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Klettersteig an den Bahnbögen in der Müga verzögert sich

Die Brückenbögen in der Müga sollen künftig auch als Klettersteig genutzt werden können. Der Deutsche Alpenverein arbeitet weiter daran.

Die Brückenbögen in der Müga sollen künftig auch als Klettersteig genutzt werden können. Der Deutsche Alpenverein arbeitet weiter daran.

Foto: Michael Dahlke

Mülheim.   Mülheimer Sektion des Alpenvereins muss noch ein Naturschutz-Gutachten vorlegen. Im Sommer konzentrieren sich Arbeiten auch auf die Hohen Tauern.

Das Flachland kann manchmal genauso anstrengend sein wie das Hochland – zumindest, wenn es um behördliche Genehmigungen und Auflagen geht. Die Mülheimer Sektion des Deutschen Alpenvereins bekommt dies derzeit zu spüren: Für den Klettersteig, der über drei Bögen der Vorlandbrücke auf der Seite der Müga führen soll, benötigt der Verein nun auch noch ein Naturschutz-Gutachten. Vereinsvorstand Michael Cremer geht davon aus, dass der Klettersteig dann wohl auch erst im Frühjahr des nächsten Jahres zur Verfügung stehen wird. Man nimmt es gelassen: Winterzeit sei ohnehin nicht Kletterzeit.

„Da der Alpenverein ja nicht nur eine sportliche Einrichtung ist, sondern sich auch stark für den Naturschutz einsetzt, haben wir dafür Verständnis“, sagt Cremer. Unter anderem geht es bei dem Gutachten um den möglichen Bestand an Fledermäusen in den Bögen.

Klettern liegt im Trend

Ein Denkmal-Gutachten hat der Verein bereits erstellen lassen. Auch die Planungen für den Klettersteig, der über eine Strecke von etwa 65 Metern führt, stehen. An dem finanziellen Konzept, so der Vorstand, werde noch gefeilt. Mit den Naturschutz-Gutachten wird der Steig an die 14 000 Euro kosten. 20 bis 30 Prozent der Kosten, schätzt Cremer, werde der Verein aufbringen können, den Rest werde man versuchen, über andere Quellen zu finanzieren, und gibt sich sehr zuversichtlich.

Klettern liegt im Trend. Für Mülheim wäre es eine weitere sportliche Attraktion, gerade auch für junge Kletterer, die bisher nach Duisburg in den Landschaftspark fahren müssen, um ihrem Hobby an frischer Luft nachkommen zu können.

Ein Stück Mülheim auf 2600 Metern

Der Klettersteig an der Ruhr ist nicht das einzige größere Projekt, das die Mülheimer Sektion mit rund 850 Mitgliedern derzeit verfolgt. Ein Projekt liegt deutlich höher als Mülheim an der Ruhr, nämlich auf fast 2600 Metern. Die Mülheimer Bergfreunde setzen sich dort seit zwei Jahren für die Instandhaltung und Sicherung des Westerfrölke- Weges im Nationalpark Hohe Tauern ein. „Wir werden in diesem Sommer wieder für zwei Wochen in den Alpen Drahtseile ergänzen und austauschen“, berichtet Cremer. Mit etwa 20 Leuten werde man vor Ort sein.

Für die Berghütte, die direkt am Weg auf 2594 Metern liegt und über eine der schönsten Terrassen in den Hohen Tauern verfügen soll, erarbeitet die Mülheimer Sektion derzeit ein autarkes Ver- und Entsorgungssystem. „Über die nötige Technologie verfügen wir“, sagt Cremer. Noch ist die Hütte, in der es sechs bis acht Schlafplätze gibt, im Besitz der Sektion Hagen. Mülheim könnte sie übernehmen. Doch da die Hütte sich auf österreichischem Boden befindet, will der Vorstand noch einige buchhalterische Fragen klären, bevor es ein Stück Mülheim auf 2600 Metern gibt.

>>> WEITERE ORTE FÜR DEN TRENDSPORT KLETTERN

Klettern gehört zum Trendsport. Der Deutsche Alpenverein bietet Kletterkurse auch zu festen Zeiten in der Harbecke-Sporthalle an. Kontakt über Trendsport beim Mülheimer Sportservice ( 455-5216).

Im AZ an der Auerstraße 51 gibt es eine neun Meter hohe Kletterwand und einen Boulderraum. Dienstags ab 19 Uhr kann jeder klettern – unter Anleitung.

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