Flughafen Essen-Mülheim

Flughafen-Debatte: Mülheims Grüne fordern Fakten zum Lärm

Grünen-Fraktionschef Tim Giesbert: „Politischer Mehrheitswille sollte nicht an Formfehlern scheitern.“

Grünen-Fraktionschef Tim Giesbert: „Politischer Mehrheitswille sollte nicht an Formfehlern scheitern.“

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Ein Flughafen-Unternehmer befürchtet mehr Fluglärm bei Stilllegung des Flughafens Essen-Mülheim. Dazu fordern die Grünen nun einen Fakten-Check.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Klarheit über die Rahmenbedingungen in der erneuten Debatte um eine mögliche Zukunft des Flughafens Essen-Mülheim fordern die Grünen – und kündigen entsprechende Initiativen im Haupt- und im Umweltausschuss an.

Ganz vorne steht für die Grünen die Frage, welche Auswirkungen eine Aufgabe des Flughafens auf die Lärmbelastung durch Flugverkehr haben würde. „Wird dann, wie von den Flugbefürwortern behauptet, der Düsseldorfer Airport seine Flugrouten auf den freigewordenen Raum über Mülheim umleiten?“, fragen sie. „Darüber und über mögliche gesetzliche Vorgaben soll am 28. dieses Monats im Hauptausschuss eine Abordnung der Deutschen Flugsicherung Auskunft erteilen“, fordert Ratsfrau Brigitte Erd. „Wir wollen herausfinden, was Fake und was Wahrheit ist.“

Giesbert: Flughafen-Ausstieg soll nicht an Formfehlern scheitern

Darüber hinaus will die Fraktion wissen, ob und wann der Pachtvertrag mit der WDL gekündigt werden muss oder ob er 2024 automatisch ausläuft. „Diese Kenntnis ist für weitere Planungen unbedingt erforderlich. Politischer Mehrheitswille sollte nicht an Formfehlern scheitern“, so Fraktionschef Tim Giesbert.

Weiterhin wollen die Grünen einen aktuellen Sachstand zum Masterplan Flughafen. Giesbert: „Wenn nichts von der Verwaltung kommt, müssen wir nachbohren.“ Im Umweltausschuss soll es Informationen zu Bodenbelastungen auf dem Areal geben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (13) Kommentar schreiben