Wasserversorgung

150.000 Menschen nach Rohrbruch zeitweilig ohne Trinkwasser

Über 150.000 Menschen in Oberhausen und Mülheim ohne Wasser

Ein Rohrbruch der Hauptwasserleitung in Mülheim sorgt für großen Schaden. Mehrere Keller, sowie Straßen in Mülheim sind überflutet worden, der Asphalt zerstört. Die Wasserversorgung der beiden Städte konnte zeitweise nicht gewährleistet werden.

Ein Rohrbruch der Hauptwasserleitung in Mülheim sorgt für großen Schaden. Mehrere Keller, sowie Straßen in Mülheim sind überflutet worden, der Asphalt zerstört. Die Wasserversorgung der beiden Städte konnte zeitweise nicht gewährleistet werden.

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Mülheim/Oberhausen.   Rohrbruch in Mülheim-Styrum legt am Donnerstagabend die Trinkwasserversorgung im Großteil Oberhausens lahm. 150.000 Menschen waren betroffen.

Mehr als 150.000 Menschen in Oberhausen und in Teilen Mülheims sind nach einem Rohrbruch am späten Donnerstagabend ab etwa 22.15 Uhr vorübergehend von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten gewesen. Ein Wasserrohrbruch einer 70 Zentimeter dicken Hauptwasserleitung in Mülheim-Styrum auf der Straße Stockhecke hatte zu den Druckproblemen im gesamten Oberhausener Stadtgebiet geführt. Das berichtete die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft (RWW) auf ihrer Facebookseite.

Zwischenzeitlich fiel die Wasserversorgung im kompletten Stadtgebiet von Oberhausen sowie im Mülheimer Stadtteil Styrum aus.

Straßendecke hob sich

Die Feuerwehr Mülheim und die Freiwillige Feuerwehr waren ab kurz vor 22 Uhr bis drei Uhr in der Nacht in Styrum im Einsatz. Nach dem Rohrbruch hob sich wegen des hohen Wasserdrucks die Straßendecke auf einer Fläche von zirka zehn mal zehn Metern an, berichtet die Feuerwehr Mülheim.

Und weiter: "Aus dem Leck der Hauptwasserleitung strömten massiv Wassermassen und verteilten Schotter, Kies und Sand auf einer Länge von zirka 400 Meter über die gesamte Straßenbreite. Die Keller von vier Wohnhäusern liefen zum Teil bis zur Decke voll." Auch in vielen Gärten, die abschüssig liegen, musste Wasser abgepumpt werden, weil es sich dort gesammelt hatte, berichtet Feuerwehr-Pressesprecher Thorsten Drewes am Freitagmorgen. Verletzt wurde seinen Angaben zufolge niemand.

Über 150.000 Menschen in Oberhausen und Mülheim ohne Wasser

Ein Rohrbruch der Hauptwasserleitung in Mülheim sorgt für großen Schaden. Mehrere Keller, sowie Straßen in Mülheim sind überflutet worden, der Asphalt zerstört. Die Wasserversorgung der beiden Städte konnte zeitweise nicht gewährleistet werden.
Über 200.000 Menschen in Oberhausen und Mülheim ohne Wasser

Die Feuerwehr Oberhausen informierte umgehend die Oberhausener Krankenhäuser, damit diese Vorsorgemaßnahmen einleiten konnten. Die Wirtschaftsbetriebe Oberhausen stellten zwei Tankfahrzeuge mit jeweils 6.000 Liter Wasser zur Verfügung, um bei einem Brand genug Löschwasser zu haben. Auch hier war neben der Berufs- die Freiwillige Feuerwehr im Einsatz.

Viele besorgte Menschen meldeten sich

Nach 20 Minuten strömte dann aber wieder in Teilen von Oberhausen das Wasser aus den Hähnen. Gegen 23.45 Uhr teilte die RWW dann mit, dass der Wasserdruck wieder auf Normalniveau liege. Die gebrochene Leitung sei gesperrt worden. Die Häuser und Wohnungen in Oberhausen würden über eine andere Leitung versorgt.

Bei der RWW, der Leitstelle der Feuerwehr und auch der Polizei meldeten sich derweil am Abend zahlreiche besorgte Menschen. Die Einsatzkräfte baten darum, die Telefonnummern der Feuerwehr und Polizei für Notrufe frei zu halten. Auch die Internetseite der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft war zwischenzeitlich nicht mehr zu erreichen.

In den sozialen Netzwerken tauschten sich zahlreiche Oberhausener am Abend darüber aus, wie sich die Störung in ihren Stadtteilen ausgewirkt hat.

Leitung an einer einzigen Stelle gebrochen

Die Ursache des Rohrbruchs ist noch nicht geklärt, so Ramon Steggink, Pressesprecher der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft am Freitagmorgen. Die Hauptwasserleitung sei an einer einzigen Stelle gebrochen. Nun müssten die RWW-Mitarbeiter vor Ort entscheiden, ob die Bruchstelle mit einer Schelle repariert werden kann oder ob ein Rohrstück ausgetauscht werden muss. "Solche Reparaturarbeiten sind in der Regel innerhalb eines Tages erledigt", berichtet Ramon Steggink. Doch die Schäden zu beseitigen, die die angehobene Straße angerichtet hat, werde wohl bis Ende kommender Woche dauern.

Die betroffene Fernleitung ist mit ihren 70 Zentimetern Durchmesser ein dickes Kaliber. "Eine normale Standardleitung für die Versorgung eines Wohngebiets hat einen Durchmesser von zehn Zentimetern", erklärt Ramon Steggink. Um die 3000 Kilometer Rohre betreut die RWW in ihrem Zuständigkeitsgebiet, das von Velen im Norden bis runter nach Wülfrath reicht. Die Rohre sind teils ganz neu, manche hingegen schon über 100 Jahre alt. Sie haben laut Steggink einen Durchmesser von fünf Zentimetern bis zu einem Meter. (JaK/red)

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