Tag der offenen Tür

Das Wasserwerk Mülheim-Styrum stellt sich Bürgern vor

Vor dem Sandfilterbecken draußen an der Ruhr: die Organisatoren Ramon Steggink (Pressesprecher) und Miriam Schmalhaus von der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft.

Foto: Michael Dahlke

Vor dem Sandfilterbecken draußen an der Ruhr: die Organisatoren Ramon Steggink (Pressesprecher) und Miriam Schmalhaus von der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft.

Mülheim-Styrum.   RWW lädt am 23. September zum großen Familientag ein. Vorführungen und Mitmachaktionen gewähren einen Einblick in die Trinkwasserherstellung.

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Das Wasser, das in Mülheim aus dem Hahn kommt, gilt als besonders rein und dazu äußerst schmackhaft. Aber wie wird aus Ruhrwasser eigentlich unser Trinkwasser?

Bei einem Tag der offenen Tür im Wasserwerk Mülheim-Styrum können neugierige Menschen das genau erfahren. Erwachsene und Kinder sind am Sonntag, 23. September, von 11 bis 17 Uhr, zum Familientag auf dem Gelände an der Moritzstraße eingeladen. „Es wird zahlreiche Vorführungen und Mitmachaktionen für Groß und Klein geben. Wir gewähren einen Blick auf die technischen Anlagen und erläutern, wie damit Trinkwasser hergestellt wird“, kündigt Ramon Steggink, RWW-Sprecher an.

Wasserversorgung über die Stadtgrenze hinaus

Vom Wasserwerk in Styrum werden neben Mülheim auch Teile Oberhausens sowie Bottrops versorgt. Insgesamt produziert RWW in acht Wasserwerken jährlich rund 75 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. Rund 430 Mitarbeiter sind für etwa 825 000 Menschen im Einsatz.

„Viele RWWler – so an die 100 – sind auch beim Tag der offenen Tür dabei und werden an den verschiedenen Stationen, die man auf dem Gelände besuchen kann, erklären, was hier im Wasserwerk geschieht“, sagt Miriam Schmalhaus, Organisatorin des Tages der offenen Tür. Am Eingang wird ein Übersichtsplan aushängen, der die einzelnen Standorte aufzeigt. Die Veranstalter hoffen auf über 1000 Besucher. Etwa 1500 waren es beim letzten Tag der offenen Tür, der fünf Jahre zurückliegt.

Mülheimer Verfahren zur Wasseraufbereitung

Das „Mülheimer Verfahren“ ist ein mehrstufiges – und ganz schön komplexes – Wasseraufbereitungsverfahren. Besichtigen kann man am Tag der offenen Tür das riesige Sandfilterbecken, in dem das Ruhrwasser zuallererst gefiltert wird. Auch eine große Schälmaschine, die dort für das Abtragen von Sandschichten genutzt wird, ist live zu sehen.

Der Rundgang führt die Gäste aber auch vorbei an der Pumpenhalle, der Ausbildungswerkstatt und dem Leitstand, von dem aus das gesamte Versorgungsgebiet überwacht und gesteuert wird. Schließlich geht es zur Filterhalle, in der in 13 Meter hohen runden Behältern weitere Reinigungsvorgänge erfolgen – darunter unter anderem die Aktivkohlereinigung.

Blindverkostung und Floßbau

Trocken oder zu wissenschaftlich soll es bei diesem Aktionstag rund um das Wasser keineswegs zugehen. An zahlreichen Infoständen wollen RWW-Mitarbeiter mit Interessierten ins Gespräch kommen und sie informieren – zum Beispiel über Pumpen und Rohre, über den Wasserverbrauch oder Wasserspender. Man kann ein Wasserverlustanalyse-Fahrzeug ansehen oder in der Ausbildungswerkstatt den Azubis über die Schulter schauen. Die angehenden Industriemechaniker, Anlagenmechaniker und Betriebselektroniker geben Auskunft über ihrem Beruf und helfen den Besuchern dabei, selbst am Schraubstock einen Flaschenöffner herzustellen.

Mitmachaktionen und Spiele ergänzen das Angebot. Darunter: Wasserolympiade, Mikroskopierübungen, Wasserblindverkostung, Bastelaktion zum Floßbau (mit dem Nabu), Wasserschätzspiele, PE-Schweißpräsentationen, Ballspiele mit Rohrleitungen und so weiter. Auch für die Pause zwischendurch ist gesorgt: Es gibt Burger, Würstchen, vegetarische Gemüsepfanne, Waffeln und Getränke. Und natürlich kann man vor Ort auch ein Gläschen leckeres Mülheimer Wasser trinken.

>>>Adresse und Parkmöglichkeiten

Das Wasserwerk Styrum befindet sich an der Moritzstraße 16-22. Vor dem Gelände und gegenüber vor dem Einkaufszentrum gibt es Parkplätze.

Der Eintritt zum Familientag ist frei. Kostenlos kann man an Wasserspendern auch Trinkwasser zapfen. Das Rauchen kann nur in speziellen Raucherbereiche erlaubt werden.

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