Baustellen

Mülheim beteiligt sich an NRW-Plattform zu Baustellenplanung

Planbare Baustellen werden künftig in eine Online-Plattform eingetragen, an der sich viele NRW-Städte - darunter Mülheim - und auch die Deutsche Bahn beteiligen.

Planbare Baustellen werden künftig in eine Online-Plattform eingetragen, an der sich viele NRW-Städte - darunter Mülheim - und auch die Deutsche Bahn beteiligen.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Das Land NRW hat eine Online-Plattform zur besseren Koordination von Baustellen geschaffen. 25 Städte und Kreise machen mit - auch Mülheim.

Mülheim/Düsseldorf. Landesverkehrsminister Hendrik Wüst und der Mülheimer Oberbürgermeister Ulrich Scholten haben eine Vereinbarung zur Baustellenkoordination unterzeichnet. Insgesamt beteiligen sich 25 Städte und Kreise in NRW an einer Online-Plattform, die der Landesbetrieb Straßen.NRW entwickelt hat.

Die Plattform funktioniert so, dass verschiedene Bauträger wie die Bahn und die Kommunen ihre planbaren Baustellen dort eintragen. Begründung des Verkehrsministeriums: Die Rekordsummen, die momentan in die Sanierung, die Modernisierung und den Ausbau der Infrastruktur investiert werden, erforderten eine bessere Abstimmung der zahlreichen Baustellen.

Zahlreiche Kreise und Kommunen beteiligen sich

„Wer so viel baut, muss das möglichst koordiniert tun“, erklärte Minister Wüst bei der Unterzeichnung. Die Landesregierung habe dazu ein ganzes Bündel von Maßnahmen ergriffen. Die Zusammenarbeit mit den Kommunen sei der konsequente nächste Schritt. „Ich freue mich, dass sich die Kreise und Kommunen so zahlreich an der Plattform beteiligen“, sagte der Minister.

Baustellenkoordination soll Pendler entlasten

Auch Mülheims OB Ulrich Scholten begrüßt die Einrichtung des neuen Portals. Er meint: „Die Koordination von Baustellen sind wir unseren Pendlern schuldig, die ja bereits durch die Fahrten zum und vom Arbeitsplatz zeitlich und physisch belastet sind.“ Außer Mülheim haben auch andere Großstädte an Rhein und Ruhr die Vereinbarung unterschrieben, darunter Bochum, Düsseldorf, Duisburg, Gelsenkirchen und Köln. Die Stadt Essen ist schon seit September dabei.

Die Online-Plattform zur übergreifenden Baustellenkoordination nennt sich TIC Kommunal (Traffic Information Center) und kann kostenlos genutzt werden. Sie wurde geschaffen, um die Beeinträchtigung durch planbare Baustellen für Pendler möglichst gering zu halten. Im Mai 2019 hatten schon die Deutsche Bahn und Straßen.NRW eine Zusammenarbeit vereinbart. Anschließend hat das Verkehrsministerium alle Kreise und kreisfreien Städte eingeladen, ihre Daten in TIC einfließen zu lassen. Über eine Schnittstelle des Bundes finden die Mobilitätsdaten auch Eingang in aktuelle Navigationsgeräte.

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