Lokales

Studienergebnisse: Von normalität weit entfernt

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2011 räumten 90 Prozent der Fachkräfte in Münchener Jugendzentren bei der Befragung durch die lokale Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen ein, dass in ihren Einrichtungen ein unfreundliches soziales Klima gegenüber schwulen und lesbischen Jugendlichen herrsche. 82 Prozent gaben zu, dass Homophobie und entsprechende Erscheinungsformen der Diskriminierung in ihren Jugendzentren Alltag sei.

Eine Studie der Universität Bielefeld zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, zeigte 2011, dass 20 Prozent der Befragten in NRW zur Homophobie neigten. 14,2 Prozent, also jeder Siebte, bezeichnete Homosexualität als unmoralisch. 26 Prozent lehnten gleichgeschlechtliche Ehen ab.

2004 befragte die Psychologin Meike Watzlawik von der Universität Osnabrück deutsche und amerikanische Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren in einer sozialpsychologischen Studie zu ihrer sexuellen Orientierung. Dabei fand sie heraus, dass heterosexuelle Jugendliche rund neun Monate brauchen, um ihre sexuelle Orientierung zu entdecken und zu stabilisieren, während homosexuelle Jugendliche dafür durchschnittlich zweieinhalb Jahre brauchen.

2012 befragte die Humboldt-Universität Berliner Schüler und fand heraus, dass 34 Prozent der Sechstklässler und 36 Prozent der Zehntklässler es als unangenehm empfänden, wenn einer ihrer Freunde schwul wäre. Bei den Sechstklässlerinnen empfanden sogar 47 Prozent und bei den Zehntklässlerinnen 29 Prozent die Vorstellung einer lesbischen Schulfreundin als unangenehm.

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