Modernisierung

Wichtige Schritte für Hausbesitzer beim Sanierungsfahrplan

Mitglieder des Mülheimer Modernisierungsbündnisses stellen sich vor: (von rechts) OB Ulrich Scholten, Peter Richard (Dachdecker), Volker Weißhuhn (Medl), Umweltdezernent Peter Vermeulen, Marc Weßling (DBU), Andreas Skrypietz (DBU) Ulrike Marx, Jörn Sprenger (Stadt) und Kurt Essers.

Foto: Walter Schernstein

Mitglieder des Mülheimer Modernisierungsbündnisses stellen sich vor: (von rechts) OB Ulrich Scholten, Peter Richard (Dachdecker), Volker Weißhuhn (Medl), Umweltdezernent Peter Vermeulen, Marc Weßling (DBU), Andreas Skrypietz (DBU) Ulrike Marx, Jörn Sprenger (Stadt) und Kurt Essers. Foto: Walter Schernstein

Mülheim.   Modernisierungsbündnis stellt sich auf der Messe „Mülheimer Bautage“vor. Ziel: Hausbesitzer umfassend und nachhaltig informieren und motivieren.

Das Mülheimer Modernisierungsbündnis präsentiert sich auf der Messe „Mülheimer Bautage“ am 3. und 4. März in der Stadthalle erstmals mit einem Stand der Öffentlichkeit. Das Modernisierungsbündnis aus Vereinen, Handwerkern, Stadtverwaltung und weiteren Akteuren hat sich die energetische Sanierung von Ein- und Zweifamilienhäusern zum Ziel gesetzt.

Initiiert wurden das Bündnis von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) für vier Jahre in drei Modellkommunen – neben Mülheim sind das Osnabrück und Weimar – mit dem Ziel, Hausbesitzer umfassend zu informieren und zu motivieren, ihre Immobilie energetisch besser aufzustellen. Denn 50 bis 60 Jahre alte Gebäude – von denen es rund 6000 im Stadtgebiet gibt – benötigen ein Mehrfaches an Heizenergie im Vergleich zu modernen Häusern. Und eine „Wärmewende“ zu erreichen ist der wichtigste Baustein, um das Klimaziel der Stadt schaffen zu können, die CO2-Emissionen (pro Kopf) von 1990 bis zum Jahr 2030 kontinuierlich zu halbieren.

Roter Faden für die Sanierungspläne

Das DBU-Projekt Modernisierungsbündnis möchte erreichen, dass Hausbesitzer nicht nur eine einzelne Sanierungsmaßnahme erwägen, sondern dass mit ihnen ein ganzer „Sanierungsfahrplan“ erarbeitet wird. Dieser soll quasi als roter Faden die Pläne gestalten und die finanziellen Mittel sinnvoll einzusetzen helfen.

Es muss ja nicht immer alles auf einmal gemacht werden. Aber wenn man etwa einen Zehnjahresplan aufstellt, sollten die einzelnen Sanierungsschritte doch sinnvoll aufeinander aufbauen. Genau dabei will das Mülheimer Modernisierungsbündnis helfen. Dämmung, Heizung, Energiequellen sind dabei wichtige Themen, aber auch Fragen zur Quartiersentwicklung oder zum Leben im eigenen Zuhause im Alter.

Speziell geschulte Experten für die Beratung

„Wir verteilen“, betont Oberbürgermeister Ulrich Scholten, „keine Hochglanzbroschüren und lassen die Leute dann damit alleine.“ Und Baudezernent Peter Vermeulen ergänzt: „Eine einfache Modernisierung schafft ja keinen Mehrwert – das ist nur eine Reparatur. Wir wollen Werthaltigkeit und Nachhaltigkeit erzielen.“ Und so werden am ersten Märzwochenende in der Stadthalle speziell geschulte Experten (nicht nur) aus der Handwerkerschaft mit Beispielen aus der Praxis informieren. Natürlich geht es auch um die Kosten: Denn was ein Hausbesitzer, der in die energetische Sanierung investiert, am Ende dabei einspart, dürfte die meisten der Besucher interessieren. Und auch, welche Förderungen möglich sind. Da gebe es, so Volker Weißhuhn vom Bündnismitglied Medl, noch viel zu tun: „Wir stellen immer wieder fest, dass die Leute es nicht wissen.“

An Dächern wird viel Energie verschleudert

Dachdeckermeister Kurt Essers (Obermeister Dachdecker-/Zimmerer-Innung) weiß aus Erfahrung, dass Geiz vielfach schon lange nicht mehr geil ist: Viele Besitzer älterer Häuser, die später vererben wollten, seien daran interessiert, ihre Häuser energetisch auf einem guten Stand zu übergeben. „An den Dächern sehen wir täglich die Verschwendung – da wird sehr viel Energie verschleudert“, nennt er ein Beispiel. Willkommen seien im Modernisierungsbündnis weitere Handwerker, die sich dafür schulen lassen.

<<< ENERGIEPARTYS FÜR HAUSBESITZER

Vor allem in Broich wird das Modernisierungsbündnis aktiv: mit Infos zum Sanierungsfahrplan, mit Fortbildungen für Betriebe. „Energiepartys“ zur Gebäudesanierung für die Bürger, „Schritt für Schritt“ im kleinen Kreis – ähnlich wie bei Tupperpartys – sind geplant.


Weitere Infos finden sich im Internet unter www.alt-bau-neu.de/muelheim

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