Corona

Mülheim: Nachbarschaftssingen kommt in Corona-Zeiten gut an

Nachbarschaftssingen kommt in Coronazeiten gut an

Als Teil des Projektes "Engagiert im Viertel" haben sich die Anwohner des Hundsbuschviertels in Mülheim zum gemeinsamen Singen getroffen.

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Mülheim.  Die Anwohner des Hundsbuschviertels in Mülheim haben sich auf einer Wiese zum gemeinsamen Singen getroffen. Das kommt in Corona-Zeiten gut an.

Wer am Freitagabend die Hundsbuschstraße in Mülheim-Speldorf entlang ging, wurde schon von weitem von Akkordeonmusik und singenden Stimmen begrüßt. Als Teil des Projekts „Engagiert im Viertel“ sind Anwohner des Hundsbuschviertels um 17 Uhr zum gemeinsamen Singen auf der Wiese an der Hundsbuschstraße 24 zusammengekommen.

Rund um den Akkordeonspieler haben sich etwa 25 Personen mit ausreichend Abstand versammelt, alle mit Liedertexten in der Hand. Auf einer Picknickdecke haben sich einige Kinder dazugesellt, und von ein paar Balkonen der umliegenden Häuser schauen die Bewohner neugierig zu der singenden Gruppe herunter. „Das Steiger Lied“, „Freut euch des Lebens“, „Das Kufstein Lied“…

Die Nachbarn singen gemeinsam zum Akkordeon und mit Liedtexten in der Hand

„Ich kenne die Lieder alle“, erzählt Christel Stahlberg, welche eifrig mitsingt. Sie hat durch einen Flyer an ihrer Haustür von dem Nachbarschaftssingen erfahren und wollte dort mal vorbeischauen. „Das fördert auch unsere Gemeinschaft und ist schön für Jung und Alt“, findet Herbert Buck, der eine Straße weiter wohnt und mit seiner Frau ebenfalls gekommen ist. Franziska Bido hat sogar ihre Mutter per Videoanruf dazugeschaltet, um ihr die Aktion zu zeigen. Gerade in Zeiten von Corona und während des tristen Winteranfangs sorgt das gemeinsame Singen für Harmonie und schenkt neue Hoffnung.

Das ist auch einer der Gründe, weshalb Anna Maria Allegrezza die Aktion schon zum zweiten Mal organisiert hat. „Das Singen kommt bei den Leuten sehr gut an“, erzählt sie. Die Veranstaltung sei mit dem Ordnungsamt abgeklärt und Abstände können auf der Wiese gut eingehalten werden. Wer auf Nummer sicher geht, singt einfach vom Balkon aus mit.

Die Abstände können auf der Wiese gut eingehalten werden

Die Atmosphäre ist gelöst, die Kinder tanzen zu den Liedern auf der Wiese oder trommeln den Takt mit dem Tamburin mit. Auch die drei Kinder von Marion Schmidt haben Spaß. „Wir haben die Flyer für die Aktion verteilt“, erzählt sie. Dieses Mal seien deutlich mehr Leute gekommen als zum erstmaligen Nachbarschaftssingen am 29. Mai. „Ich glaube, ich habe gut verteilt“, freut sich Marion Schmidt. Fast alle singen mit, sogar die zweijährige Franziska. Sie traut sich sogar, zum Liederwunsch „Heidi“ ins Mikrofon zu singen.

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