Silvesterbilanz

Silvester in Mülheim: Intensiver Jahreswechsel für Feuerwehr

Die Mülheimer Feuerwehr war an Silvester stark gefordert, hier bei einem Kellerbrand in Heißen.

Die Mülheimer Feuerwehr war an Silvester stark gefordert, hier bei einem Kellerbrand in Heißen.

Foto: Feuerwehr Mülheim

Mülheim.  131 Einsätze sind Mülheimer Feuerwehr und Rettungsdienst an Silvester gefahren. Die Polizei spricht von einer relativ ruhigen Nacht.

Die Feuerwehr Mülheim spricht von einer intensiven Einsatzschicht: 131 Mal sind Feuerwehr und Rettungsdienst an Silvester ausgerückt. Bis 18 Uhr hatten die Kräfte bereits 60 Einsätze absolviert. Neben einem vermutlichen CO2-Austritt in Broich, der sich als technischer Defekt erwies, wurden drei Einsätze für ausgelöste Brandmeldeanlagen gefahren. Die restlichen Einsätze betrafen den Rettungsdienst und den Krankentransport.

Ein Schwerverletzter in Mülheim-Dümpten: Polizei ermittelt

Um 23.50 Uhr liefen die ersten Notrufe auf der Leitstelle der Feuerwehr ein. Mehrere Anrufer meldeten einen Zimmerbrand am Bänkskenweg mit mehreren Bewohnern, die auf Grund der Rauchentwicklung ihre Wohnungen in dem betroffenen Mehrfamilienhaus nicht verlassen konnten. Die beiden Löschzüge der Feuerwachen in Broich und Heißen leiteten eine sofortige Menschenrettung ein. Insgesamt wurden 23 Personen aus dem Objekt gerettet. Davon waren fünf Personen verletzt. Sie wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in örtliche Krankenhäuser gebracht.

Die anschließenden Löschmaßnahmen beschränkten sich auf einen Raum. Die Einsatzdauer betrug circa zwei Stunden. Laut einem Polizeisprecher ist bei dem Brand der 47-jährige Wohnungsmieter schwer verletzt worden. Während der Löscharbeiten erhärtete sich der Verdacht, dass der Brand von dem 47-Jährigen möglicherweise vorsätzlich gelegt wurde. Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist dem Brand ein Streit zwischen dem Mieter und seiner nicht anwesenden Lebensgefährtin (46) vorausgegangen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Duisburg wurde der Mülheimer vorläufig festgenommen. Insgesamt sei die Silvesternacht aus polizeilicher Sicht „relativ ruhig“ verlaufen. Das gilt auch für ganz NRW: Die Polizei hat eine ruhigere Silvesternacht als im Vorjahr erlebt.

Kellerbrand in Mülheim-Heißen: Verdacht auf Rauchgasvergiftung

Während des laufenden Einsatzes in Mülheim-Dümpten wurde ein weiterer Brand im Keller am Rühlweg in Heißen gemeldet. Die entsendeten Kräfte der Feuerwache 1 und der Freiwilligen Feuerwehr trafen auf brennende Möbel auf einer Terrasse. Eine Person wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung durch den Rettungsdienst der Feuerwehr in ein Krankenhaus gebracht. Das in Vollbrand stehende Zimmer wurde durch die Kräfte vor Ort bekämpft. Nach umfangreichen Lüftungsmaßnahmen konnten die Bewohner wieder in die übrigen Wohnungen zurückkehren. Die Einsatzdauer betrug circa zwei Stunden.

Ein drittes Feuer wurde der Leitstelle der Feuerwehr um 0.25 Uhr während der anderen laufenden Einsätze an der Oppelner Straße in Heißen gemeldet. Die Erstmeldung wies auf eine verirrte Silvesterrakete hin. Diese sollte ein Zimmer entzündet haben. Die eintreffenden Kräfte konnten jedoch schnell Entwarnung geben. Lediglich eine Jalousie war in Brand geraten und konnte schnell abgelöscht werden. Personen kamen nicht zu Schaden. Alle Einsatzstellen wurden der Polizei zur Ermittlung der Brandursache übergeben.

Mülheimer Feuerwehr unterstützt Einsatzkräfte in Duisburg

Bis drei Uhr morgens wurden weitere 21 Kleinbrände im gesamten Stadtgebiet durch Einsatzkräfte gelöscht. Der Rettungsdienst war in 20 Einsätzen gefordert. Zu Verletzungen auf Grund von Feuerwerkskörpern kam es glücklicherweise nicht.

Auf Grund der vielen gleichzeitigen Ereignisse wurden dienstfreie Kräfte nachalarmiert. Die Berufsfeuerwehr Mülheim wurde in der Silvesterschicht durch Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Broich und Heißen, sowie durch die Hilfsorganisationen des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter Unfall Hilfe und des Malteser Hilfsdienst unterstützt. Außerdem half die Mülheimer Feuerwehr in Duisburg aus. Auf der A3 ist es zu einer Massenkarambolage gekommen.

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