Übergang zur Hochschule

Talentscouts sind schon an vier Schulen aktiv

HRW-Präsidentin Gudrun Stockmanns (3.v.l.) mit den Schulleitern Ralf Metzing, Ute Schülingkamp, Tobias Mattheis, Michael Rölver und Doris Sawallich.

Foto: HRW

HRW-Präsidentin Gudrun Stockmanns (3.v.l.) mit den Schulleitern Ralf Metzing, Ute Schülingkamp, Tobias Mattheis, Michael Rölver und Doris Sawallich. Foto: HRW

Mülheim/Oberhausen.   Die Talentscouts wollen Schülern Mut für neue Perspektiven machen. Ihr Terminkalender ist rappelvoll. Jetzt wurden formelle Verträge geschlossen.

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Ein Blick in den randvollen Terminkalender der Talentscouts ist bester Beleg dafür, wie wichtig die Beratung an den weiterführenden Schulen und die Ermutigung der Jugendlichen zu einem Studium ist.

Drei Talentscouts der Hochschule Ruhr West sind längst an bislang vier Schulen in Mülheim, Oberhausen und Bottrop aktiv, ehe jetzt die Kooperationsvereinbarungen zwischen der HRW und den Schulleitungen unterzeichnet wurde. An der Gesamtschule Saarn, der fünften Schule, starten die Sprechstunden im Februar. Vor einigen Tagen wurde das Angebot auf der Schulkonferenz den Vertretern der Lehrer, Eltern und Schüler vorgestellt und alle waren begeistert, erzählt Oberstufenleiterin Andrea Lutter.

immer noch gibt es viele Bremsfaktoren

Gerade im Ruhrgebiet mit einem hohen Anteil von Menschen mit Migrations- und Arbeiterhintergründen ist der Übergang von der Schule zur Hochschule ein wichtiges Thema, zumal, wenn es um naturwissenschaftliche Fächer geht. Immer noch gibt es, da sind sich die anwesenden Schulleiter einig, viele Kinder, die die ersten in ihrer Familie sind, die ein Studium anstreben. Da gibt es immer noch viele Bremsfaktoren. Doris Sawallich, Leiterin der Gesamtschule Weierheide aus Oberhausen, kennt das aus eigener Erfahrung. „Mach eine Ausbildung, dann hast du was in der Hand“, dieser alte Satz sei nach wie vor stark ausgeprägt, wie sie aus vielen Gesprächen weiß.

Auch Gymnasien beteiligen sich, wo ohnehin fast alle Abiturienten ein Studium anstreben. Ralf Metzing vom Gymnasium Broich hält die Förderung gerade vor dem Hintergrund von G 8 für sinnvoll, denn die Abiturienten sind noch jung, haben noch nicht das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten und gleichzeitig gebe es auch immer mehr denkbare Wege. Am Gymnasium Broich kommen überwiegend Mädchen in die Sprechstunde, was aber nicht überall so ist. „Vielleicht machen die sich mehr Gedanken über ihre Zukunft“, überlegt Metzing.

Talentscouts können einiges anbieten

Die Talentscouts um Kerstin Franz können neben der Sprechstunde einiges anbieten, vom Workshop bis zum Schnupperstudium den Hochschulalltag mit seinen Anforderungen kennen zu lernen.

Natürlich gibt es auch Beratung an den Schulen, aber auch in diesem Punkt herrscht Einigkeit unter den Lehrern. „So etwas muss von außen kommen. Das ist viel glaubwürdiger, da erzählt man auch mal eher private Dinge, die ein Lehrer nicht unbedingt wissen sollte“, findet Gabi Rottlaender von der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Oberhausen. Wege aufzeigen, motivieren und alles Hemmende, was den Träumen der jungen Menschen entgegensteht, neutralisieren, das sind die Erwartungen.

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