Abschiebung

Geplante Abschiebung in Mülheim: Familie wird betreut

Eine Abschiebung endete am Donnerstag in Heißen mit einem größeren Einsatz.

Eine Abschiebung endete am Donnerstag in Heißen mit einem größeren Einsatz.

Foto: C. Anhuth / ANC

Mülheim.  Die libanesische Mutter ist in einer psychiatrischen Einrichtung. Ihre jüngeren Kinder werden betreut. Mülheim bereitet erneute Abschiebung vor.

Die libanesische Familie, bei deren geplanter Abschiebung es am Donnerstagmorgen zu einem größeren Polizeieinsatz in Heißen kam, der mit einem SEK-Einsatz endete, befindet sich weiterhin in Mülheim. „Die erneute Abschiebung wird vorbereitet“, sagte Stadtsprecher Volker Wiebels.

Ermittlungen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte laufen

Die vierköpfige Familie aus dem Libanon, eine Mutter (39) und drei Söhne, 10, 16 und 19 Jahre alt, sollten am Donnerstagmorgen nach dem Dublin-Abkommen nach Spanien überstellt werden. Die Mutter und der 16-jährige Sohn hatten sich der Abschiebung widersetzt und auch mit Selbstmord gedroht. Die Mutter befindet sich derzeit in einer psychiatrischen Einrichtung, ihre beiden jüngeren Söhne sind in einer Betreuungseinrichtung.

Der älteste Sohn darf vorerst in der städtischen Einrichtung am Frohnhauser Weg bleiben. Die polizeilichen Ermittlungen gegen die 39-Jährige und ihren 16-jährigen Sohn wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte laufen derzeit. Bis zur Abschiebung wird es noch eine Weile dauern, so Stadtsprecher Wiebels. „Wir müssen zunächst neue Flüge nach Spanien buchen und auch Personal von der Bundespolizei anfordern.“

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