassen. Er befürchtet zunächst keine gravierenden Auswirkungen auf den stationären Handel in Mülheim. Essen sei nun schon seit Tagen Risikogebiet – dass seitdem die Kundenfrequenz im örtlichen Handel nachgelassen habe, könne er nicht beobachten, so Heistermann. Er nehme keine Panik bei der Kundschaft wahr. So habe er auch nicht die Befürchtung, dass die Bürger sich noch stärker als zuletzt in Kaufzurückhaltung üben könnten in Hotspot-Städten.

Die seit Monaten geltenden Schutzregeln seien sowohl bei Mitarbeitern im Handel als auch bei der Kundschaft „in Fleisch und Blut übergegangen“. Das Tagesgeschäft laufe „sehr diszipliniert“ ab im Gegensatz zu manch einer Meldung aus anderen Bereichen des öffentlichen Lebens. Ein erneuter Lockdown allerdings, bei dem Geschäfte schließen müssten, würde laut Heistermann „verheerend“ wirken.

15.10., 13 Uhr: Gastro verärgert: „Wir tragen keine Schuld, aber die Lasten“

Mit Sorge und Verärgerung sieht die Mülheimer Gastronomie auf das Weihnachtsgeschäft. Denn die traditionellen Firmen- und Familienessen drohen auszufallen, die in den nächsten Wochen die Verluste durch Corona wettmachen sollten – man rechnet mit dem Schlimmsten.

Dabei trifft die Restaurants keine Schuld am steigenden Inzidenzwert. „Wir haben die Maskenpflicht streng kontrolliert, halten Abstände ein, sorgen für Frischluft und haben weniger Tische aufgestellt als wir könnten“, sieht Hendrik Peek von der Mausefalle die Gastronomie als Leidtragende eines ansonsten laxen Umgangs mit Corona in der Öffentlichkeit: „Wenn man sieht, wie wenig etwa Maskenpflicht in Einkaufszentren kontrolliert wird, wo manche Menschen sich lange und eng zusammenstehend aufhalten – dann spürt man schon einen Hauch von Wut.“

15.10., 10.20 Uhr: Krisenstab Mülheim trifft sich mittags, noch gelten die alten Regeln

Die strengeren Bestimmungen, auf die sich die Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten geeinigt hat, müssen erst noch in eine so genannte Allgemeinverfügung eingehen, erst dann gelten die neuen Regeln in Mülheim. Bis dahin, darauf verweist der Stadtpressesprecher Volker Wiebels auf Anfrage am Donnerstagmorgen, gelte der Stand der Coronaschutzverordnung vom 14. Oktober.

„Wir warten für die Allgemeinverfügung auf die Regelung des Landes NRW“, so Wiebels, die kurzfristig erwartet werde. Alles Weitere werde heute im Krisenstab besprochen, der sich ab Mittag trifft. Eine solche Allgemeinverfügung mit den dann für alle Mülheimer Bürger geltenden Regeln – wie etwa eine Ausweitung der Maskenpflicht oder eine Sperrstunde – werde wohl von einem auf den anderen Tag umgesetzt werden können.

Mit dem Mülheimer Inzidenzwert von 59,8 können reisewillige Mülheimer unter das Beherbergungsverbot fallen. Stadtsprecher Volker Wiebels verweist darauf, dass das Mülheimer Diagnosezentrum nur Patienten mit Symptomen testet. Wer zum Reisen einen negativen Corona-Test benötige, müsse in Mülheim zum Hausarzt gehen. Mülheims Inzidenzwert liegt aktuell über dem der Nachbarstädte Essen (52,9) und Oberhausen (34,2). Aber unter dem Duisburger Wert, der laut RKI derzeit bei 64,8 liegt.

15.10., 6.19 Uhr: Mülheim ist Corona-Risikogebiet

Die Sieben-Tage-Inzidenz hat in Mülheim den zweiten Grenzwert überschritten. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) gegen 0 Uhr meldete, liegt die Stadt nun bei 59,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen der letzten sieben Tage.

Damit würden auch in Mülheim die Bestimmungen, auf die sich Bund und Länder am Mittwoch geeinigt haben, gelten. So sind beispielsweise in der Gastronomie ab 23 Uhr eine Sperrstunde möglich und Treffen in der Öffentlichkeit können auf maximal zehn Personen begrenzt werden. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat sich noch nicht geäußert, inwieweit die Regeln in NRW angewendet werden sollen.

14.10., 16.25 Uhr: Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenz in Mülheim und den Nachbarkommunen

14.10., 14.25 Uhr: Mülheim ist umringt von Corona-Hotspots

Die schärferen Regeln für private Feiern haben schon manche Tränen fließen lassen. Das berichtet eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes anlässlich der Neuerung, dass in Mülheim mit einem Inzidenz-Wert von über 35 ab sofort nur noch Feiern mit maximal 50 Gästen stattfinden können.

Bis zum 31. Oktober waren beim Ordnungsamt 30 angemeldete Feiern registriert. Schon am frühen Mittwochnachmittag hatten sechs Bürger ihre Anmeldungen beim Ordnungsamt aufgrund der aktuellen Entwicklungen von sich aus zurückgezogen. Andere hätten ihre Teilnehmerzahl reduziert, hieß es.

