Vorlesetage 2017

Vorgelesen wird ab Montag an vielen Orten in Mülheim

Lesen ohne Grenzen. Schulkinder der Astrid-Lindgren-Schule bereiten sich mit ihren Lehrerinnen Kirsten Heer (li.) und Sandra Hinz auf eine Aktion zum bundesweiten Vorlesetag vor.

Foto: Herbert Höltgen

Lesen ohne Grenzen. Schulkinder der Astrid-Lindgren-Schule bereiten sich mit ihren Lehrerinnen Kirsten Heer (li.) und Sandra Hinz auf eine Aktion zum bundesweiten Vorlesetag vor. Foto: Herbert Höltgen

Mülheim.   Die positive Aktion wird überschattet von den erhitzten Diskussion um den städtischen Haushalt und von möglichen Streichungen bei Bibliotheken.

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„Lesen ist ein wichtiges Kulturgut“, bricht Kirsten Heer, Diplompädagogin an der Astrid Lindgren-Schule eine Lanze für das Buch. Pädagogen und Kulturschaffende sind aktuell besorgt über die politischen Streitereien zum Stadthaushalt. Denn sollte von der Politik in diesem Jahr kein gemeinsamer Haushalt beschlossen und ein „Sparkommissar“ eingesetzt werden, befürchten sie massive Streichungen bei Stadtbibliotheken und Bildungsstätten.

Wenn weniger vermögende Familien künftig keine Bücher mehr ausleihen könnten, wäre damit die Stadtgesellschaft noch weiter gespalten. „Ich kenne einige Haushalte, die sich eben keine Bücher leisten können, den Kindern wird nicht vorgelesen“, mahnt Heer. Dabei rege Lesen die Fantasie an, gebe Kindern Selbstbewusstsein und Widerstandskraft. So überschattet der Hickhack im Rat den positiven Anlass, unter dem Heer und ihre Kolleginnen zusammengekommen sind: Am heutigen Montag starten die Mülheimer Vorlesetage „Lesen ohne Grenzen“.

OB Ulrich Scholten liest Kindern aus Kita Fiedelbär vor

Vier Tage lang will man mit Aktionen und Vorlesungen an Schulen, Kitas, Bildungsstätten und ungewöhnlichen Orten den Wert des Lesens unterstreichen. OB Ulrich Scholten liest im Rathaus Kindern aus der Kita Fiedelbär vor. Geflüchtete der Unterkunft am Klöttschen lesen aus Märchen und Volksweisen in arabischer Sprache. Es geht aber auch von „Klein zu Klein“: Kinder der Astrid-Lindgren-Schule lesen in der Kita Sausewind aus dem Bilderbuch „Ein Rucksack voller Glück“. „Einen solchen Rucksack hat jeder, er macht die Sorgen leichter“, meint Vizira (Kl. 4). Viele junge Vorleser haben in den Herbstferien trainiert.

Emina mag Hexe Lilly, Maxim hingegen Harry Potter – alle haben richtig Lust aufs Vorlesen: „Ich möchte, dass kleinere Kinder danach auch lesen“, wünscht sich Maxim. Vizira fühlt sich beim Vorlesen sogar „richtig groß“. Organisiert hat die Lesetage das „Netzwerk Literacy“. Infos zu „Lesen ohne Grenzen“ unter: muelheim-ruhr.de/cms/lesen_ohne_grenzen_2017.html

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