Fußball

Wer wird Weltmeister? Mülheimer geben ihre Tipps ab

Egal, wer den Titel holt: Angefeuert wird lautstark und am besten mit Vuvuzela.

Egal, wer den Titel holt: Angefeuert wird lautstark und am besten mit Vuvuzela.

Foto: dpa / Boris Roessler

Mülheim.   Wer wird eigentlich Weltmeister? Wir fragten bekannte Mülheimer und stellten fest: Eine Art WM-Fieber gibt es (noch) nicht.

Island – das wäre interessant! Aber das glaube sie natürlich nicht, sagt Ingrid Lürig, die Schulleiterin der Willy-Brandt-Gesamtschule, und tippt auf Brasilien als Weltmeister 2018. Vom Bauchgefühl her würde sie sagen, dass es Deutschland diesmal nicht schafft. Sie gesteht aber auch, dass sie nicht zu denen gehöre, die vom Fußball große Ahnung haben. Da gebe es im Lehrerkollegium einige Experten und auch in der Schülerschaft. 21 Nationalitäten gehen auf die Styrumer Gesamtschule, einige Länder sind dabei, die in Russland antreten. Die Weltmeisterschaft, sagt Ingrid Lürig, werde in jedem Fall Thema an der Schule sein, wo und zwischen wem auch immer. „Das ist auch so gewünscht.“

Wer wird Weltmeister? Fragen wir jemanden, der täglich mit Sport zu tun hat, die Chefin des Mülheimer Sportservice Martina Ellerwald. Die sagt spontan: Portugal. Sie hält diese Mannschaft für so stark, dass sie sogar die Deutschen, wenn es soweit kommt, im Halbfinale ausschaltet. Ein mutiger Tipp.

Lieber im Garten ein Buch lesen

So ein richtiges WM-Fieber scheint es (noch) nicht zu geben. Mancher sieht dem Spektakel sogar völlig gelassen entgegen: „Ich lese lieber im Garten ein Buch, während mein Mann sich die Spiele anschaut. Und wenn ich ihn dann jubeln höre, freue ich mich auch“, sagt Sylvia Waage, Leiterin des städtischen Grünflächenamtes. Sie sei kein Fan, hoffe aber, dass es auch diesmal wieder Deutschland wird.

Bürgermeisterin Ursula Schröder tippt dagegen auf Deutschland. „Ich bin optimistisch, was das junge Team angeht.“ Die Spiele der deutschen Mannschaft will sie sich auf jeden Fall anschauen, auch mitgezogen vom Rest der Familie – aber ansonsten: „Ich stehe eher auf Schwimmen und Handball“, verrät die Bürgermeisterin.

Die Spiele im Kreise der Nachbarschaft verfolgen

Deutschland der Favorit? Der Feuerwehrchef Burkhard Klein glaubt, dass diesmal am Ende Brasilien die Trophäe in den Händen halten wird. „Die haben sich gefangen und etwas gut zu machen“, sagt er in Anspielung an die 1:7 Niederlage der Brasilianer gegen Deutschland bei der letzten WM. Das, glaubt er, motiviere zusätzlich. Bis gestern hätte er allerdings noch auf Spanien gesetzt, aber nachdem die den Trainer so kurzfristig vor die Tür gesetzt haben. . . Die Spiele mit der deutschen Mannschaft will sich Klein anschauen, den Rest eher nicht. Da gebe es für ihn andere schöne Dinge in der Freizeit.

Einer, der es diesmal leichter bei einem Tipp hat, ist Pietro Bazzoli, der Betriebsratsvorsitzende von Siemens. Seine Italiener sind diesmal erst gar nicht dabei, „sonst hätte ich zwei Eisen im Feuer“. Daher lautet sein Tipp: Deutschland. „Ich habe ein gutes Gefühl. In der Truppe stimmt es.“ Er werde die Spiele im Kreise der Nachbarschaft verfolgen. „Wir wechseln uns immer ab.“ Die Stimmung sei dabei schön. Ach ja, ein Nachbar kommt aus England. Für manchen ein Geheimtipp.

Und der Autor dieser Geschichte? Er sieht Blau-Weiß-Rot vorne und kennt keine andere Mannschaft, die so einen Sturm hat wie Frankreich mit Griezmann, Mbappé und Dembélé.

>> Public Viewing in Mülheim

- Die Weltmeisterschaft findet vom 14. Juni bis zum 15. Juli in Russland statt. Gespielt wird in zwölf Stadien. 32 Mannschaften, die sich im Vorfeld qualifiziert haben, nehmen an dem Weltturnier teil. Titelverteidiger ist Deutschland.

- Wie in der Vergangenheit gibt es auch in Mülheim Public Viewing: So werden am Hangar (Flughafen) die Deutschland-Spiele gezeigt, sowie im Biergarten am Wasserbahnhof, in einigen Pfarreien und im Alex auf der Schloßstraße.

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