Kampfmittel

20-Zentner-Bombe in Oberhausen erfolgreich entschärft

Die 20-Zentner-Bombe soll noch am Mittwoch unschädlich gemacht werden.

Die 20-Zentner-Bombe soll noch am Mittwoch unschädlich gemacht werden.

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Oberhausen/Duisburg.   In Oberhausen wurde am Abend eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Tausende Menschen waren davon betroffen - auch in Duisburg.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Im Holtener Feld in Oberhausen ist am Mittwoch bei Bauarbeiten eine Weltkriegsbombe entdeckt worden. Der 20 Zentner schwere amerikanische Blindgänger, der zwei Zünder hat, wurde noch am Abend entschärft. Gegen 23.30 Uhr konnte der Kampfmittelräumdienst Entwarnung geben. Die explosive Gefahr, die von der Hinterlassenschaft aus dem Weltkrieg ausging, war gebannt.

Nach Angaben der Stadt Oberhausen mussten zuvor auf Oberhausener Stadtgebiet 1250 Menschen evakuiert werden, was planmäßig über die Bühne ging. Noch stärker war Duisburg betroffen. Dort wurden rund 3000 Menschen evakuiert. Die A 3 wurde ab 22 Uhr zwischen den Autobahnkreuzen Oberhausen und Oberhausen-West gesperrt. 126 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt und Arbeiter Samariter Bund waren im Einsatz. Nach der Entschärfung konnten die Menschen in der Nacht noch in ihre Wohnungen zurück. Die Umleitungen und Straßensperrungen wurden rasch aufgebhoben.

25.000 Menschen müssen Fenster und Türen geschlossen halten

In beiden Städten mussten im Radius von 1000 bis 2000 Metern rund um den Fundort rund 25.000 Menschen ihre Fenster und Türen geschlossen halten und durften ihre Häuser für den Zeitraum der Entschärfung nicht verlassen..

Für Menschen, die die keine Möglichkeit hatten, anderweitig unterzukommen, wurde die Heinrich-Böll-Gesamtschule als Notunterkunft zur Verfügung gestellt. 44 Personen wurden mit Getränken durch den Arbeiter Samariter Bund versorgt. Weitere 7 Personen mussten mit Krankenwagen transportiert werden

Auf den betroffenen Straßen wurden entsprechende Sperrstellen eingerichtet, sodass eine Zufahrt in den Gefahrenbereich ab 21:30 Uhr nicht mehr möglich war. Über den Verlauf der Evakuierungsmaßnahmen und die Entschärfung berichtete die Feuerwehr Oberhausen auch auf ihrer Facebook-Seite.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (3) Kommentar schreiben