Kultur

Mülheimer Kunstmuseum präsentiert Schätze im Netz

Das Bild "Der Seiltänzer" von Paul Klee gehört zur Sammlung des Mülheimer Kunstmuseums.

Das Bild "Der Seiltänzer" von Paul Klee gehört zur Sammlung des Mülheimer Kunstmuseums.

Foto: Kunstmuseum Mülheim

Mülheim  Das Mülheimer Kunstmuseum präsentiert prominente Gemälde oder unbekannte Schätze in einem Newsletter. Diesmal ist es ein Bild von Paul Klee.

Schon seit Jahresbeginn präsentiert das Kunstmuseum Temporär in loser Folge Kunstwerke der Städtischen Sammlung, der Sammlung Themel und der Sammlung Ziegler (die während der Museumssanierung eingelagert sind) als Newsletter. Prominente Gemälde, Schätze der grafischen Sammlung, aber auch selten gezeigte Exponate werden vorgestellt und geben einen Vorgeschmack auf die Wiedereröffnung der Alten Post.

Den Newsletter bekommen alle die, die sich für den allgemeinen Newsletter angemeldet haben unter newsletter.muelheim-ruhr.de. Zurzeit präsentiert das Kunstmuseum das Bild "Seiltänzer" von Paul Klee, eine Farblithografie aus dem Jahr 1923. Es gehört zur Sammlung Ziegler.

Vorgeschmack auf Museumseröffnung

"In Zeiten, in denen das Handeln und Entscheiden ein besonderes Maß an Feingefühl, Augenmaß, Abwägen und Austarieren zwischen gebotener Vorsicht und verantwortbarem Risiko erfordert, ist das Motiv des „Seiltänzers“ von Klee (1879–1940) ein treffendes Sinnbild", heißt es. Die nach einer Bleistiftzeichnung entstandene Originalgrafik erschien in der berühmten Bauhaus-Mappe „Kunst der Gegenwart“. 1921 war Paul Klee von Walter Gropius an das Staatliche Bauhaus berufen worden, wo er bis 1931 wirkte.


Nähere kunsthistorische Erläuterungen zum Bild liefert Museumsmitarbeiterin Simone Meyer im Newsletter. Klee verband Elemente kindlichen Zeichnens und vereinfachte Symbole mit streng geometrischen Formen zu poetisch-vieldeutigen und humorvollen Bilderzählungen. Der Seiltänzer lasse sich als Metapher für das Leben deuten, in dem ein scheinbar festes Gerüst aus den Fugen geraten kann und die Herausforderung darin besteht, gegensätzlich wirkende Kräfte wieder in Balance zu bringen.

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