TRADITION

Es braut sich was zusammen

Foto: NRZ

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Fünf junge Leute wollen wieder „Echt Mölmsch” auf den Markt bringen, 14 Jahre nach dem letzten Tropfen.

„Des Menschen Wille ist sein Himmelreich, des Menschen Himmelreich ist sein Mölmsch!”, lacht das stopppelbärtige Männlein, während es ein Frischgezapftes auf seinem Kopf balanciert. Lang ist's her, genau gesagt über 30 Jahre, dass Peter Torsten Schulz mit der Figur des Berg-Bier-Bolds „Männe” für das helle Obergärige warb. Vor 14 Jahren war dann endgültig Schluss mit Mölmsch, nachdem der Getränkegroßhändler Theo Droll, der die Privatbrauerei 1991 mit allem Drum und Dran übernommen hatte, die Produktion einstellte. Wo einst die Sudkessel standen, stehen heute Einfamilienreihenhäuser. Doch schon bald soll wieder „Echt Mölmsch” durch die Zapfhähne fließen und die Kehlen rinnen.

Fünf junge Mülheimer, alle im Alter zwischen 26 und 29 Jahre wollen die Biertradition wieder aufleben lassen. Eigene Erinnerungen an den Geschmack des Gerstensafts haben sie allerdings keine. Und in die Historie der Berg-Brauerei Mann und ihres bekanntesten Produkts lesen sie sich derzeit noch im Stadtarchiv ein. Aber grau ist bekanntlich sowieso alle Theorie, viel interessanter ist doch die Praxis. Also, wie schmeckt denn so das neue, alte Mölmsch? Da wird der Geschäftsführer der erst im Dezember gegründeten Mölmsch GmbH & Co. KG schweigsam. Nur soviel: Gebraut wird nicht in Mülheim. Die erste öffentliche Verkostung gibt es erst in knapp zwei Wochen. Aber was sind zwei Wochen zu 14 langen Jahren...

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