Kultur

Rockband „Bröselmaschine“ rockt die Mülheimer Freilichtbühne

| Lesedauer: 2 Minuten
Die Band „Bröselmaschine“ bei einem Konzert in Duisburg in 2021. Im Bild: Sängerin Stella Tonon. Peter Bursch (li.) , Michael Dommers (re.) und Manni von bohr (Schlagzeug). Weiterhin gehören dazu: Tom Plötzer (Keyboard), Detlef Wiederhöft (E-Bass) und Nippy Noya/Pitti Hecht (Percussion).

Die Band „Bröselmaschine“ bei einem Konzert in Duisburg in 2021. Im Bild: Sängerin Stella Tonon. Peter Bursch (li.) , Michael Dommers (re.) und Manni von bohr (Schlagzeug). Weiterhin gehören dazu: Tom Plötzer (Keyboard), Detlef Wiederhöft (E-Bass) und Nippy Noya/Pitti Hecht (Percussion).

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Kaum zu glauben: Die Band „Bröselmaschine“ trat erstmals vor 50 Jahren in der Freilichtbühne Mülheim auf. Nun gibt sie dort erneut ein Konzert.

Man glaubt es kaum: Die Band „Bröselmaschine“ trat vor 50 Jahren erstmals in der Freilichtbühne auf. Beim ersten Festival unter freiem Himmel, das keinen Eintritt kostete (Free Concert Mülheim), war sie dabei. Alte Zeitungsartikel von 1972 zeugen davon. Rost hat die „Bröselmaschine“ bis heute nicht angesetzt. Am Mittwoch, 24. August, um 20 Uhr (Einlass: 19 Uhr) präsentiert die Regler Produktion die „Wahnsinnsformation“ erneut open air an der Dimbeck. Es dürfte voll werden.

„Diese Band verkörpert ein Stück Zeitgeschichte! Die Bröselmaschine gehörte zu den ersten Rockbands überhaupt, die sich in Deutschland gründeten“, sagt Hans-Uwe Koch von den Reglern. 2018 feierte die Band, die 1968 von Peter Bursch und Willi Kissmer in Duisburg gegründet wurde, ihr 50-jähriges Bestehen. „Nach einem erfolgreichen Comeback im WDR Rockpalast zeigen die Herren mit Dame, dass ihre Musik mit Folk- und Psychedelic-Einflüssen rockt wie zu 68er Zeiten.“

Bandmusiker lebten einst auch in einer „Kommune“

Vor vierzig Jahren - so Hans-Uwe Koch - habe die „Bröselmaschine“ viele der Klischees erfüllt, die man heute über die Flower-Power-Hippie-Revoluzzer-60er-Jahre im Kopf habe. Die Duisburger Band machte nicht nur Musik, man lebte in einer „Kommune“, engagierte sich in subkulturellen Bereichen und initiierte ein selbstverwaltetes Kultur- und Kommunikationszentrum. „Wir wollten anders leben als unsere Eltern, neue Lebensformen ausprobieren, uns musikalisch keine Grenzen setzen“, erklärten sie 2018 gegenüber der Presse.

Der kuriose Bandname geht wohl zurück auf eine Cannabis-Zerkleinerungsapparatur. „Mastermind“ der „Bröselmaschine“ ist nach wie vor Peter Bursch. Der Saitenkünstler hat die Maschine über Jahrzehnte in immer wieder wechselnden Besetzungen am Laufen gehalten. „Er hat sich zudem mit seiner Gitarrenschule international einen großen Namen gemacht. Seine Gitarren- und Songbücher gehören weltweit zum populärsten Material für angehende Rock- und Popgitarristen“, berichten die Regler. Sie freuen sich auf tolle Live-Musik. Der Eintritt ist frei, aber der Hut geht für die Künstler rum. Der Biergarten (Getränke und Foodtruck) ist geöffnet.

Erstes Free Concert 1972 von jungen Mülheimern initiiert

Das erst Free Concert in Mülheim (siehe Textanfang) in 1972 fand übrigens auf Initiative von engagierten Jugendlichen und der damals neuen Drogenberatungsstelle an der Bahnstraße statt. Veranstalter war die Awo, das Jugendamt unterstütze die Aktion. Auch, weil während des Konzertes Anti-Drogen-Spots gezeigt wurden und über Drogenmissbrauch informiert wurde.

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