Innovationspreis

Mülheimer Bürgerstiftung lobt Corona-Innovationspreis aus

Sie unterstützen den Mülheimer Innovationspreis: Harald Karutz (Krisenmanagement), Anke Dieberg-Hemmerle (Bürgerstiftung), Stadtdirektor Frank Steinfort, Patrick Marx (Bürgerstiftung) und Feuerwehrchef Sven Werner.

Sie unterstützen den Mülheimer Innovationspreis: Harald Karutz (Krisenmanagement), Anke Dieberg-Hemmerle (Bürgerstiftung), Stadtdirektor Frank Steinfort, Patrick Marx (Bürgerstiftung) und Feuerwehrchef Sven Werner.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Die Mülheimer Bürgerstiftung lobt einen Innovationspreis aus. Er soll Bürger auszeichnen, die sich in der Corona-Krise besonders engagiert haben.

Mülheim Nicht nur das Negative in den Blick nehmen, sondern das Positive würdigen: Mit dem „Innovationspreis für Hilfe und Krisenbewältigung“ will die Mülheimer Bürgerstiftung Bürger auszeichnen, die sich in der Corona-Zeit mit sozialem Engagement hervorgetan haben. Dotiert ist der Preis mit 3000 Euro.

Die Idee stammt von Harald Karutz. Er ist Leiter des Psychosozialen Krisenmanagements, war von der Stadt engagiert worden, um in der Corona-Krise die Stimmungen der Bürger aus den sozialen Netzwerken zu filtern, zu analysieren und auf sie zu reagieren. Anfangs täglich, nun wöchentlich schreibt er einen Bericht an den Krisenstab – und in einer dieser E-Mails schlug er vor, etwas Positives auf die Reise zu schicken.

Mülheimer Bürgerstiftung will Krisen-Engagement auszeichnen

„Wir wollen die Krise nicht beiseite wischen, das können wir auch gar nicht, aber wir wollen den Menschen helfen, sie durchzustehen“, sagt Karutz. Krisenstabsleiter Frank Steinfort gefiel der Vorschlag, er versuchte, die Bürgerstiftung als Sponsor zu gewinnen – mit Erfolg.

„Ich bin froh, dass so etwas Positives mein erstes Baby ist“, sagt Anke Dieberg-Hemmerle. Vor Kurzem ist sie zum Vorstandsmitglied der Stiftung gewählt worden und wird den Innovationspreis betreuen. Jeder kann sich selbst bewerben oder auch andere vorschlagen. „Menschen, die sich in der Nachbarschaft engagieren, dem Bauern geholfen haben, Schüler, die Jüngere beim Homeschooling unterstützt haben“, nennt Dieberg-Hemmerle einige Beispiele für potenzielle Nominierungen.

Preisverleihung am 6. Oktober mit neuem Oberbürgermeister

Bis zum 30. August kann man sich bewerben oder andere vorschlagen. Anke Dieberg-Hemmerle und Harald Karutz wählen aus den Einsendungen den Gewinner aus. Verliehen werden soll der Preis am 6. Oktober. Wo, ist noch nicht klar, weil man die Corona-Gegebenheiten abwarten muss. Der künftige Oberbürgermeister, der dann soeben frisch gewählt sein wird, überreicht die Auszeichnung.

Unabhängig davon wird die Bürgerstiftung, die sich seit 2004 für Mülheimer Projekte einsetzt, ihren Preis für Engagement und Zivilcourage ebenfalls im Herbst vergeben. Corona-bedingt musste die Verleihung vom Frühjahr verschoben werden.

Bewerbungen können per Mail an innovationspreis@gmx.de geschickt werden.

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