Nahverkehr

Leser in Mülheim schwanken zwischen Bus oder Bahn

Bürgerantrag auf minimalen ÖPNV und Daseinsvorsorge stößt bei manchen Mülheimern auf Zuspruch: Busse gelten als flexibler und günstiger

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

In Mülheim ist der Parallelbetrieb vom Bus einzustellen, um die Kosten vom ÖPNV zu senken. Entsprechend sind die Umsteigepunkte zwischen dem Bus und der Bahn zu verbessern. Das Kürzen der Tram-strecken führt dagegen zum langsamen Tod des Schienenverkehrs und zu höheren Kosten. Gutachten belegen, dass schon ein Verlegen der Linie 102 nach Saarn zu einer jährlichen Ergebnisverbesserung von über 700 000 Euro führt. Sollte dieses nicht geschehen, so müssen wir eines Tages sogar den Ruhrtunnel mit Beton vollgießen, da die Stadt sich den Tunnel nicht mehr leisten kann.

Warum wird der ÖPNV in Mülheim nicht so gehandhabt wie in anderen deutschen Städten, wo geregelte Bahn- und Busverbindungen an der Tagesordnung sind. Nicht die Ausdünnung des Fahrplans und die Stilllegung wichtiger Strecken sind angesagt, sondern vernünftige Fahrpreise und ein fähiges, bürgerorientiertes Management. Die bisher zum Thema Mülheimer ÖPNV dargelegten Vorschläge sind einer Großstadt nicht würdig und bewegen sich auf Aprilscherz-Niveau.
Anneliese Schuchert
Ich finde den Vorschlag eigentlich sehr gut (vielleicht etwas radikal). Die Infrastruktur für die Straßenbahn ist aufwendig und teuer. Busse sind viel flexibler einsetzbar. Abgesehen von Hauptverkehrszeiten sehe ich oft fast leere Fahrzeuge fahren. Man sollte sich auf Strecken konzentrieren, auf denen viele Fahrgäste befördert werden. Möglicherweise ist es auch sinnvoll kleinere Fahrzeuge zu nutzen.
Jürgen Holsiepe


Meiner Meinung nach, kann man die Straßenbahnen vergessen und stattdessen überall Busse einsetzen, auch auf Strecken, die jetzt noch durch teure Straßenbahnen bedient werden. Busse sind flexibler und nicht an ein teures Schienennetz gebunden, das auch gewartet werden muss, um seinen Zweck zu erfüllen. Der Nahverkehr ist sowieso schon sehr ausgedünnt. Mit einer Ringbuslinie, die nur noch die Hauptorte in der Stadt bedient, würde es noch schlechter. Man will also den ÖPVN immer mehr einsparen und setzt nur auf das Auto. Dabei fehlen schon lange Parkplätze und die vorhandenen reichen nicht aus oder sind zu weit vom Forum entfernt. Ursula Artelt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik