Tierheimsanierung

Mülheimer Tierheim: Architektin startet mit Sanierungsplan

Das Tierheim in Mülheim-Raadt wird möglicherweise auf die benachbarte Ackerfläche ausgedehnt.

Das Tierheim in Mülheim-Raadt wird möglicherweise auf die benachbarte Ackerfläche ausgedehnt.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Mülheim.  Eine Architektin plant jetzt die Sanierung im Bestand des Mülheimer Tierheims. Das neue Tierheim könnte künftig mehr Raum einnehmen als zuvor.

Die notwendige Sanierung des Mülheimer Tierheims ist unstrittig, derzeit gibt es noch kein Datum für den Baubeginn. Doch hinter den Kulissen geht es voran: Der Auftrag für eine Architektin, die Sanierung im Bestand an der Horbeckstraße durchzuplanen, ist gerade von der Verwaltung erteilt worden.

Die Architektin muss bei ihrer Planung die zur Verfügung stehenden Finanzmittel für die kommenden Jahre berücksichtigen. Insgesamt werden sechs bis 6,5 Millionen Euro benötigt, um das Tierheim in Raadt wieder auf einen Stand zu bringen, der den Tieren bessere Lebens- und den Mitarbeitenden verbesserte Arbeitsbedingungen verspricht. Diese Summe nannte die Stadtverwaltung im November.

Mülheimer Tierschutzverein will Erbpachtlösung

Bekanntlich hat der Mülheimer Tierschutzverein eine siebenstellige Summe für das Tierheim zugesagt und will auch weiterhin Spenden dafür sammeln. Der Tierschutzverein strebt allerdings eine Erbpachtregelung für das Gelände in Raadt an, um als „Eigentümer“ auftreten können und künftig für „sein“ Tierheim Spenden zu sammeln. Bevor die Stadtverwaltung aber einen Erbbauvertrag notariell vereinbaren kann, muss das Rechnungsergebnis für das Haushaltsjahr 2019 abgewartet werden.

Denn das Tierheim steht noch mit 710.000 Euro als Gemeindevermögen in den Büchern, und ob die Stadt im Nothaushalt diese Summe abschreiben darf, stehe noch nicht fest, erklärt Bernd Otto, Leiter des Ordnungsamts, die Verzögerung.

Tierheim könnte künftig größere Fläche nutzen

„Wir arbeiten daran, das Thema geht voran“, so Otto. Die Architektin sei mit der Gesamtplanung beauftragt worden, die nicht nur beinhalten soll, was wann gemacht wird, sondern auch, welche Flächen dafür nötig sein werden. So ist noch nicht klar, wo die Zufahrt auf den hinteren Teil des Geländes verlaufen soll, und wo die Auslauffläche für die Hunde künftig liegen wird.

Das gesamte Tierheimareal sei insgesamt größer als die bebaute Fläche, erklärte Amtsleiter Otto. So gehöre die benachbarte Ackerfläche auch zum städtischen Tierheimgelände, sie sei aktuell aber noch verpachtet. „Möglicherweise müssen wir die Auslauffläche verlegen und die benachbarte Ackerfläche dafür in Anspruch nehmen“, so Otto. Das neue Tierheim könnte also künftig mehr Raum einnehmen als zuvor. Die Architektin sein nur beauftragt worden, mit der Planung zu beginnen, „damit nicht noch mehr Verzögerungen entstehen“.

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