„Die Leute sind jetzt natürlich geschockt“, so eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes. Größtenteils seien Hochzeitsfeiern, aber auch Partys zu runden Geburtstagen betroffen. Das Ordnungsamt nimmt bislang großes Verständnis für die verschärften Regeln wahr. Die betroffenen Bürger, die eine Party planten, seien zwar traurig, der Behörde sei aber keine Wut entgegengeschlagen.

14.10., 14 Uhr: Corona-Hotspot? Mülheimer Hochschule weist Gerüchte zurück

Die Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung des Landes NRW (HPSV) weist ein Gerücht zurück, wonach am Standort Dümptener Straße in Mülheim-Styrum aktuell rund 50 Infektionen bei Mitarbeitern, Lehrenden und Studierenden bekannt seien. HPSV-Sprecher Carsten Paals sagte am Mittwoch auf Anfrage, dass die Zahl von 51 Infektionsfällen sich vielmehr auf die gesamte Zeit der Corona-Pandemie seit Februar und auf alle zehn Standorte der Hochschule in Nordrhein-Westfalen beziehe. In Mülheim seien seit Februar lediglich vier Fälle bekannt geworden.

Paals wies darauf hin, dass die HPSV ein „sehr strenges Corona-Management“ fahre. Wenn ein Studierender, Lehrender oder Mitarbeiter einen Infektionsfall allein in seinem privaten Umfeld bekannt mache, schicke die Hochschule ganze Kurse in Quarantäne und stelle auf digitale Veranstaltungen um, bis die Infektionslage geklärt sei.

14.10., 10 Uhr: Mülheim ist umringt von Corona-Hotspots

Droht Mülheim schon in der Nacht zum Donnerstag Corona-Hotspot zu werden. Die Tendenz weist darauf hin. Im näheren Umfeld hat ansonsten nur noch die Stadt Oberhausen noch eine Sieben-Tage-Inzidenz weit unter der kritischen Marke von 50. Aktuell liegt der Wert in der Nachbarstadt bei 28,0. So sieht es in anderen Städten im Umfeld aus.

14.10., 8 Uhr: RKI sieht Mülheim kurz vor kritischem Corona-Wert

Die Stadt Mülheim hat am Mittwoch laut den Zahlen des Robert-Koch-Institutes (RKI) den ersten Warnwert von 35 neuen Infektionsfällen je 100.000 Einwohnern innerhalb der vergangenen sieben Tage deutlich überschritten. Laut RKI stieg der Wert auf 44,5 und liegt damit nicht mehr weit weg von der kritischen Grenze von 50 Fällen, ab der besondere Einschränkungen verhängt werden. Laut RKI wurden in Mülheim seit Beginn der Pandemie 738 Infizierte erfasst. Stand Mittwoch, 0 Uhr, seien im Vergleich zum Vortag 35 neue Fälle gemeldet worden.

Stadt: Am Dienstag liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 27,5

Die Stadt Mülheim liegt am Dienstagmittag bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 27,5 und damit noch deutlich unter der ersten kritischen Marke von 35. Es war allerdings am Vortag befürchtet worden, dass diese Marke erreicht werden könnte, denn auch an der Ruhr steigt die Zahl der Infizierten kontinuierlich. Und in den Nachbarstädten Essen und Duisburg liegt die Zahl über dem Wert 50, was erneut Einschränkungen für die Bürger bedeutet.

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Montag, 12. Oktober: Eine Supermarktkundin schlägt zu

Völlig eskaliert ist ein Einkauf am Montagmittag, 12. Oktober, kurz nach 15 Uhr in einem Supermarkt auf der Duisburger Straße in Speldorf. Eine 66-jährige Duisburgerin war dort ohne vorgeschriebenen Mund-Nasenschutz unterwegs und achtete nicht auf den Abstand. Als ein anderer Kunde (55) sie darauf hinwies, schlug die Frau mit ihrem Gehstock auf ihn ein.

Stadt Mülheim meldet am Montag, 12. Oktober, den 16. Corona-Todesfall

Der Krisenstab in Mülheim reagiert auf die stark ansteigenden Corona-Zahlen: Am Montag saß das Gremium um Stadtdirektor Frank Steinfort zusammen. Im Fokus der Behörden stehen dabei: private Feiern und junge Menschen.

Das Gesundheitsamt korrigierte am Montag die Zahlen vom Wochenende noch mal nach oben. Hatte die Behörde am Sonntag noch davon gesprochen, dass am Wochenende 24 neue Infektionen registriert worden seien, sah die – allerdings weiter vorläufige – Wochenend-Bilanz am Montag noch mal schlechter aus. Wie die Stadt auf Anfrage mitteilte, ging die Gesundheitsbehörde da schon von mindestens 48 Neu-Infektionen am Wochenende aus.

Am Montag meldete die Stadt den 16. Todesfall im Zusammenhang mit Corona: Dabei handelt es sich um einen 70-jährigen Mann mit Vorerkrankungen.

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