Spendenaktion

Mülheimerin versteigert Hundertwasser-Druck für Kinder

Brigitte Garbrecht zeigt ihr Hundertwasser-Bild, das in den Räumen der Orthopädie-Schuh-Technik Thiemann an der Hansastraße 6 hängt. Der Erlös aus der Versteigerung geht an die Kinder der Lierbergschule.

Brigitte Garbrecht zeigt ihr Hundertwasser-Bild, das in den Räumen der Orthopädie-Schuh-Technik Thiemann an der Hansastraße 6 hängt. Der Erlös aus der Versteigerung geht an die Kinder der Lierbergschule.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Mülheim.  Die Mülheimerin Brigitte Garbrecht versteigert ihren geliebten Hundertwasser-Druck „Tropenchinese“. Der Erlös kommt der Lierbergschule zu Gute.

Zwanzig Jahre lang glänzte der „Tropenchinese“ von Hundertwasser in Brigitte Garbrechts Wohnzimmer. Nun soll das Bild ein neues Zuhause bekommen und an den Meistbietenden versteigert werden. Den Erlös möchte die 66-Jährige den Kindern der Lierbergschule spenden.

Wenn Brigitte Garbrecht Ende Januar Mülheim den Rücken kehrt, möchte sie etwas Gutes hinterlassen. „Bereits die letzten zehn Jahre habe sie peu a peu ihren Haushalt verkleinert. „Ich möchte nur noch das mitnehmen, was ich wirklich brauche“, sagt die Speldorferin, die vor allem in den Achtziger Jahren zahlreiche Bilder kaufte und bis heute bereits viele davon verschenkt hat, unter anderen an Unicef oder das Friedensdorf Oberhausen.

Hundertwasser-Bild hat für Mülheimerin eine besondere Rahmung

Der Hundertwasser-Kunstdruck mit dem Titel „Tropenchinese“ aus dem Kunst Haus Wien erstand sie in einer Oberhausener Galerie. „Es ist ein fröhliches Bild, das leuchtet und Freude ausstrahlt“, findet Garbrecht. „Deswegen sollte es alleine an einer Wand hängen, damit es wirkt.“

Das Bild habe zudem einen besonderen Rahmen. „Er ist manuell gefertigt, der Leisten wurde mit einer speziellen Kreide geschlämmt.“ Auch Elemente des Bildmotivs wurden im Rahmen aufgenommen, in die Oberfläche eingearbeitet, abschließend lackiert und bemalt. Mindestens 500 Euro sollten geboten werden, schätzt Brigitte Garbrecht.

Zu sehen ist das Bild noch bis Donnerstag, 23. Januar, in den Räumen der Orthopädie-Schuh-Technik Thiemann an der Hansastraße 6 in Speldorf. „Dort bin ich selbst Kundin und durfte das Bild aushängen, damit es sich mögliche Käufer anschauen können.“

Den Ruhestand in Schönstatt genießen

Die ehemalige Bilanzbuchhalterin hat lange in der Steuer- und Wirtschaftsberatung gearbeitet und freut sich nun im Ruhestand auf neue Erfahrungen in Schönstatt, nahe Koblenz. Dort möchte die gläubige Christin ein neues Leben beginnen – bei dem Orden der Anbetungsschwestern wird sie als Laie in eine Betgemeinschaft eintreten. Eine besondere Ehre sei es für sie, am „Ewigen Gebet“ teilnehmen zu dürfen.

Ihr tiefer Glaube ist es, der sie antreibt, sich für ihre Mitmenschen einzusetzen. 25 Jahre lang half sie unter anderem ehrenamtlich als Grüne Dame im Duisburger Malteser Krankenhaus. Die Begegnungen mit Kranken und Sterbenden prägten und bewegen sie bis heute. „Im Laufe der Jahre habe ich an bestimmt 9000 Krankenbetten gesessen.“

Im Einsatz für Kranke und Kinder

Auch für Kinder in Deutschland und in Israel engagierte sie sich in den vergangenen Jahren immer wieder. Aber warum die Lierbergschule? „Ich finde es schön, dass dort Kinder unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen. Die Lehrer sind sehr engagiert.“ Auch wenn sie keine eigenen Kinder dort habe, möchte sie die Schule unterstützen.

Bereits vor einigen Jahren habe sie der Schule Krippenfiguren gespendet. „Diese stellen wir jedes Jahr unter unseren Tannenbaum“, berichtet Schulleiterin Nicole Bunn, die sich „riesig“ über die kommende Spende freut. Von dem Geld können „Dinge außer der Reihe“ angeschafft werden, etwa Tablets oder neue Bücher. Und: „Je nachdem wie viel es wird, bleibt auch etwas für unsere Klimaprojektwoche im März übrig.“

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