Flughafen Essen-Mülheim

Feldlerche stört Konzert von Ed Sheeran am Flughafen nicht

Ed Sheeran: Im Dezember in Mailand, im Juli in Mülheim?

Ed Sheeran: Im Dezember in Mailand, im Juli in Mülheim?

Foto: www.imagephotoagency.it

Essen/Mülheim.   Die Entscheidung naht, ob Ed Sheeran im Juli am Flughafen auftreten kann. Jetzt steht fest: Feldlerchen kommen dem Superstar nicht in die Quere.

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Die größte Hürde für das Konzert des britischen Superstars Ed Sheeran am 22. Juli auf dem Gelände des Flughafens Essen-Mülheim ist wohl genommen: Artenschutzrechtliche Bedenken sind laut der Stadt Essen, die als Genehmigungsbehörde für das Konzert fungiert, ausgeräumt.

Das teilte am Mittwochnachmittag auf Anfrage eine Sprecherin der Stadt Essen mit. Naturschutzverbände hatten noch vor wenigen Tagen ihre ablehnende Haltung gegen das Konzert bekräftigt. Am Mittwochabend soll der Konzertveranstalter dem Essener Naturschutzbeirat in öffentlicher Sitzung jedoch Ausgleichsmaßnahmen für die vor Ort lebenden Feldlerchen präsentieren, die von der Genehmigungsbehörde als akzeptabel erachtet werden.

Erstbrut der Feldlerche noch auf dem Flughafengelände

Auf den zur Verfügung stehenden Flächen werde es Ausgleichsmaßnahmen geben, die dem „Leitfaden Wirksamkeit von Artenschutzmaßnahmen zum Bundesnaturschutzgesetz“ entsprächen, hieß es dazu jetzt aus dem Essener Rathaus. „Diese gelten als Maßnahmen, die von der Feldlerche angenommen werden.“ Der Veranstalter selbst werde die Ausgleichsmaßnahmen vornehmen, so die Sprecherin der Stadt Essen. Das Umweltamt werde ein Monitoring veranlassen.

Die Maßnahmen sollen auf den Ausgleichsflächen bereits ab März greifen, auf dem Flughafengelände dann ab Juni, damit die Erstbrut der Feldlerche noch auf dem Flughafengelände, die Zweitbrut dann auf den Ausgleichsflächen stattfinden könne. Für den ebenfalls geschützten Steinschmätzer seien keine Ausgleichsmaßnahmen notwendig, so die Sprecherin. „Er hält sich außerhalb des Radius auf.“

Was nun noch erarbeitet werden muss, damit das Konzert genehmigt werden kann, sind laut Stadt Essen ein Verkehrs- und ein Sicherheitskonzept. Dazu habe es bereits Gespräche gegeben - „und wird es weitere Gespräche geben“.

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