Verkehr

Störungen an Mülheimer Ampelanlagen kommen gelegentlich vor

Rote Ampeln sind manchmal ein Ärgernis.

Rote Ampeln sind manchmal ein Ärgernis.

Foto: M. Dahlke

Mülheim.  Störungen an Ampeln, aber auch der geschaltete Vorrang für die Tram kann zu längeren Rotlichtphasen für die anderen Verkehrsteilnehmer führen.

Es ärgert wohl viele, zumindest gelegentlich, nicht nur Georg Offermann: Man steht an der Ampel, und es scheint sich nichts zu rühren, minutenlang. So ist es ihm an der Kreuzung Steinknappen/Zeppelinstraße passiert, berichtet der Mintarder: „Alle haben Rot! Nicht nur die paar Sekunden, die sein müssen, sondern viel länger.“

Tatsächlich hat es an der vom Leser beschriebenen Ampelkreuzung Mitte Oktober Verzögerungen gegeben, weil durch eine Baustelle dort die Ampeln anders eingestellt gewesen sind, was zu längeren Wartezeiten führte. Dies, betont Roland Jansen, Teamleiter Verkehrsplanung im Rathaus, sei aber keine Störung gewesen. Er wendet ein, dass man an einer Ampelkreuzung ohnehin nicht auf einmal sehen könne, ob wirklich alle Signale auf Rot stünden.

Bahn-Signal kommt schon eine Haltestelle vorher

„Man sieht keinen Verkehr fließen und folgert: Alle haben Rot“, sagt er. Aber gerade die Kreuzung Steinknappen/Zeppelinstraße sei ein Beispiel für eine ÖPNV-Beschleunigung, für eine gesteuerte Freigabe für die Bahn, erklärt er. Ausgelöst durch ein Signal schon eine Haltestelle vorher. „Die Bahn kündigt sich an, bekommt Grün geschaltet, wenn der Autofahrer sie noch gar nicht sehen kann.“ Ist die Bahn über die Kreuzung gefahren, meldet sie sich durch ein Signal wieder ab – „erst danach läuft die Ampel wieder im gewohnten Turnus“.

Ampelanlagen ohne eine solche Bahn-Beschleunigung haben regelmäßige Umläufe, also auch Grünphasen für Fußgänger, wenn gerade gar keiner da ist. Vor allem ältere Ampelanlagen sind nicht mit Anforderungsknöpfen für Passanten ausgestattet, weil es die vor 35 Jahren noch gar nicht gab. Heute sei dies die Regel. Auch für Radfahrer gibt es Anforderungskontakte, etwa in der Innenstadt. „Überall da, wo Radfahrer einen eigenen Fahrstreifen haben, ist das möglich.“

Technik per Computer ist kompliziert

Hinter der Steuerung des Verkehrsflusses, und damit auch der Ampelsteuerung per Computer, steckt „eine hoch komplizierte Technik“, erklärt Jansen: „Es kann auch mal vorkommen, dass da irgendwo der Wurm drin ist.“ An der genannten Kreuzung Steinknappen/Zeppelinstraße zum Beispiel funktionierte vor längerer Zeit mal die automatische „Abmeldung“ der Straßenbahn nicht, nachdem sie über die Kreuzung gefahren war. Und dieser technische Fehler sorgte dann dafür, dass das Umschalten der Ampel nicht funktionierte und die Autos dort länger gewartet haben. Zu Recht hätten sich die Bürger darüber beschwert.

Ein Fehler komme auch bei neuen Ampelanlagen schon einmal vor. „Sobald wir solche Hinweise bekommen, gehen wir dem auch nach“, sagte Roland Jansen, der die Bürger ausdrücklich dazu auffordert, solche Störungen der Stadt zu melden, wenn man irgendwo plötzlich länger warten muss als sonst üblich. „Wir sind für diese Hinweise dankbar“, betont er.

>>>Bürgeragentur nimmt Kritik, Lob und Ideen an

  • Wenn eine Ampel ausfällt oder man dort länger als normal warten muss, sollte man das der Stadtverwaltung melden.

  • Das geht bei der B ürgeragentur, die auch Anregungen und Ideen aufnimmt. 455-1644, per Mail: buergeragentur@muelheim-ruhr.de; oder persönlich: Mo. bis Do., 8 - 17 Uhr, freitags von 8 - 15 Uhr, Schollenstraße 2.

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