Jubiläumsspielzeit

Klavier-Festival Ruhr: Drei Konzerte spielen in Mülheim

Der US-amerikanische Pianist, Organist und Komponist Kit Armstrong, Jahrgang 1992, spielt am 12. Juli in der Stadthalle. Er bringt seine Musiker-Freunde Andrej Bielow (Violine) und Adrian Brendel (Violoncello) mit.

Foto: Birgit Engel

Der US-amerikanische Pianist, Organist und Komponist Kit Armstrong, Jahrgang 1992, spielt am 12. Juli in der Stadthalle. Er bringt seine Musiker-Freunde Andrej Bielow (Violine) und Adrian Brendel (Violoncello) mit. Foto: Birgit Engel

Mülheim.   Das Klavier-Festival Ruhr präsentiert drei Konzerte in der Stadthalle. Jubiläumsspielzeit im Zeichen deutsch-französischer Freundschaft.

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Ganz im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft zeigt das Klavier-Festival Ruhr unter dem Tenor „Vive la France!“ in seiner Jubiläumsspielzeit blau-weiß-rote Flagge. Intendant Franz Xaver Ohnesorg nahm den 100. Todestag Claude Debussys und den 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs zum Anlass, die besten französischen Pianisten mitsamt frankophiler Klangkunst sowie weitere internationale Zauberer an den Tasten in die Region zu holen.

„Das Debussy-Jahr bot uns die Chance, bedeutende französische Pianisten von Pierre-Laurent Aimard über Hélène Grimaud bis Jean-Yves Thibaudet einladen zu können. Die farbenreiche französische Klavierliteratur ermöglicht uns zudem spannende Klavierduo-Abende“, so Ohnesorg.

66 Veranstaltungen auf 33 Podien

Zudem erinnert das Klavier-Festival zwischen 19. April und 13. Juli mit 66 Veranstaltungen auf 33 Podien in 21 Städten an die 30. Wiederkehr der Entscheidung der Gründer des Initiativkreises Ruhr, das Festival als kulturelles Leitprojekt ins Leben zu rufen. Entwickelt hat sich daraus das weltweit wichtigste Pianistentreffen.

Wegen des „großen Erfolges“ in jüngster Vergangenheit sind die Städte Bochum und Wuppertal auch diesmal Schwergewichte. Mülheim erhält mit zwar nur drei Konzerten dafür ein kleines, aber durchaus feines und außergewöhnliches Programm.

Schubert-Programm in der Stadthalle

Allen voran Dame Mitsuko Uchida, eine britische Pianistin japanischer Herkunft. Die international gefeierte Grande Dame der Tasten präsentiert am 26. April in der Stadthalle ein Schubert-Programm. Als Mozart-Interpretin gelangte sie zu Weltruhm, später vor allem mit Beethoven, Schumann und der Musik von Franz Schubert. Einen Klangteppich aus unterschiedlichem Kolorit rollt Rafał Blechacz am 5. Juni aus.

Das Rondo Nr. 3 von Wolfgang Amadeus Mozart, Sonaten von Ludwig von Beethoven und Robert Schumann sowie Mazurkas von Frédéric Chopin hat der als unprätentiös und still geltende polnische Pianist Jahrgang 1985 u.a. im Gepäck: Ein klassisch-romantisches Programm erwartet die Besucher. Dabei baut Blechacz spielend eine Brücke zwischen den unterschiedlichen Werken der vier Komponisten. Kontroversen, erklärte er einmal, sind nicht seine Sache: „Das würde bedeuten, dass ich nicht an den Komponisten denke, sondern nur an meine Ideen. Und dem Stück gegenüber nicht so sorgfältig bin.“

Leidenschaftliche Kammermusiker

Der US-amerikanische Pianist Kit Armstrong will mit seinen Freunden Andrej Bielow (Violine) und Adrian Brendel (Violoncello) das Publikum am 12. Juli beflügeln. Alle drei sind als leidenschaftliche Kammermusiker bekannt. Sie präsentieren ein Programm mit barocken Kompositionen von Jean-Philippe Rameau, Romantik von Charles-Marie Widor und klassische Moderne von Maurice Ravel.

Die Resonanz der Besucher bei den Mülheimer Klavierkonzerten „ist immer gut“, erläutert Festival-Sprecher Werner Häußner. Auch die Künstler seien durchweg sehr zufrieden mit den Bedingungen. „Die Stadthalle hat Atmosphäre und ein sehr schönes Podium. Ein wunderbarer Ort für Konzerte.“

Eröffnungskonzert in Duisburger Mercator-Halle

Das Eröffnungskonzert des Klavier-Festivals Ruhr ist am Donnerstag, 19. April, in der Mercatorhalle in Duisburg. Es wird gestaltet von einem der anerkanntesten französischen Musiker, Pierre-Laurent Aimard, Preisträger des Klavier-Festivals Ruhr 2003 und Ernst von Siemens-Musikpreisträger 2017. Er widmet sein Konzert Claude Debussy.

Beim Abschlusskonzert am Freitag, 13. Juli, in der Philharmonie Essen verneigen sich Sängerin Pe Werner und Götz Alsmann sowie das Trio des Jazzers Frank Chastenier vor der Kunst des Chansons und seinen Ikonen.

Karten und Programme gibt’s auch im Leserladen an der Eppinghofer Straße 1 - 3.

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