Denkmalschutz

Zukunft des maroden Tersteegenhauses ist weiterhin ungewiss

Tersteegenhaus wird seit einigen Wochen durch ein massives Gerüst gestützt.

Tersteegenhaus wird seit einigen Wochen durch ein massives Gerüst gestützt.

Foto: Tost

Mülheim.   Komplettdemontage und Wiederaufbau des Fachwerkhauses mit historischen Teilen wären mit Millionenaufwand innerhalb von drei Jahren möglich.

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Der Zustand des Tersteegenhauses war Thema im Kulturausschuss und fast scheint es so, als würde die Größe des Gerüstes größer und der bauliche Zustand von Mal zu Mal, wenn man Markus Püll fragt, schwieriger. Der CDU-Ratsherr ist auch Vorsitzender des vor fünf Jahren gegründeten Freundeskreises für den Erhalt des Denkmals. Mitte Februar musste das Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert komplett gesperrt werden, auch für bauliche Untersuchungen. Es besteht akute Einsturzgefahr. An der Tragkonstruktion waren erhebliche Mängel festgestellt worden.

Zur Teinerstraße stützt das Gebäude seitdem ein Geflecht aus unzähligen Stangen, Stützen und Streben, das fast die komplette Straße einnimmt und gerade noch für einen Fußgänger eine Lücke lässt. Immerhin können, so Frank Buchwald, Leiter des für die städtischen Immobilien zuständigen Amtes im Ausschuss, die Untersuchungen fortgesetzt werden.

„Ohne Land und Bund wird es nicht gehen“

Buchwald sprach dann von der Möglichkeit, dass das gesamte Haus demontiert werden könnte. Dann müssten die Einzelteile katalogisiert, eingelagert und im Einvernehmen mit der Denkmalbehörde auf ihre Verwendungsfähigkeit hin untersucht, ersetzt oder repariert werden. Die Planungen dafür würden sechs Monate dauern. Der komplette Neuaufbau würde etwa drei Jahre dauern und Millionen kosten.

Schon jetzt werde der Immobilienservice nach Fördermöglichkeiten Ausschau halten und Anträge vorbereiten, so Buchwald. Wie wahrscheinlich diese Möglichkeit ist, sagte er nicht, und da er keine Alternative aufzeigte, wird das wohl der Weg, auf den es hinausläuft dürfte. „Ohne Land und Bund wird es nicht gehen“, so Püll.

Programm im Gedenkjahr

Möglicherweise wird dann im kommenden Jahr der 250. Todestag des bedeutenden Kirchenlieddichters und Mystiker, der das Haus 1746 bezogen und bis zu seinem Tod 1769 bewohnt hatte, ohne die historische Wohnstätte begangen. Kai Rawe, Leiter des Stadtarchivs, feilt bereits an dem Programm im Gedenkjahr.

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