Kino

Filmpassage in Mülheim eröffnet erstes Sitzsack-Kino in NRW

Ganz ähnlich wie dieser Saal in der Filmpassage Osnabrück soll auch das Mülheimer Sitzsack-Kino gestaltet werden.

Ganz ähnlich wie dieser Saal in der Filmpassage Osnabrück soll auch das Mülheimer Sitzsack-Kino gestaltet werden.

Foto: Filmpassage

Mülheim.  Alls erste Stadt in NRW bekommt Mülheim ein Kissen-Kino. 122 Sessel werden ausgebaut und durch 41 Sitzsäcke ersetzt. Die Betreiber der Filmpassage wollen mit der Umrüstung vor allem für mehr Komfort sorgen. Freitagabend wird das neue Sitzsack-Kino offiziell eröffnet.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Saal 3 der Filmpassage im Forum erlebt in der kommenden Woche einen sehr speziellen Umbau: Ab Rosenmontag, wenn sich draußen der Karnevalszug durch die City manövriert, werden hier alle 122 Kinosessel abgeräumt und in den folgenden Tagen durch 41 Sitzsäcke, sogenannte „Fatboys“, ersetzt. Ein Platz ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet.

Damit möchte sich das Lichtspielhaus, das jüngst erst türkischsprachige Titel in sein Programm aufgenommen hat, ein weiteres Alleinstellungsmerkmal verschaffen, welches in diesem Fall nicht nur für die Stadt Mülheim gilt, sondern weit darüber hinaus. Denn dies wäre das erste Kissen-Kino in ganz NRW. Laut Anja Thies, Geschäftsführerin der Filmpassage Mülheim, gibt es bislang deutschlandweit nur ein einziges Sitzsack-Kino, und zwar seit etwa einem Jahr in der Filmpassage Osnabrück, die ebenfalls von ihr und ihrem Ehemann betrieben wird.

Bezüge kann man abziehen und reinigen

Im Wesentlichen nach diesem Vorbild wird auch der hiesige Saal umgestaltet und mit dem Etikett „Filmpassage Relaxed“ versehen. Die Sitzsäcke, je zur Hälfte in den Farben Lila und Grau, sollen am Aschermittwoch geliefert werden. Damit ist das Kuschelkino aber noch nicht komplett, sondern es braucht außerdem passende Getränkehalter, bei deren Montage man aus den Osnabrücker Erfahrungen gelernt habe, so Anja Thies: „Sie werden nicht vor, sondern zwischen den Fatboys angebracht.“

Ohne Cola-Kleckse, Eisflecken und ähnliche kinotypische Gebrauchsspuren dürften aber die anschmiegsamen Kissen, in denen die Zuschauer sich lümmeln, nicht lange bleiben. Hygienische Probleme sieht Anja Thies dennoch keine, da man die Bezüge bei Bedarf abziehen und reinigen könne. Auch verspricht sie: Die Kartenpreise würden nicht erhöht, der „Relaxed“-Saal ohne Zuschlag bespielt, obwohl er künftig nur noch knapp ein Drittel der bisherigen Plätze umfasst.

Einweihung am 7. März

Der Zeitplan für die Umrüstung des Kinos im Forum ist eng gestrickt. Am späten Freitagnachmittag, 7. März, muss der letzte Staubsauger verschwunden sein, denn um 18 Uhr wird der Sitzsack-Saal mit einem Sektempfang offiziell eingeweiht, ehe sich der Vorhang zum Eröffnungsfilm hebt. Dieser ist allerdings für hartgesottene Erwachsene reserviert, denn es läuft das neueste Action-Schlachten-Epos „300: Rise of an Empire“, freigegeben erst ab 18.

Grundsätzlich jedoch steht das Kissen-Kino allen Altersgruppen offen. So wird am übernächsten Sonntag, 9. März, ab 14 Uhr ein zweites Mal Eröffnung gefeiert, für Familien mit Kindern. Putziger kommt dann auch das Filmprogramm daher, mit „Petterson & Findus“. Der Kartenvorkauf für den Sitzsack-Saal startet an Rosenmontag. Reservierungen sind nicht möglich, „Kapazität zu gering“.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (3) Kommentar schreiben