Warnstreik

Totalausfall in Mülheim: Zwei Tage Verdi-Streik bei Ruhrbahn

Busse und Straßenbahnen stehen still: Am 19. und 20. Oktober wird es wieder Warnstreiks in Mülheim geben.

Busse und Straßenbahnen stehen still: Am 19. und 20. Oktober wird es wieder Warnstreiks in Mülheim geben.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Am 19. und 20. Oktober stehen Busse und Bahnen in Mülheim wieder still. Verdi ruft zum Warnstreik auf. Fahrgäste müssen Ausweichwege suchen.

Weitere Warnstreiks hatte die Gewerkschaft Verdi bereits vor einigen Tagen angekündigt. Nun ist klar: Am kommenden Montag und Dienstag (19. und 20. Oktober) wird die Ruhrbahn bestreikt. Das teilt der Nahverkehrsbetrieb mit. Alle Straßenbahnen und Busse bleiben von Schichtbeginn bis Schichtende im Depot. Da auch benachbarte Verkehrsunternehmen bestreikt werden, sind auch die städteübergreifenden Linien betroffen.

Regional- und S-Bahnen fahren

Fahrgäste sollen sich bei ihrem Verkehrsunternehmen informieren. Während des Streiks bleiben die Kundencenter der Ruhrbahn ebenfalls geschlossen. Die Regional- und S-Bahnen fahren innerstädtisch die Bahnhöfe an und können ausfallende Bus- und Bahnverbindungen eventuell ersetzen.

Der Streik dauert zwei Tage, weil die Gewerkschaft für ihre Mitglieder im Fahrdienst einen einheitlichen Tarifvertrag für ganz NRW erreichen möchte. Bisher bieten die Nahverkehrsbetriebe unterschiedliche Entlohnungen für gleiche Leistungen. „So werben sich die Betriebe Personal ab und reißen bei anderen Lücken, weil der Nachwuchs fehlt“, heißt es bei Verdi. Auch in der zweiten Verhandlungsrunde am 9. Oktober in Bochum sei es zu „keiner ausreichenden Annäherung“ gekommen.

Zunehmende Belastung bringt hohe Krankenstände

„Die Kolleginnen und Kollegen fahren an 365 Tage im Jahr Menschen an ihr Ziel, doch die Arbeit wird immer mehr zur Belastung“, erklärt Peter Büddicker, Verdi-Landesfachbereichsleiter Verkehr. „Trotz Arbeitsverdichtungen durch das steigende Verkehrsaufkommen und konstant hohen Krankenzahlen kommen die Arbeitgeber bisher nicht auf uns zu“, kritisiert er. Die Gewerkschaft verstehe den Unmut der Bürger, „zeitgleich müssen wir jetzt etwas tun, damit Menschen auch in Zukunft mit dem ÖPNV an ihr Ziel kommen“. Verdi fordert eine gerechtere Bezahlung des Fahrpersonals und eine maximale Fahrdienstlänge von zehn statt bisher zwölf Stunden. Die Verhandlungen werden am 6./7. November fortgesetzt.

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